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Nach individuellen Einzelgesprächen mit Coach Anders Forsbrand am Vortag startete Mittwoch morgen ein Dutzend Österreicher in das Abenteuer Alps Tourschool. Course Management stand im Mittelpunkt der Vorbereitungen auf die Eröffnungsrunden, "damit am Platz so wenig Entscheidungen wie möglich über die Schlägerwahl gefällt werden müssen", schilderte Alex Wernig das Hauptthema beim "Talk mit Anders". Bis auf Michael Ettl und Oliver Hertl durften alle Österreicher am blauen Kurs eröffnen, der deutlich enger ist, sich aber kürzer und um zwei Schläge leichter spielte. Moser und Steiner in den roten Zahlen Michael Moser setzte seine Marschrichtung am blauen Par 72-Kurs perfekt um. Bei trockenem, guten Golfwetter startete der steirische Neo-Pro sicher und effektiv, scorte eine tadellose 71 (1 unter Par), die ihn auf Platz 3 bringt, mit allen Chancen für den weiteren "Schulverlauf": "Ich habe nichts riskiert, daher bloß zwei Birdies gespielt, aber mit nur einem Bogey die Fehlerquote niedrig gehalten", hat er seine Strategie perfekt umgesetzt. Der Murtaler Amateur Roland Steiner sorgte mit seiner 71 für die positive Überraschung aus heimischer Sicht, ist auf Platz 3 mit großem Abstand bester Amateur im Feld! Der Steirer hatte schon im Herbst des Vorjahres einige Male auf der Alps Tour gute Resultate erspielt und hat sich über den Winter spielerisch gut weiterentwickelt: "Meine langen Schläge waren absolut super, die Grüns waren nur ziemlich ungleich, dort habe ich bis zu 5 Schläge liegen gelassen", deutet der Steirer an, dass er es noch besser kann. Mit Leo Astl jun. ist ein weiterer unser Neo-Pros gut unterwegs, der so wie Moser im Herbst des Vorjahres das Golfspiel zu seinem Beruf machte. Der Tiroler scorte eine grundsolide Par-Runde von 72 Schlägen und hat als 9. des ersten Spieltages einen kleinen Polster für den hantigen roten Kurs. Den Erfolg führt er auf sein verbessertes Spiel in der Scoring Area zurück: "Drei meiner vier Birdies habe ich aus 80 bis 120 Metern perfekt vorbereitet". Seine ebenfalls vier Schlagverluste kassiert er mit Dreiputt (12), einem Drive in die Bäume (7) sowie nach verfehlten Grüns (4, 14). Kogler und Wernig auf Kurs Thomas Kogler hielt sich mit 73 Schlägen am blauen Kurs und Platz 18 in guter Lauerposition: "Ich habe zwar die Eisen nah an die Fahnen geschossen, aber beim Putten nichts gerissen", so seine kurze Selbstanalyse, warum ihm nur ein Birdie gelang. "Beide Bogeys habe ich auf den langen und sehr schweren Par 3 kassiert, beide Male das Grün verfehlt". Einen Schlag mehr benötigte Alex Wernig, der damit ebenfalls am blauen Kurs sein Plansoll für den ersten Spieltag erfüllte: "Dabei lag ich nach drei Birdies und Bogeys auf beiden Par 3 zur Halbzeit unter Par, aber ein Vierputt an der 14 hat ein besseres Score verhindet". Mit 74 Schlägen liegt er auf Platz 30 in seiner Hälfte des Tableaus am blauen Kurs. Schwacher Start und Finish für Jürgen Maurer Jürgen Maurer startete zu nervös in Marokko, lag nach vier Löchern schon 5 über Par. Danach fand der Steirer deutlich besser ins Spiel, verlor bis zum Schlussloch nichts mehr an Boden. Schade um das Doppelbogey am Schlussloch, das ihm nur eine 79 auf der Scorekarte gönnte (7 über Par / Platz 65). Riesenenttäuschung für zwei zuvor sichere Tipps auf eine Alps Tourkarte: Michael Ettl zerstörte mit einer zerfahrenen 81er-Runde praktisch bereits alle Chancen auf den morgigen Cut: "Eine Runde, wo absolut nichts für mich gelaufen ist, ich habe in allen Bereichen Schläge verloren, typisch für den Beginn einer Saison". Ganz eng wird es für Ulf Wendling, der auf der Challenge Tour kein Spielrecht mehr besitzt und nach der 77 zum Auftakt in Marokko auch auf der Alps Tour mit dem Rücken zur Wand steht: "Leider nur ein Birdie gespielt und spät mit zwei Doppelbogeys noch mein Score hergeschenkt", war der Tiroler verständlich unzufrieden. Vorentscheidung fällt am Donnerstag Morgen spielen die 140 Qualifikanten am jeweils anderen Platz, nach zwei Runden wird der Cut bei den besten 70 angesetzt - was zumindest ein eingeschränktes Spielrecht für die Saison garantiert. Die Finalrunden werden Freitag und Samstag am roten Kurs ausgetragen, die besten 35 erhalten die volle Tourkarte. Eine erste vorsichtige Schätzung lässt den Cut nach zwei Runden in etwa bei 5 oder 6 über Par erwarten. Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72 / 73)
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