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Vorentscheidung am zweiten Spieltag der Alps Tour Qualifying School: denn wer heute den Cut der besten 70 schaffte, sicherte sich zumindest ein eingeschränktes Spielrecht und defakto ein Ticket für die meisten Events am Kalender der Alps Tour. Der Cut sollte auf 7 über Par klettern - und 5 von 11 rotweißroten Qualifikanten übersprangen diese Hürde. Moser und Kogler weiter bärenstark Die beste Ausgangsposition aus unserem Team hatte Michael Moser - und der Steirer wusste diese auch zu nutzen. Mit 8 Schlägen Guthaben auf den Cut startete der Neopro am deutlich schwierigeren roten Kurs - und brachte mit 72 Schlägen (1 unter Par) neuerlich eine sensationelle Runde in den roten Zahlen ins Clubhaus. Damit geht Moser bei 2 unter Par und auf Platz 2 ins Wochenende, drei Schläge hinter dem führenden Belgier Kevin Thorrout, der mit einer 66 die beste Turnierrunde scorte (gesamt 5 unter Par). "Dem Putter habe ich das gute Score zu verdanken, meine Drives waren dagegen am ersten Tag besser," ordnet Moser seine Leistung ein. Anders Forsbrand zollte dem besten Österreich im Zwischenklassement anschließend verdiente Anerkennung: "Sein Spiel ist derzeit so solide, dass ihm nicht viel passieren kann". 12 Grüntreffer, gute 28 Putts, daher drei Birdies bei nur zwei Bogeys, belegen diese Analyse. Thomas Kogler spielte seine Längen perfekt am roten Kurs aus, benötigte allerdings eine lange Anlaufzeit von 9 Löchern: "Schwache Putts haben mich auf 2 über Par zurückgeworfen, auf den Back 9 konnte ich aber alles wieder aufholen". Der Fontana-Pro bewies nicht nur Klasse, sondern dass er auch mental gereift ist und klug auf Ankommen spielen kann - 73 Schläge (Even Par) am Freitag. Von Platz 18 weg und mit dem Minimalziel Tourkarte in der Tasche, kann er nun locker am Wochenende Gas geben: "Ich konnte bisher auf dem Platz meine Trainingsleistungen nicht ganz umsetzen, aber jetzt ist der Druck weg". Steiner: ein Amateur mit Tourkarte Amateur Roland Steiner konnte nicht mehr ganz an die sensationelle 71 vom Vortag anschließen, der Murtaler hatte so seine Probleme mit dem langen, roten Kurs, der auch schon den Stars von der European Tour in den Vorjahren einiges aufzulösen gab: "Vom langen Spiel hat's weiterhin gepasst, aber mit 38 Putts habe ich auf den Grüns viel zu viel verloren." Der beste Amateur im gesamten Starterfeld kämpfte jedoch beherzt und rettete sich mit 77 Schlägen (4 über Par) in die Halbzeit der Qualifying School. Damit verteidigte Steiner mehr als die Hälfte seines Guthabens und schafft bei 3 über Par noch locker den Cut. Auch der Tiroler Leo Astl jun. verteidigte erfolgreich seinen Polster vom blauen Kurs. Der Jungpro scorte so wie Steiner die 77 und erspielt bei 4 über Par und auf Platz 33 ebenfalls locker seine Tourkarte: "Einige Male sind mir starke Par-Saves gelungen, aber die zwei, drei Meter-Putts wollten heute nicht rein". Die Aufholjagd des Tages gelang Ulf Wendling: der lange Tiroler verbiss sich in seine Aufgabe am roten Kurs und wuchtete sich mit 74 Schlägen noch mit einem Schlag Puffer über die so wichtige Latte ins Wochenende: "Das war Kampf pur, weil ich nur 10 Grüns getroffen, aber mich mit dem Putter gerettet habe". Somit sackte Ulf fünf Birdies ein, konnte sich 6 Bogeys gerade noch leisten: "Der Cut war das Wichtigste, jetzt kann ich locker angreifen". Nach dem Verlust der Challenge Tour-Kategorie war das Spielrecht auf der Alps Tour Wendlings letzte Chance auf Startplätze, die er mit all seiner Erfahrung auch nutzte (gesamt: 6 über Par, 56. Platz). Auch Himberg-Pro Frankie D. Young verbesserte sich mit 74 Schlägen, der für die PGA of Austria startende Engländer ist bei 5 über Par als 42. am Wochenende mit dabei. Ettl und Wernig scheiden knapp aus Von den sechs vorzeitig ausgeschiedenen Österreichern war die Enttäuschung von Alex Wernig und Michael Ettl besonders groß, die nur hauchdünn scheiterten. Der 25-jährige Grazer Alex Wernig ließ am schweren roten Kurs mit 77 Schlägen zu viel Aderlass an seinem Score zu - exakt um einen Schlag zuviel! "Dabei war ich bis zum 14. Abschlag super unterwegs, habe bis dorthin nur ein Grün verfehlt. Aber dann haben mich drei schlechte Drives in Serie zwei Bogeys und ein Tripplebogey gekostet." Bei 8 über Par und auf Platz 74 fehlte nur ganz wenig zum Weiterkommen. Michael Ettl attackierte aggressiv am leichteren blauen Kurs, steigerte sich zwar mit 73 Schlägen (1 über Par) deutlich, der Rückstand war jedoch schon vom Vortag zu groß, unter dem Strich ging es sich für den Südsteirer um zwei Schläge nicht aus: "Deutlich solider gespielt, aber leider nie so richtig ins Laufen gekommen". APGA Teaching-Pro Klaus Effenberg verspielte mit 79 Schlägen seine gute Ausgangsposition, schrammte ebenfalls um zwei Schläge am Cut vorbei. Jürgen Maurer scorte neuerlich nur die 79, erreichte so wie Thomas Feyrsinger (76) ein Halbzeitergebnis von 13 über Par. Oliver Hertl fehlten nach der 79 gar 7 Schläge zum Cut. Viele Wild-Cards für wenige Kandidaten Mit 5 Österreichern erreichen mehr Spieler als erwartet eine Kategorie auf der Alps Tour, dazu kommt noch der fix qualifizierte Clemens Prader. Mit den Wild-Cards, die Österreich pro Turnier zustehen, wird es auch für die zur Halbzeit Ausgeschiedenen internationale Startplätze geben, bei den Events in Österreich sowieso. In den Ergebnislisten findet sich übrigens ein weiterer Österreicher: Denis Struchtrupp ist zwar österreichischer Staatsbürger, lebt jedoch in Portugal und wurde von der britischen PGA genannt. Bei 13 über Par verpasste aber auch er deutlich den Cut. Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72 / Par 73):
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