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Solide wie ein Uhrwerk drehte Thomas Kogler am zweiten Tag in Marokko seine Runde. Druck von seinen Verfolgern bekam der Südsteirer aufgrund des äußerst selektiven Parcours und starken Winds eher wenig, am meisten Sorgen bereitete ihm der eigene Putter: "Es wird im Training von Tag zu Tag besser, es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann auch im Turnier die Putts fallen." Genau zwei Birdieputts waren es am zweiten Spieltag, 30 Putts auf der gesamten Runde, somit konnte der Fontana-Pro nicht von seinem starken, langen Spiel profitieren: "14 Grüns zu treffen, da hätte ein besseres Score heraus schauen müssen". Immerhin rettet er bei seinen vier Krisensituationen auf der Runde dreimal das Par, muss nur einmal ein Bogey auf die Scorekarte schreiben. Mit der Runde von 72 Schlägen verbessert sich Kogler auf insgesamt 5 unter Par, geht damit als Führender in den Schlusstag, nur der Italiener Nicolo Gaggero konnte mit einer 69 am Nachmittag noch gleichziehen. Steiner: Tag der vergebenen Chancen Zwei frühe Birdies bringen Roland Steiner rasch in die Top 10 vor - doch in dieser Tonart ging es für Österreichs Sensationsmann nicht weiter: "Ein ganz schwacher Drive, 50 Meter rechts in den Wald hat mich aus dem Konzept gebracht", fiel der steirische Amateur mit Doppelbogey an der 7 auf Even Par zurück. Ein Birdie an der 10 radiert Steiner am gefürchteten 11. Loch wieder aus. Im Finish droht eine Serie von Fehlern endgültig das gute Score und den Cut zu kosten: ein krummer Drive an der 13, ein Lipp-Out aus 30 Zentimetern an der 15, ein Dreiputt an der 16 - drei späte Bogeys auf der Scorekarte. Nur mit einem nervenstarken Birdie am vorletzten Loch, aus 8 Metern gestopft, rettet er die 75er-Runde, die bei einem Gesamtergebnis von 4 über Par haarscharf für den Cut der besten 40 reicht (Platz 32). Wendling sieht erstmals wieder "rot" Weiter im Aufwind bleibt Ulf Wendling, der sich immer besser auf den schweren roten Kurs von Dar-Es-Salam einschießt. Bei seiner 5. Runde auf diesem Kurs in nur einer Woche war der Tiroler erstmals in den roten Zahlen unterwegs. "Nach einem Bogey an der 11, meinem zweiten Loch, habe ich viele gute Chancen bekommen und auch drei davon genützt". Birdies an der 15, 3 und 5 bringen Wendling ordentlich nach vor, mit ein Grund sind auch gute Saves in kritischen Phasen: "obwohl ich viermal das Grün verfehlt habe, konnte ich jedes Mal das Par retten". Voller Optimismus erreicht Wendling seinen letzten Abschlag, das Par 3 der 9. Bahn - und verzieht den Schlag noch ins Wasser: "Leider ein Doppelbogey am Schlussloch, aber dennoch war das eine saubere Runde Golf", kann Ulf mit einer Par-Runde von 73 Schlägen gut leben - denn immerhin verbessert er sich auf den 20. Platz, hat am Freitag sogar noch Chancen auf die Top 10. Ettl muss um den Cut zittern Weiterhin macht sich dagegen Michael Ettl das Berufsleben schwer: "Eigentlich habe ich recht gut gespielt, aber auf den Grüns nichts gerissen," schildert der Fürstenfelder sein Hauptproblem. Nur ein Birdie auf der Scorekarte, obwohl Ettl mit zwei Bogeys gut davonkommt, ist seine Runde von 74 Schlägen (1 über Par) nicht befriedigend: Denn bei 4 über Par platziert er sich haargenau an der Cutlinie, musste noch den ganzen Nachmittag zittern - schaffte jedoch als vierter Österreicher schlussendlich den Einzug in die Finalrunde. Leo Astl konnte dagegen seine gute Ausgangsposition nicht nützen. Mit 76 Schlägen gelang dem Tiroler auf seiner zweiten Runde zu wenig, bei 5 über Par scheitert er ganz unglücklich und nur um einen Schlag am Cut. Noch nicht in Form präsentierten sich Clemens Prader (77), Thomas Feyrsinger (78), Jürgen Maurer (80) und Klaus Effenberg (89), die allesamt klar den Einzug in die Finalrunde verpassten und mit dem ehemaligen European Tour-Kurs von Rabat nicht zurechtkamen. Scores nach 2 von 3 Runden (Par 73):
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