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Qualifying School
Royal Golf Dar Es Salam, Rabat, Marokko
30. Nov. - 3. Dez., € 3.000
Final:3.12.2005 / 17:00 MEZ Golf-Live.at / Joachim Widl


Roland Steiner


Volle Tourkarte für Steiner

Nur Roland Steiner absolviert die Tourschool der Alps Tour mit vollem Erfolg. Für Ettl, Maurer, Hertl und Lepitschnik bleibt das eingeschränkte Spielrecht für die Saison 2006.

Voller Erfolg für Roland Steiner bei der Tourschool in Marokko. Der Jung-Pro aus dem GC Murtal etablierte sich unter den 35 Musterschülern, die Kategorie 4 für die neue Saison der Alps Tour lösen und damit auch bei den bestdotierten Events zum Einsatz kommen wird. Michael Ettl, Jürgen Maurer, Oliver Hertl und Peter Lepitschnik schaffen am Schlusstag in Rabat nicht mehr den Sprung in die Top 35. Doch auch so darf sich dieses Quartett mit Kategorie 6 ausreichend Startchancen ausrechnen. Mit dem jungen Iren Justin Brink, der seit vielen Jahren in Österreich als Teaching-Pro arbeitet, schafft ein weiterer "halber Österreicher" die volle Tourkarte.

Steiner beweist Nerven und Reife

Eine solide Sicherheitsrunde hätte es bei Roland Steiner werden sollen, mehr brauchte der Neo-Pro aus dem GC Murtal nicht, doch so einfach wurde der Finaltag für ihn nicht: "Ein paar Drives habe ich in den Wald verzogen, daher gleich mit einem Bogey begonnen, somit wurde es noch ein Stück harte Arbeit." Und die verrichtet Steiner mit Bravour, weiß vor allem rund um die Grüns zu überzeugen, wo er die wichtigen Par Saves eiskalt kratzt. Zur Halbzeit der Runde liegt Roland bei Even Par, damit voll auf Kurs, lässt auch auf den Back 9 nichts mehr anbrennen. Mit insgesamt 3 Birdies bringt Roland sogar noch eine 72er-Runde (-1) ins Ziel, kämpft sich damit auf Even Par in der Gesamtwertung zurück und beendet seine zweite Tourschool am hervorragenden 8. Platz.

Starkes Finish zu wenig für Maurer

Nur noch Jürgen Maurer schafft mit der 72 eine respektable Schlussrunde, doch bei 11 über Par bleibt der Pro vom GC Gut Freiberg als 39. haarscharf außerhalb der Top 35: "Aus 14 getroffenen Grüns habe ich immerhin 5 Birdies gemacht, aber ein Doppelbogey hat mir letztlich die Karte gekostet," muss sich Maurer mit Kategorie 6 begnügen.

Selbst ein Eagle hilft Hertl nicht mehr

Trotz starkem langen Spiel scort Oliver Hertl zum Abschluss nur die 78 (+5) und schrammt bei 18 über Par um 8 Schläge an der Kategorie 4 vorbei: "Seit meinem Wechsel zu Wilson sind die langen Schläge weitaus stabiler. Aber mit diesem Kurzspiel kann man schwer unter Par spielen," fasst Oliver seine Stärken und Schwächen zusammen. 7 Mal hat er die Chance aus unter 110 Metern die Fahne zu attackieren - und macht aus diesen Situationen ein Score von 3 über Par. "Mein einziges Highlight war das Eagle auf Loch 12, wo ich perfekten Driver und Eisen 6 geschlagen habe, aus drei Metern verwerten konnte." Außer der Kategorie 6 handelt sich Hertl leider auch eine starke Verkühlung ein, so grimmig kalt war es in Marokko.

Ettl verspielt auf den Back 9

Michael Ettl (79) und Peter Lepitschnik (79) gelingt nicht die notwendige Superrunde, um sich noch in die Top 35 zu spielen: "Auf den Front 9 lag ich schon eins unter Par, doch auf den Back 9 habe ich ziemlich meinen Rhythmus verloren", bekannte Ettl. Zwei Schlagverluste hätte sich Michi bis ins Ziel leisten können - doch statt dessen gab er sieben Schläge ab und schrammte bei 15 über Par noch deutlich an der vollen Tourkarte vorbei.

6 Österreicher zuvor schon qualifiziert

Unsere 5 erfolgreichen Tourschüler gesellen sich zu jenen 6 Österreichern, die dank ihrer guten Leistungen in der abgelaufenen Saison bereits fix für die Alps Tour 2006 qualifiziert waren: Clemens Prader, Florian Prägant, Thomas Kogler, Ulf Wendling, Michael Moser und Leo Astl werden dafür sorgen, dass Österreich auch im kommenden Jahr bärenstark auf der Third Level Tour abschneiden wird.

Für alle anderen heimischen Pros, die erst gar nicht bei der Tourschool antraten oder den Cut nicht schafften, wird es dagegen eng werden. Wie Österreichs Alps Tour-Direktorin Waltraud Neuwirth gegenüber Golf-Live erklärt, können diese Spieler ausschließlich bei den heimischen Events über das nationale Starterfeld antreten, nicht jedoch im Ausland: "Wer dann im Ranking aufscheinen will, muss also eines der heimischen Turniere gewinnen," erläutert Neuwirth die praktische Konsequenz. Auch das auf maximal 132 Spieler reduzierte Teilnehmerfeld wird die Startchancen verringern. Damit wurde das bisher fleißig genutzte Schlupfloch geschlossen, dass Spieler ohne Kategorie dennoch munter zu Einsätzen auf der Alps Tour kamen und die geforderte Mindestanzahl von 6 Turnieren fürs Ranking erreichen konnten.

Final Scores nach 4 Runden (Par 73):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1 BECH CROSA Pol Esp -4 73 70 70 74
2 CHOPARD Alexandre Swi -4 72 69 70 76
3 EL HASSANI Younes Mor -3 73 75 68 72
4 MILLET Julien Fra -3 74 68 71 75
5 EL HALI Abdelkader Mor -2 74 68 75 72
6 LARRAZABAL Pablo Esp -2 74 70 73 72
7 DOMINGO Agus Esp -1 73 74 69 74
8 STEINER Roland Aut 0 74 71 74 72
9 SABRI Mustapha Mor 1 77 71 73 71
10 THALAMY Jacques Fra 1 72 71 75 74
Weiters (alle Kategorie 4):
14 ROMINGER Martin Swi 2 71 73 75 74
19 SULZER Nicolas Swi 5 73 75 77 71
32 KELLNER Maximilian Ger 8 74 72 78 75
33 BRINK Justin Ire 9 79 72 78 71
Kategorie 6:
39 MAURER Jurgen Aut 11 79 70 81 72
55 LI PUMA Franco Swi 14 75 77 74 79
59 ETTL Michael Aut 15 77 75 75 79
64 HERTL Oliver Aut 18 77 70 84 78
65 LEPITSCHNIK Peter Aut 18 77 72 81 79

Hinweis: Bei der Tourschool gibt es keine geteilten Plätze, es wird unter Berücksichtigung der besseren Schlussrunden eine genaue Rangordnung innerhalb der Kategorien festgelegt


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