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UNIQA FinanceLife STYRIAN OPEN
GC Murtal, Spielberg >> Steiermark
24. - 27. August 2006 >> € 50.000

GOLF UNIQA FINANCELIFE STYRIAN OPEN - Offensivgolf im GC Murtal

2. Runde:
26.8.2006 - 19:30 MEZ  Golf-Live.at - J. Widl
 


Steiner greift nach dem Heimsieg

Roland Steiner (69) wahrt seine Siegchance beim Heimspiel. Markus Brier (73) verzweifelt auf den Grüns, Maurer (68) und Kogler (70) setzen sich gut in Szene.

Lokalmatador Roland Steiner setzte sein starkes Heimspiel mit einer 69er-Runde fort, geht von Platz 2 in die Finalrunde. Die erwartete Generalattacke von Markus Brier scheiterte am zweiten Spieltag der UNIQA FinanceLife Styrian Open auf den Grüns, mit denen Österreichs Nummer 1 nicht zurechtkam.

Bei bewölktem Wetter und einem weiterhin perfekt zu spielenden Golfplatz in Murtal ging am Samstag mit einem Tag Verspätung die zweite Runde über die Bühne. Das dafür mit einem Stück Sportgeschichte: der tschechische Neo-Pro Petr Nic schiesst nicht nur mit der 63 einen fantastischen, neuen Platzrekord, sondern sorgt mit dem 36 Loch-Ergebnis von 9 unter Par für die erste Führung eines Tschechen bei einem Profiturnier.

Steiner mit perfekten 27 Golflöchern

Roland Steiner eröffnet seine zweite Runde mit einem Birdie am Par 5 der 10, kommt danach über sein Angst-Par 3, die 11, sicher in Par hinweg. Die erste Startzeit auf frisch gemähten Grüns nützt der Local Hero weidlich aus, macht weitere Schläge auf den kurzen Par 4 der 13 und 15 wett - erreicht damit nach 27 gespielten Löchern bereits 9 unter Par. "Bis dahin fehlerfrei gespielt, Eisen gut zu den Fahnen geschossen, die 3 unter Par waren mehr als nur sicher gespielt," war er bis dahin zu 100 % zufrieden.

Die deutlich kniffligeren Front 9 knöpfen dem 22-jährigen Murtaler gleich drei Schläge ab: "An der 1 war ich im Grünbunker, hatte von dort keine Chance aufs Par." Am knackigen Par 4 der 4 will er beim kniffligen Schlag ins Grün auf Nummer Sicher gehen, leistet sich dann von Grünanfang einen Dreiputt." Auf der vom Abschlag erreichbaren 5 verzockt er sich ebenfalls: "Den Abschlag rechts in die Büsche weggedrückt, von dort konnte ich nur irgendwie rausspielen," ist nach Chip und zwei Putts das dritte Bogey Realität. Mit zwei Birdies hält Steiner jedoch den Aderlass in Grenzen.

Mit der 69 darf der Hausherr mehr als zufrieden sein, setzt er doch bei 8 unter Par eine Bestmarke im Clubhaus, die für den geteilten 2. Platz reichen sollte. "Ich fühle mich super beim Heimturnier einfach super. Geholfen hat auch der Birdieputt am Schlussloch aus 14 Metern, ich bleibe auf ein Topergebnis fokusiert."

Maurer stark, trotz kaltem Putter

Wie überhaupt die Steirer auf der zweiten Runde durch die Bank weg erfolgreich attackieren: Jürgen Maurer spielt sich mit dem Eagle an der 12, seinem dritten Loch, erstmals in die roten Zahlen. Der Freiberger agiert deutlich stärker als am Vortag, kommt jedoch mit den Grüns weiterhin nicht zurecht: doch da er nur ein Bogey einfängt, reicht das Birdie an der 3 um Boden gut zu machen. "Das alte Lied: 16 Grüns getroffen und ausgiebig geputtet. Es gibt hier viele kleine Breaks, mit denen ich meine Probleme hatte." Auf den deutlich schwierigeren Front 9 bleibt Maurer fehlerfrei, holt mit zwei Birdies die 68er-Runde, die ihn auf Platz 11 vorbringen.

Thomas Kogler rettete seine Runde mit einer fehlerfreien zweiten Hälfte, wo er noch zwei Birdies zur 70 spielte - mit den beiden konstanten Runden geht er bei 3 unter Par aussichtsreich in die Finalrunde (Platz 11).

Brier bekam Murtaler Grüns nicht in den Griff

Auch in Runde 2 will das Spiel von Markus Brier nicht ins Laufen kommen: "Zwei schlechte Schläge gemacht, Grünannäherung an der 12 und Abschlag an der 1 ins Wasser geschossen," kassiert er dort zwei Bogeys. Dass Österreichs Golf-Aushängeschild nicht nach vor kommt, hat er den Murtaler Grüns zu verdanken, die ihm gar nicht grün sind: "Ich konnte machen was ich will, diese Grüns lese ich einfach falsch."

Drei Birdies waren die einzige Ausbeute auf seiner Runde, wobei jenes auf seinem letzten Par 3, der 7, erst das Thema Cut klar machte: "Mit drei Birdies kann man nicht tief schießen. An der 5 und 9 habe ich endlich die Puttlinie richtig gesehen - aber jeweils den Ball um einen Zentimeter zu kurz gelassen." Somit schaut nur die 73 (+2) am zweiten Tag heraus, womit der Fontana-Pro bei 1 über Par zumindest einmal den Cut der besten 40 schafft.

Ableidinger, Ruprecht und Wendling cutten spät

Mit Karl Ableidinger gab ein ehemaliger Spitzenpro so richtig Gas: nicht weniger als vier Birdies holt der Wiener auf seinen ersten sechs Bahnen heraus. Danach geht Ableidinger ein wenig die Luft aus, kein Birdieputt fällt mehr, dafür kassiert er drei Bogeys, sichert sich aber mit der 70 bei -1 locker den Cut.

Auch Florian Ruprecht, dem der GC Murtal wie schon im Vorjahr prächtig liegt, presst sich selbst mit 5 Bogeys noch in den Cut. Mit der 73 fällt der Murhofer zwar auf Even Par zurück, das reicht als 25. aber locker für den Cut. Ulf Wendling musste lange zittern, ob seine Par-Runde ihn bei insgesamt 2 über Par noch ins Finale bringen würde - doch als 40. schaffte es der Tiroler gerade noch.

Nur 7 Österreicher qualifizieren sich für die Schlussrunde,alle heimischen Amateure scheiden aus, was auch daran liegt, dass unsere Besten wie Wiesberger und Rieder zur Zeit in Italien bei der Amateur-EM engagiert sind.

Prägant, Wernig out

Titelverteidiger Florian Prägant kämpfte bei seinem Comeback mit stumpfen Waffen: "mehr als 9 Löcher schaffe ich noch nicht ohne Schmerzen. Daher heute drei Wasserbälle gehabt," fasst der Bad Kleinkirchheimer die 75 rasch zusammen, mit der er klar den Cut verpasst. "Ich muss leider das nächste Turnier in Frankreich auslassen, brauche noch mehr Zeit," steht das Gesundwerden nach dem Freizeitunfall im Vordergrund.

Alex Wernig lag dank vier Birdies auf den Front 9 bereits insgesamt bei 4 unter Par, ehe er vollkommen den Schwung verlor. Unser Playing Reporter kassierte danach 5 Bogeys zur 75 und scheitert bei 3 über Par sogar noch am Cut.

Starke Konkurrenz aus Frankreich und Italien

Der Franzose Christophe Brazillier kam mit der 65 bis auf einen Schlag an seinen vorjährigen Platzrekord heran, teilt sich damit mit Roland Steiner den zweiten Platz. Der Italiener Francesco Maestroni folgt nur einen Schlag zurück und wird ebenfalls ein Wörtchen am Finaltag mitreden, wenn es um den Sieg geht. Alles überstrahlt jedoch Petr Nic mit seiner sensationellen Bestmarke von 9 unter Par.




Golf-Live berichtet an allen vier Spieltagen live von der UNIQA FinanceLife Styrian Open.

Alle Spielberichte für der UNIQA FinanceLife Styrian Open:

>> 1. Runde: Steiner daheim eine Macht

>> Vorschau: Offensivgolf in Murtal

Offizielle Internetseite: http://www.styrianopen.at



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