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Nur Platz 25 nach 71er-Runden, 7 Schläge hinter Auftaktleader Christophe Brazillier: Feyrsinger, Prader und Menut mussten sich etwas einfallen lassen, wollten sie noch in den Kampf um den Titel bei der UNIQA FinanceLife Styrian Open 2005 eingreifen. Und die Favoriten fackelten nicht lange herum. Aber auch Überraschungsmann Florian Prägant zuckte mit keiner Wimper und prolongierte seinen Erfolgslauf.
Der Mann mit den 9 Birdies Thomas Feyrsinger kann sich schon nach den ersten 9 Löchern unter die Top 10 zurückkämpfen. "Ich habe zwar mit zwei Dreiputts begonnen, aber dann einen kleinen Birdielauf bekommen," stapelt er angesichts seiner folgenden 5 Birdies tief. Mit gesamt 5 unter Par geht der Kitzbühler in die zweite Hälfte. In dieser Tonart geht es auch weiter, nur im Finish übertreibt es Österreichs Bester auf der Alps Tour ein wenig: zwei Bogeys auf der 7 und 8 verhindern eine Rekordrunde. Immerhin beendet Feyrsinger den 2. Tag stilgerecht mit seinem 9. Birdie auf der ultraschweren 9. Bahn, schießt sich mit der 66er-Runde in die Spitzengruppe zurück (Gesamt 7 unter Par): "Mein kurzes Spiel ist wieder vorhanden," erklärt er sich die Leistungsexplosion. Zum Mann des Tages wurde jedoch ein Amateur: Florian Prägant bestätigt auch am Samstag seine aktuelle Superform. Nach verhaltenem Start an der 10 läuft der Bad Kleinkirchheimer zur Halbzeit erst richtig heiß: Eagle am Par 5 der 1, Birdie an der 2, die Par 5 schnupft er geradezu auf und übernimmt nach der 66er-Runde ganz klar die Führung bei 11 unter Par: "Innerhalb von 3 Metern habe ich alles gelocht. Morgen setze ich voll auf Angriff, ich hoffe das Turnier zu gewinnen," tönt er im Interview nach seiner Superrunde selbstbewusst. (Alle Spielerinterviews als Audio-Stream im >> Styrian Open Web-Radio)
Prader sind die Grüns zu stumpf Mit der Feinabstimmung auf den Grüns kämpfte Clemens Prader, wie er im Radio-Interview mit 89,6 nach seiner Runde bekannte (zu hören über die Startseite unter "Die Spieler im O-Ton"): "Die Grüns sind super, aber ich bin die Fontana-Grüns noch gewohnt." Somit blieben trotz starkem langen Spiel die Birdies eher Mangelware, erst im Finish fielen einige Putts: "Ich glaube, jetzt habe ichs heraussen, ich muss die Putts viel schärfer spielen, so konnte ich einige reinschiessen." Die 70er-Runde bringt den Tiroler auf 3 unter Par vor: wahrscheinlich schon zuviel Rückstand um in den Titelkampf einzugreifen, aber ein Topergebnis ist locker drinnen.
Kogler startet verhalten Nicht nach Wunsch verläuft der zweite Tag für Thomas Kogler. 2 Bogeys auf den leichten Par 5 Löchern (10 & 12) schmerzen doppelt, dann ein Spieler wie Thomas kann dort von Fixbirdies ausgehen. Unrund läuft sein Spiel weiter, die wenigen Birdies werden von weiteren Bogeys aufgefressen. Menut: Mister Beständig Wie auf Kommando ist auch Cedric Menut wieder im Rennen. Der Dominator der heurigen Alps Tour-Saison kommt zwar weiter nicht ganz mit den Grüns zurecht, vier Birdies sind von den Pros in Murtal rasch abgeholt. Doch der für sein ungemein sicheres Spiel bekannte Franzose bügelt eine bogeyfreie 68er-Runde nach Hause und spielt sich bei 5 unter Par in die Top 10 vor.
Die Pechvögel von Murtal Michi Moser wurde nach der ersten Runde disqualifiziert, da er ein falsches Score unterschrieben hatte: statt einer 4 notierte er eine 3 - was auch keinen Unterschied mehr machte, statt der 79 hätte korrekt eine 80 gezählt. Steve Waltman, Zweitplatzierter zum Auftakt, startete von der 10 weg mit einer "11" - nach drei Outbällen auf diesem gefürchteten Par 5, wo sich links die Platzgrenze bis zum Grün hinzieht. "Meine Rückenbeschwerden wurden wieder akut, an der 11 kam ich vom Tee gerade einmal 50 Meter weit." Doch der Powerhitter biß sich auch ohne Power durch und schaffte trotz einer 81 noch den Cut bei 2 über Par.
Der Kampf um den Cut Die Spieler am Nachmittag kämpften überwiegend um den Cut und weniger um die Spitzenplätze. Ausnahme war der Murhofer Pro Florian Ruprecht, der sich mit einer weiteren 69 auf Platz 6 vorarbeitete. Beflügelt vom Beispiel Prägants zeigen auch andere junge Amateure wie Tano Kromer, Imre Vasvary, Norbert Kirchner oder Gerhard Koruna starke Leistungen. Gleich 7 heimische Amateure sind beim morgigen Finale noch dabei. Der Cut der besten 40 Pros lag bei 2 über Par.
Scores nach 2 von 3 Runden (Par 72):
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