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Eva Steinberger erweist sich das zweite Jahr in Folge als Musterschülerin und erkämpft sich beim Tourschool-Finale mit der 76 die volle Tourkarte (Kategorie 8, Rang 12) für die Ladies European Tour. Nicole Gergely muss nach einer müden 78 ins Playoff um die letzte volle Tourkarte, wo sie am ersten Extraloch ausscheidet, sich damit mit einer Conditional Card (Kategorie 10) begnügen muss. Steinberger nie in Gefahr Eine Sicherheitsrunde war zum Abschluss gefordert, und Eva Steinberger spielte ihren Stiefel trocken herunter. Ein Par nach dem anderen spulte die 22-jährige im Stile eines Routiniers ab, das tägliche Bogey am Par 5 der 9 konnte sie sich locker leisten. Das kurze Par 4 der 12 bleibt ihre Lieblingsbahn, hier holte sich die Spielbergerin ihr einziges Birdie der Finalrunde ab. Im letzten Drittel passieren Eva noch drei Bogeys, die ihr ein paar Hundert Euro Preisgeld kosten, aber die Tourkarte nicht annähernd mehr gefährden: "Ich hatte im Finish mit Magenproblemen zu kämpfen, die Tourschool ist einfach ein Riesenstreß." Mit der 76 zum Abschluss beendet Steinberger die Tourschool 2006 bei 4 über Par auf dem 12. Rang (nach Platz 18 im Vorjahr) und schafft mit fünf Schlägen Puffer den Wiederaufstieg mit einer vollen Tourkarte für die LET: "Ich bin überglücklich, dass es geklappt hat," hatte Eva allen Grund zum Strahlen, "Alle, die hier spielen, können gut golfen. Das Ganze ist ein unglaublicher Stress, vergleichbar mit der Matura," hat sie sich daher für die Zukunft das Motto "Nie mehr Schule" ausgegeben. Doppelbogeys kommen Gergely teuer Ihre schwächste von 6 Runden hob sich Nicole Gergely ausgerechnet für den Finaltag der Tourschool auf. Nur eine hohe 70er-Runde benötigte Österreichs Ranglistenerste bei den Amateuren für die große Tourkarte , vielleicht agierte sie deshalb ein wenig mit angezogener Handbremse: "Heute habe ich leider schlecht gespielt, und das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt." Mit Bogey und Doppelbogey verspielte Nic schon den Großteil ihres Puffers auf den ersten beiden Spielbahnen, bevor sie langsam zu ihrem gewohnt sicheren Spiel fand. Nach einem Birdie am Par 5 der 9 war zur Halbzeit wieder alles im Lot, "schade, dass ich zuvor einige Putts nicht lochen konnte." Doch auf den Back 9 ging der Aderlass an ihrem Score munter weiter. Bogeys an der 11 und 12 brauchten den Rest ihres Guthabens auf, das Doppelbogey am Par 3 der 16 warf sie dann endgültig aus den Top 30 hinaus: "Ich dachte aufholen zu müssen, habe die kurz hinter dem Wasser gesteckte Fahne an der 16 attackiert, das Eisen aber nicht gut getroffen und den Ball ins Wasser befördert." Erst das Birdie am abschließenden Par 5 brachte sie überhaupt in das Playoff mit 6 Mitstreiterinnen um die 30. und letzte Tourkarte: "Dass gleich 7 Spielerinnen um eine Karte kämpfen müssen, ist ein bisschen viel Druck." Doch typisch für den verkorksten Finaltag scheitert Gergely schon am ersten Extraloch mit einem Par und muss sich somit mit der Conditional Card (Kategorie 10) begnügen. Doch auch damit wird sie zu 7 bis 10 Starts in der neuen Saison kommen - eine ausreichende Basis um ins Profilager zu wechseln: "Los geht es im Jänner mit ein paar Turnieren auf der Asien Tour, dafür werde ich mich vor Ort mit meinem Pro Alexander Marx intensiv vorbereiten." Im Playoff war die Amerikanerin Anna Temple die Glückliche, die gegen 6 Kolleginnen die letzte Tourkarte einsackte. Dazu spielte Temple sowohl am ersten wie auch am zweiten Extraloch ein Birdie, mit einem Chip-In entschied sie das Stechen für sich. 5 heimische Proetten auf (welcher) Tour? Mit Fink, Steinberger und Gergely besitzen somit wiederum drei heimische Proetten ein Spielrecht auf der europäischen Damentour. Da Steffi Michl und Kathi Werdinig ins Profilager wechseln, könnten Österreichs Golfdamen bei manchen Events sogar zu Fünft an den Start gehen. Denn einen Tag nach Michl rückte die 19-jährige Kathi mit ihrer Entscheidung heraus und wird bereits im Jänner bei der Turnierserie der südafrikanischen Damentour erstmals als Proette aufteen. Michl und Werdinig können jedoch nur bei maximal zwei Events der LET starten (Heimatturnier + eine Einladung), mehr lässt das Regulativ nicht zu. Also bleibt nur das karge Brot auf der skandinavischen Telia Tour, wo man gegen starke Konkurrenz Turnierpraxis sammeln, aber wenig verdienen kann. Belgischer Sieg bei der Tourschool Dank der 71er-Schlussrunde fängt die Belgierin Ellen Smets noch die Australierin Sarah Kemp ab und gewinn die Tourschool der LET. Beide kommen zwar bei 4 unter Par ins Ziel, doch die bessere Finalrunde gibt für Smets den Ausschlag. Traditionell gibt es bei der Tourschool keine geteilten Plätze, sondern es wird für das Jahresranking durchgereiht, bei gleichem Endergebnis zählt die bessere Finalrunde. Somit wird Eva Steinberger 12. der Tourschool, damit ist sie im Ranking auf Platz 12 der Kategorie 8. Auch die Deutschen und Schweizer dürfen sich über Zuwachs auf der Damentour freuen, Bettina Hauert, Florence Luscher und Frederique Seeholzer erkämpfen ebenfalls die volle Tourkarte. Für zusätzlichen "optischen Aufputz" wird Australiens Glamour-Girl Anna Rawson in der neuen Saison sorgen (http://www.annarawson.com ), die nach einem Modell-Vertrag mit Chanel und über die US Futures-Tour kommend, nun dank Platz 4 bei der Tourschool nach Europa übersiedeln wird. Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
* Im Playoff um die letzte Tourkarte am ersten Extraloch mit einem Par
gescheitert
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