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Indoor-Test Outdoor

Special:

29.6.2006 - 10:20 MEZ


Der Reality-Check

Spannende Frage: Was zeigt ein Indoor-Simulator an, wenn man ihn auf der Driving Range aufstellt? FlightScope besteht die Bewährungsprobe im zweiten Teil des Golf-Live Simulatortests souverän.


Im ersten Teil des großen Golf-Live Indoortests überprüften wir, welche Ballflugdaten die beiden Systeme FlightScope und Golfmaster bei ein und demselben Golfschlag anzeigen - und waren verblüfft angesichts der großen Messdifferenzen >> Ich ver-miss Dich.

Was im Indoortest nicht zu beantworten war: welches Gerät simuliert eher realitätsgetreu den Ballflug? Das mobile System FlightScope, dessen Radartechnik auch im Indoorsimulator AboutGolf zum Einsatz kommt, hatte sich nun auf der Driving Range im GC Föhrenwald dem "Reality Check" zu stellen. Zeigt der Swing-Analyzer die tatsächliche Schlaglänge und Landezone an, die wir auf der Driving Range-Wirklichkeit mit eigenen Augen überprüfen konnten?

Vier Testpersonen, unter anderem Peter Leitgeb (Foto) und Head-Pro Fredrik Magnusson, schlugen Dutzend Bälle. Verblüffend, dass der Radarwinzling drei Meter hinter dem Spieler jeden einzelnen Ballflug zu 100 % wirklichkeitsgetreu wiedergab: vom Abflugwinkel über Ballhöhe, Flugkurve bis zur exakten Carry-Schlaglänge und der Abweichung aus der Richtung ließ sich das Schlagergebnis metergenau wiedergeben.

Nicht nur die perfekten 240 Meter-Drives von Fredrik Magnusson, selbst absolute "Gurken", die von den Hobbyspielern zwangsläufig eingestreut wurden, gab FlightScope schonungslos wieder und analysierte die Ursache für die Miss-Hits. Auch getoppte Bälle, Shanks, Snap-Hooks, bildete der FlightScope perfekt auf dem Laptop-Display ab. Nur wenn der Ball zu weit links startete, der Körper somit den Ball im Flug abdeckte, verlor das Radargerät logischerweise den Ball aus den Augen.

Alle Ergebnisse wurden im "Outdoor-Modus" von FlightScope gemessen, wo der Ball über die gesamte Flugstrecke verfolgt wird. Um den "Reality-Check" perfekt zu machen, schalteten wir das Gerät in den "Indoor-Modus" um, so wie er in der Halle am Golfsimulator zum Einsatz kommt und wo nur die ersten paar Meter Ballflug bis zum Einschlag in die Leinwand gemessen werden können, das Schlagergebnis also vom Gerät hochgerechnet werden muss.

Indoor-Modus auch Outdoor-tauglich

Doch selbst der Indoor-Modus liefert auf der Driving Range gute Ergebnisse. Völlig korrekt werden nachwievor Schlaglänge, Abflugwinkel und Flughöhe angezeigt. Probleme bekommt FlightScope nur mit der seitlichen Abweichung, die Messdistanz ist offensichtlich zu kurz, um den Einfluss von Fade und Draw auf den Ballflug ganz exakt wiederzugeben. Die Tendenz ist zwar richtig, doch die seitliche Streuung der Schläge wird zumeist im Indoormodus unter- oder überschätzt.

"Wenn ich nur aufhören könnt": selbst bei brütender Hitze entwickelte FlightScope bei den Testern auf der Driving Range einen gefährlichen "Suchtfaktor". Vor allem verführt der Radarwinzling dazu, verschiedene Schläge auszuprobieren und nach jedem Schlag zu analysieren, wie der Schläger an den Ball gekommen ist. Perfekt zur Fehlersuche im eigenen Golfschwung. So viel Spaß hat die Übungswiese noch nie gemacht.

Mehr Informationen zu FlightScope bei GolfSim