Kategorie: News Ticker

Johannes Steiner Golf-Live.at 2015

2. Sieger im Stechen

MCNEILL OPEN: Johannes Steiner mit bestem Karriereergebnis und erst im Stechen gegen Hinrich Arkenau mit Eagle geschlagen.

Nur hauchdünn schrammt Johannes Steiner beim Deutschland-Auftakt der Pro Golf Tour an seinem ersten Sieg vorbei. Der Salzburger zwingt mit bester Turnierrunde von 67 Schlägen im Golfclub Glashofen-Neusass den Deutschen Hinrich Arkenau in ein Stechen, dass dieser mit einem Paukenschlag gewann: „Ich habe das 1. Extraloch gar nicht fertiggespielt, weil er ein Eagle gemacht hat,“ hat Steiner im Playoff nichts zu lachen, „aber das lange Spiel war im gesamten Turnier sehr gut und ab Mitte der 2. Runde war auch das Putter erfolgreich.“

Leo Astl führte das heimische Kontingent beim Deutschland-Auftakt der Pro Golf Tour im Golfclub Glashofen-Neusass an. Mit zwei Par-Runden schwimmt der Walchseer im Mittelfeld ins Finale. Johannes Steiner sorgt dank der geteilt besten zweiten Runde von 68 Schlägen für ein rotweißrotes Duett am Schlusstag.

Steiner schließt nahtlos an die birdiereiche Aufholjagd vom Vortag an und sorgt auch am Dienstag für mächtigen Schub nach oben am Leaderboard. Vier Birdies auf fehlerlosen Front 9 spülen den Salzburger in die absolute Spitzengruppe nach vor. Steiner setzt nach und postet mit der 67 die beste Turnierrunde aufs Leaderboard. Bei insgesamt 6 unter Par stürmt er in ein Stechen um den Sieg gegen den Deutschen Hinrich Arkenau. Erst dort muss er sich dem Lokalfavoriten geschlagen geben, dem mit Eagle am 1. Extraloch ein besonderes Gustostückerl gelingt. Steiner erreicht aber auch mit Platz 2 sein bislang bestes Karriereergebnis.

Astl wird von einem frühen Doppelbogey gebremst und locht auch in der Anfangsphase nicht die geforderten Putts um voranzukommen. Auf den letzten 9 verliert Leo seine Sicherheit der Vortage und stürzt mit der 77 noch tief bis auf Platz 46 ab.

>> Leaderboard McNeill Open

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Trocken heimgespielt

NATIONALE OFFENE MS – FINAL: Hamza Amin und Leonie Bettel (Am) spielen im GC Klagenfurt-Seltenheim den Sieg trocken nach Hause. Amateur Max Steinlechner verteidigt seinen Staatsmeistertitel.

Österreichs traditionreichstes Golfturnier, die Nationale Offene Meisterschaft, geht ab Donnerstag in Klagenfurt Seltenheim über die Bühne. Nach dem angedrohten Spielerstreik im Vorjahr angesichts des laufend reduzierten Preisgelds griff der ÖGV auch heuer wieder tiefer in die Schatulle und offeriert zumindest wieder 20.000 Euro Gage für die besten Pros und Proetten.

Zum Auftakt wussten mit Routinier Jürgen Maurer und Tobias Nemecz zwei Mitfavoriten auf den Sieg zu überzeugen. Hamza Amin gab dann aber am Freitag das Tempo vor, zog an Maurer vorbei und sicherte sich vor dem Wochenende die Führung. Am Samstag baute der österreichisch-pakistanische Doppelstaatsbürger dann seinen Vorsprung sogar aus und geht mit satten sechs Schlägen Vorsprung auf Oliver Rath in den Finaltag. Leonie Bettel präsentierte sich an den ersten Tagen ebenfalls in einer eigenen Klasse und erarbeitete sich sogar gleich acht Schläge Vorsprung auf Emma Spitz und Janika Rüttimann.

Nichts anbrennen lassen

Am Finaltag lässt Hamza Amin dann nichts mehr anbrennen. Der Tiroler kommt zwar mit der 71 (-1) nur noch knapp in den roten Bereich, die beherzte Aufholjagd von Zukunftshoffnung Max Steinlechner – er notiert eine 65 (-7) – kann er so aber noch um einen Schlag abwehren. Max kann sich jedoch mit der erfolgreichen Verteidigung des Staatsmeistertitels trösten, da er in Kärnten klar bester Amateur wird. Rang 3 geht an Routinier Jürgen Maurer, der mit der 64 (-8) wieder deutlich die Birdiespur findet.

Deutlich klarer sieht die Sache bei den Damen aus, denn Leonie Bettel darf sich trotz einer 74er (+2) Schlussrunde über einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg freuen. Die US-College Studentin zeigt ihr volles Potenzial und hält Emma Spitz – das bald ebenfalls aufs College wechselnde Supertalent notiert am Sonntag die 69 (-3) – bei gesamt 5 unter Par mit drei Schlägen auf Distanz. Leonie löst damit auch Janika Rüttimann, die mit der 71 (-1) 3. wird, als Staatsmeisterin ab.

„Die Woche war sehr gut, vor allem an den ersten drei Tagen habe ich super gespielt. Mein langes Spiel war solide und es sind auch einige Putts gefallen. Die heutige Runde war etwas schwieriger für mich, da ich nicht mehr so viel lochen konnte wie an den restlichen Tagen. Der Platz war in einem super Zustand und die Wetterbedingungen waren auch ideal zum Scoren“, so Leonie Bettel, die zum bereits zweiten Mal Staatsmeisterin wurde.

>> Leaderboard Nationale Offene MS

Foto: GEPA pictures

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Ränge gutgemacht

ALPS DE ANDALUCIA – FINAL: Timon Baltl marschiert am Finaltag mit einer 68 noch bis auf Rang 14 nach vor. Bacher, Goger, Weinhandl und Neumayer müssen sich mit schwarzen Scores zufrieden geben.

Timon Baltl cuttete mit Runden von 71 (-1) und 75 (+3) Schlägen gerade noch genau an der Cutmarke in den Finaltag und hat dementsprechend am Samstag nichts mehr zu verlieren. Genau so legt der Youngster dann die Runde auch an und liegt nach zahlreichen Birdies sogar bereits unter den Top 10, ehe er mit späten Fehlern wieder etwas an Boden verliert.

Timon startet auf den Backnine und darf sich schon bis zur 16 über vier Birdies freuen. Selbst ein Bogey danach bremst den Schwung nur kurzzeitig ein, denn auf den ersten neun Bahnen legt er noch drei weitere Birdies nach und liegt so nach 16 gespielten Bahnen sogar bereits auf Rang 8. Erst ein schwarzes Finish mit zwei abschließenden Bogeys lässt ihn dann „nur“ die 68 (-4) unterschreiben, was aber immerhin noch für Rang 14 reicht.

Kaum Zählbares

Die übrigen Österreicher können es am Finaltag ihrem Landsmann nicht gleich tun und büßen meist noch einige Ränge ein. H.P. Bacher muss sich nach der 74 (+2) mit Rang 20 zufrieden geben. Robin Goger macht zwar mit der 72 (Par) noch ein paar Ränge gut, mehr als der 26. Platz ist für ihn aber nicht zu holen. Uli Weinhandl mit der 76 (+4) und Bernard Neumayer mit der 73 (+1) beenden das Turnier auf Rang 31.

Alexandre Daydou (FRA) sichert sich nach der 66 (-6) und bei gesamt 10 unter Par den Sieg.

>> Leaderboard Alps de Andalucia

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Bernd gibt Update

Bernd Wiesberger gibt bei einem Pressegespräch am Moving Day des Shot Clock Masters ein Update über seine Handgelenksverletzung. Golf-Live.at war zwar nicht eingeladen, da wir jedoch von Kollegen einen Mitschnitt erhielten, können wir dennoch die wichtigsten Aussagen im O-Ton Bernd Wiesberger wiedergeben:

„Generell ist es so, dass eben die Sehne leicht eingerissen ist und dass der Bandapparat rundum so verletzt ist, dass es bei Bewegungen und Rotation des Handgelenks zu Schmerzen kommt. Am Dienstag habe ich am Platz versucht ein paar Chipshots zu beginnen. Leider nicht ganz so verlaufen wie ich mir das vorgestellt habe, ich hatte noch ein bisserl Schmerzen bei längeren Chips und beim Halten des Schlägers in einer abgewinkelten Position. Daher habe ich leider wieder aufhören müssen mit dem Versuch.

Zur Zeit versuche ich mit physiotherapeutischen Übungen das Handgelenk zu stabilisieren, gewisserweise zu stärken, soweit es eben geht. Die gesamte linke Seite ist schon ein wenig abgeschwächt durch Verletzung und die Nichtspielerei. Aber ich bin guter Dinge, dass die nächsten Wochen wieder positiv verlaufen werden und zeitnah mit golferischen Tätigkeiten wieder begonnen werden kann. So früh wie möglich, aber nicht unkontrolliert wieder an Golf und Turniergolf gedacht werden kann.“

Frage: Wann der Wiedereinstieg? „Die erste Diagnose war, dass es vielleicht fünf, sechs Wochen dauert. Dann denkst Du, dass Du vielleicht wieder bei der BMW dabei bist oder in Frankreich. Aber dann musst Du es wieder neu ansetzen. Im Hinterkopf ist natürlich, dass ich bei ein paar Turnieren, wo ich gerne dabei bin, es sich ausgeht, aber da muss man dann vorsichtig sein, weil zu einem gewissen Zeitpunkt wird es dann auch zu einer mentalen Geschicht, dass dann Dinge, die Du nicht beeinflussen kannst, wie ein Heilungsprozess, oder stark beeinflussen kannst, dann zu etwas werden, was Dich mental ordentlich zurückhaut. Dass ich dann auch das Vertrauen habe, dass der gesamte Apparat wieder funktioniert so wie vorher, wenn nicht besser.“

Anmerkung: Die Turniere nach der Open de France wären im wesentlichen die Scottish Open und die Open Championship, die somit bei positivem Heilungsverlauf noch möglich wären.

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Leo Astl

Auf der Überholspur

ST. PÖLTEN OPEN – FINAL: Leo Astl marschiert mit einer knallroten Finalrunde im GC St. Pölten noch bis auf Rang 4 nach vor.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Abstecher auf die Alps Tour hoffen Leo Astl und Co auf mehr Spielglück in Niederösterreich, wenn die Pro Golf Tour ein zweites Gastspiel in der Alpenrepublik gibt. Im Golfclub St. Pölten geht es ab Mittwoch bei der Raiffeisen Pro Golf Tour St. Pölten 2018 golferisch ordentlich zur Sache.

Bei dem Dreitagesturnier mit 30.000 Euro Preisgeld cutten schlussendlich sieben Österreicher in den Finaltag und geben dabei ein durchaus bunt gemischtes Bild ab. Während mit Leo Astl, Jürgen Maurer, Clemens Prader und H.P. Bacher vier Routiniers in den Freitag einziehen, runden die Jung-Pros Robert Molnar, Benny Weilguni und Amateur Luca Denk das Bild ab.

Am Finaltag gibt Leo Astl dann von Beginn an Vollgas und marschiert mit unglaublichem Tempo – der Tiroler notiert auf seinen Frontnine bei einem Bogey gleich vier Birdies und sogar ein Eagle – bis ins Spitzenfeld nach vor.

Kaum auf den hinteren Neun angekommen geht sich dann auf der 10 schon ein weiteres Birdie aus, ehe der Schwung spürbar abreißt und Leo auch noch ein Bogey einstecken muss. Mit der 66 (-5) marschiert er aber noch bis auf Rang 4 nach vor.

Amateur Luca Denk gibt in dieser Woche einmal mehr eine Talentprobe ab und beendet mit der finalen 71 (Par) das Turnier im soliden Mittelfeld. Nur um einen Schlag zurück rangiert H.P. Bacher nach der 70 (-1) und auf Rang 25. Jürgen Maurer (74) und Benny Weilguni (70) teilen sich Rang 34. Robert Molnar (74) wird 38. Clemens Prader beendet das Turnier nach der 72 (+1) auf dem 41. Platz.

John Allen (Am) (GER) gewinnt mit einer 67er (-4) Schlussrund und bei gesamt 15 unter Par das niederösterreichische Pro Golf Tour Turnier.

>> Leaderboard St. Pölten Open

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Nur knapp geschlagen

GÖSSER OPEN – FINAL: Titelverteidiger Lukas Nemecz wirft am Finaltag in Maria Lankowitz noch einmal alles in die Waagschale, kann aber trotz der 67 Santiago Tarrio nicht mehr gefährlich werden und muss sich heuer mit Rang 2 zufrieden geben.

Lukas Nemecz Formkurve zeigt auch Abseits der Challenge Tour weiterhin eindeutig in die richtige Richtung. Der Steirer, der als Titelverteidiger ins Heimevent startete, zeigte sich nach der 70 (-2) am Donnerstag nur bedingt mit seiner Leistung zufrieden. Auch den zähen zweiten Spieltag – Lukas musste wegen des überfluteten Terrains seine Runde am Samstag zu Ende spielen – absolvierte er mit der 69 (-3) nicht ganz nach seinem persönlichen Geschmack.

Genau dieser Rückstand ist es auch, der schlussendlich die erfolgreiche Titelverteidigung verhindert, denn Lukas zeigt am Samstag bei perfekten Golfverhältnissen seine eindeutig beste Leistung der gesamten Woche. Er startet auf der 5 und kann schon rasch die ersten Birdies notieren, ehe es etwas zäh über die nächsten Löcher dahingeht.

Erst ab der 15 bringt er wieder Farbe aufs Tableau und kann dank vier weiterer Birdies auch ein mehr als unangenehmes Par 5 Bogey durchaus verkraften. Am Ende marschiert er mit der 67 (-5) über die Ziellinie und pendelt sich auf Rang 2 wieder ein. Lediglich Santiago Tarrio ist in dieser Woche eine Nummer zu groß. Der Spanier spielt richtig starkes Golf, lässt mit der 68 (-4) nichts mehr anbrennen und sichert sich bei gesamt 13 unter Par schließlich überlegen mit drei Schlägen Vorsprung den Titel.

„Ich bin heute mit meiner kämpferischen Leistung und auch mit dem Ergebnis zufrieden. Spielerisch ist mir aber nicht alles gelungen. Ich habe mich immer wieder durch schlechte Schläge aus dem Rhythmus gebracht. Aber wie gesagt, ein 2. Platz ist kein schlechtes Resultat. Ich weiß, wie schwer es ist, auf der Alps Tour zu gewinnen“, so Lukas Nemecz nach dem Turnier.

Wie in alten Zeiten

Brier_1801_333Es mutet in diesem Jahr wie eine kleine Zeitreise an. Blickt man etwa 6 bis 10 Jahre zurück, so war es gang und gäbe, dass Markus Brier bei einem Turnier ganz vorne zu finden ist. Doch mittlerweile schreiben wir das Jahr 2018 und Markus Brier zählt mittlerweile stolze 49 Lenze. Nur wenige Wochen vor seinem Debüt auf der Senior Tour, wie >> hier im Detail nachzulesen ist, zeigt der Senior, dass er mehr als bereit ist um wieder voll ins Turniergeschehen einzusteigen.

Das Turnier beginnt auf pitschnassem Geläuf am Donnerstag mit der 69 (-3) bereits durchaus nach Plan und Markus meinte danach selbst, dass er sein Spiel schon in etwa bei 80 bis 85 Prozent dort hat, wo er es selbst haben möchte. Selbst die Aufsplittung seiner zweiten Runde auf zwei Tage brachte ihn keineswegs aus der Ruhe und er marschierte am Samstag Vormittag mit einer 68 (-4) durchs Ziel, was ihm eine richtig gute Verfolgerrolle auflegte.

Am Nachmittag drückt der bald 50-jährige dann spürbar von Beginn an aufs Tempo und schließt sogar rasch die Lücke auf den an der Spitze stehenden Spanier. Danach ebbt der Schwung zunächst etwas ab und er muss auf der 7 sogar ein Bogey einstecken. Dieses spornt ihn aber sichtlich an, denn nach drei weiteren Birdies ist er plötzlich bis auf einen Schlag am Spitzenreiter dran.

Am Ende allerdings macht sich dann das kräfteraubende Turnier auf dem tiefen Boden doch spürbar bemerkbar, denn mit drei Bogeys auf den verbleibenden fünf Bahnen büßt er doch etliche Plätze ein, kann so klarerweise ins Titelgeschehen nicht mehr eingreifen und bringt sogar gerade noch mit der 71 (-1) eine rote Runde zum Recording. Dennoch zeigt Markus Brier mit Rang 7, dass er schon mehr als nur bereit ist um auf der Senior Tour einzusteigen.

Zum Turnierverlauf meint er danach: „Im Finish bin ich müde geworden. Da ist mir ganz einfach die Konzentration verloren gegangen, deshalb sind mir auf den letzten fünf Löchern auch noch drei Bogeys unterlaufen. Aber mein Spiel an sich hat wirklich gut funktioniert. Wenn mir vor dem Turnier jemand gesagt hätte, dass ich mit einem Top-Ten-Platz nach Hause fahre, hätte ich das sofort untersc

Nächste Talentprobe

Amateur Max Steinlechner legt im GC Erzherzog-Johann einmal mehr eine Talentprobe ab. Der Amateur vom GC Innsbruck-Igls ließ zunächst mit zwei 70er (-2) Runden im Kampf um den Cut nichts anbrennen, hebt sich aber das Beste noch für den Schluss auf. Max findet dabei nur etwas behäbig in den Tag und liegt nach 11 Bahnen sogar bei 1 über Par, dann aber dreht das Talent richtig auf.

Mit fünf Birdies auf den verbleibenden sieben Bahnen spielt er sich noch zu einer richtig sehenswerten 68 (-4), zieht so mit Riesenschritten an der Konkurrenz vorbei und pendelt sich erst an der Seite von Markus Brier auf Rang 7 wieder ein und wird so immerhin gemeinsam mit dem Evergreen zweitbester Österreicher in Maria Lankowitz. Max rechtfertigt damit auch eindrucksvoll seine Nominierung als Top-Amateur für das in zwei Wochen stattfindende Shot Clock Masters in Atzenbrugg.

Mit dem 7. Rang gewinnt er dazu noch die Amateurwertung der Gösser Open, worüber er sich sichtlich nach der Runde freut: „Ich bin in der Amateurwertung hier schon zweimal 2. geworden, deshalb ist die Freude groß, dass es heuer mit dem Sieg geklappt hat. Es fühlt sich extrem gut an, dass ich die Runde noch so ins Positive drehen konnte.“

Knapp verpasst

Regner_1803_330Timon Baltl (70), Johannes Steiner (69), Uli Weinhandl (70) und Jürgen Maurer (72) verpassen als geteilte 11. nur hauchdünn einen Top 10 Platz in der Steiermark. Der an den ersten beiden Tagen groß aufspielende Amateur Niklas Regner kann sein Spiel am Samstag nicht mehr so traumwandlerisch durchziehen und rutscht mit der 76 (+4) aus der geteilten Führung noch bis auf Rang 20 zurück.

Tobias Nemecz (70) als 27., Florian Ruprecht (74) als 40., Amateur Max Lechner (75) als 42. sowie Clemens Gaster (76) als 43. komplettieren das österreichische Dutzend im Finaltag.

>> Leaderboard Gösser Open

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Juergen Maurer 2015

Regen als Spielverderber

GÖSSER OPEN – 2. RUNDE: Heftige Regenfälle fluten am Nachmittag in Maria Lankowitz das Terrain und machen ein Weiterspielen unmöglich. Bei der Fortsetzung am Samstag agiert dann Sensationsmann Niklas Regner (Am) weiterhin grandios und geht nach 36 fehlerlosen Löchern sogar aus der geteilten Führung in die letzte Runde.

Update vom 26.5.2018:

Niklas Regner (Am) bleibt trotz der Aufsplittung seiner zweiten Runde der eingeschlagenen Linie treu und marschiert mit einer 68 (-4) und weiterhin fehlerfreiem Golf in die geteilte Führung und cuttet so als größte österreichische Hoffnung in den Finaltag.

Insgesamt stehen mit Markus Brier, Jürgen Maurer, Timon Baltl, Uli Weinhandl, Lukas Nemecz, Johannes Steiner, Florian Ruprecht, Clemens Gaster, Tobias Nemecz sowie den Amateuren Max Steinlechner und Max Lechner  gleich 12 Österreicher im Finale und damit gleich viele wie im letzten Jahr.

Vom 25.5.2018:

Nach dem ersten Spieltag lagen beim Heimevent in Maria Lankowitz gleich 17 heimische Spieler auf Kurs in Richtung Finaltag. Beim zweiten Umlauf zeigen dann die Routiniers Maurer und Weinhandl mit starken Leistungen rasch den Erfolgsweg vor: Jürgen Maurer agiert am Freitag zwar nicht mehr so spektakulär wie noch zum Auftakt, spielt aber über weiteste Strechen richtig solides Golf.

Zwar muss er zum Start auf der 10 ein anfängliches Bogey einstecken, dreht aber noch vor dem Wechsel auf die Frontnine sein Score in die richtige Richtung und findet auf der 5 noch ein weiteres Birdie, was ihn schließlich die 70 (-2) unterschreiben lässt, die derzeit für Rang 2 reicht.

Bärenstark unterwegs

Uli Weinhandl 2014

Uli Weinhandl gibt am Freitag gleich von Beginn an Vollgas und liegt schon nach nur vier Bahnen bei 3 unter Par. Danach lässt er es etwas ruhiger angehen, ehe er auf den Backnine bei lediglich einem Schlagverlust noch vier weitere rote Einträge mitnimmt, die ihn mit der 66 (-6) weit nach vor bis auf Rang 9 katapultieren.

„Bei 6 unter Par kann man sich nie aufregen, also das war schon sehr gut. Ich bin alles in allem sehr zufrieden. Es ist unangenehm, dass es gestern nicht so gut gelaufen ist, aber jetzt heißt es mal abwarten was die Runde heute wirklich wert ist. Der Platz ist für jeden hier schwierig zu spielen, da ihn der Regen schon ordentlich aufgeweicht hat. Das sieht man auch am Cut, denn so hoch war der Cut bisher hier wohl noch nie“, so Uli Weinhandl, der Martin Wiegele als Caddie an der Tasche hat, nach der Runde.

Johannes Steiner spielt auf seiner zweiten Runde vor allem auf den Frontnine richtig starkes Golf, wie gleich vier Birdies bei keinem einzigen Fehler eindrucksvoll beweisen. Zwar fallen auch nach dem Turn noch die Putts zu weiteren vier roten Einträgen, mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey tritt er aber etwas auf der Stelle. Dennoch marschiert der Routinier mit der 68 (-4) und als 11. ganz sicher in den Samstag.

Mit Clemens Gaster, Florian Ruprecht, Tobias Nemecz und dem Amateur Max Lechner dürfen noch vier weitere Österreicher wohl bereits mit dem Finaltag planen. Benjamin Weilguni muss hoffen, dass die Cutmarke bei 1 unter Par bleibt. Niklas Regner (Am), Timon Baltl, Titelverteidiger Lukas Nemecz, Max Steinlechner (Am), Super Senior Markus Brier, Christoph Körbler und Amateur Lukas Lipold sind ebenfalls auf einem guten Weg, konnten ihre Runden aber erst beginnen.

Die Führung belegt derzeit der Spanier Santiago Tarrio, der nach der 68 (-4) bei gesamt 9 unter Par den Ton angibt. Fortsetzung ist für Samstag ab 07:00 MEZ geplant.

>> Leaderboard Gösser Open

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Rot-weiß-roter Traumstart

GÖSSER OPEN – 1. RUNDE: Amateur Niklas Regner, Timon Baltl und Jürgen Maurer sorgen in Maria Lankowitz für einen regelrechten rot-weiß-roten Traumstart. Auch Berni Reiter, Markus Brier sowie etliche andere heimische Spieler starten im teils knallroten Bereich ins Heimevent.

Lukas Nemecz verteidigt in Maria Lankowitz seinen Titel aus dem Vorjahr gegen starke heimische und internationale Konkurrenz. Der zuletzt beeindruckend aufspielende Markus Habeler, die gesamte österreichische Garde von Alps und Pro Golf Tour sowie der angehende Golf Senior Markus Brier wollen dem Champion aus der Steiermark das Siegen schwer machen.

Zum Auftakt aber stieht Amateur Niklas Regner im GC Erzherzog-Johann der Konkurrenz am Vormittag regelrecht die Show. Der 19-jährige Steirer agiert im Nieselregen richtig stark, macht bis zum Ende nicht einen einzigen Fehler und notiert so die bogeyfreie 67 (-5), die ihm nach den Vormittagsflights sogar die Führung einbringt.

„Das war heute sehr solide. Ich hab 17 Grüns getroffen, war die gesamte Runde über nicht einmal wirklich in Gefahr ein Bogey zu kassieren und konnte meine Chancen gut nützen. Ich bin gerade mittendrin in der Matura bei der HAK Liezen und konnte deshalb in letzter Zeit auch nicht viel trainieren. Ich nehme das Turnier auch als Ausgleich zum Lernstress“, so Regner, der schlussendlich als 2. in den Freitag startet, nach dem ganz starken Auftakt.

Eine gute Stunde lang ist der Amateur mit der 67 auch der alleinige Spitzenreiter, ehe Timon Baltl zu seinem Landsmann aufschließt. Er findet sich mit zwei schnellen Birdies gut zurecht, verliert dann aber etwas den Schwung und tritt sich auf der 9 (Par 5) sogar ein Bogey ein. Er kontert aber sofort danach auf der 10 und findet auf der 13 noch ein weiteres Birdie, das Highlight der Runde aber ist ganz klar ein Eagle am Par 5, der 16, was Timon schließlich zum Amateur nach vorne katapultiert.

„Ich bin super-happy mit dieser Runde, vor allem mein langes Spiel war extrem gut. Ich bin mit dem Wissen hierhergekommen, dass ich im Moment den Ball sehr gut treffe. Ich bin sehr froh darüber, dass ich das heute auch zeigen konnte“, resümiert Timon Baltl nach der Runde klarerweise hochzufrieden. Darüber, dass auch Clubkollege Niklas Regner vorne ist, freut ihn doppelt: „Es ist extrem cool, dass wir beide vorne mit dabei sind. Ich hoffe, wir können uns auch im weiteren Turnierverlauf im Spitzenfeld behaupten.“

Jürgen Maurer schließt am Nachmittag noch zum österreichischen Top-Duo auf. Der Routinier beginnt gleich mit einem Birdiedoppelpack und gibt so rasch die richtigen Signale für seinen starken Erstrundenauftritt. Zwar geht sich am Par 4, der 7 nur ein Bogey aus, mit vier weiteren Birdies von der 9 bis zur 13 ebnet er aber den Weg zur 67 und lässt mit sicheren Pars am Ende der Runde nichts mehr anbrennen. „Ich habe die Bälle sehr gut zur Fahne gebracht und auch gut geputtet. Heute habe ich an meinem Spiel wirklich nichts auszusetzen“, meint er nach der Runde.

Ebenfalls knallrot

Berni Reiter legt am Nachmittag los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und liegt nach nur sieben Bahnen schon bei 3 unter Par. Auch nach dem Turn hat er sein Visier deutlich scharf gestellt und taucht auf der 3 und der 6 noch tiefer in den roten Bereich ab, was ihn schon ganz vorne anklopfen lässt. Erst ein Par 3 Bogey auf der 8 sorgt noch für den einzigen Makel am Donnerstag. Mit der 68 (-4) geht er aber als 7. aus richtig guter Verfolgerposition in den zweiten Spieltag.

Brier_1801_333Markus Brier zeigt am Eröffnungstag, dass er sich kurz vor seinem ersten Antreten auf der Senior Tour durchaus bereits in bester Spiellaune befindet. Der noch 49-jährige muss zwar lange auf das erste Birdie warten – die gesamten Frontnine über reiht er Pars aneinander – dann aber bekommt er so richtig den Dreh raus und notiert von der 10 bis zur 16 bei einem Bogey gleich vier Birdies, was ihm mit der 69 (-3) und Rang 12 eine durchaus ansprechende Ausgangslage einbringt.

Nach der Runde meint er: „Ich hab nur zwei Grüns gemissed, hatte aber von der 14 bis zur 16 Glück, dass ich nur auf der 15 nach kurzem verschobenen Putt ein Dreiputtbogey ausgefasst hab. Da waren einige schlechtere Schläge dabei. Insgesamt aber bin ich durchaus zufrieden heute. Ich hab mein Spiel schon in etwa zu 80 bis 85 % dort, wo ich es haben will.“

Clemens Gaster spielt sich am Nachmittag mit einer durchaus starken Performance in durchaus brauchbare Verfolgerrolle. Dabei liegt er auf seiner Runde mit fünf Birdies sogar auf Kurs zu einer absoluten Toprunde, allerdings macht ihm eine Doppelbogey am Par 3, der 15 einen kleinen Strich durch die Rechnung. Mit der 69 (-3) aber teilt er sich immerhin den Rang mit Österreichs erstem European Tour Sieger Markus Brier.

Gute Ausgangslagen

Nemecz_1701_330Mit Max Steinlechner, Max Lechner und Dominic Schneider lassen nach 70er (-2) Runden noch drei weitere Amateure ordentlich aufhorchen. Das Trio teilt sich den durchaus vielversprechenden 21. Rang unter anderem mit niemand geringerem als Titelverteidiger Lukas Nemecz, Leo Astl oder auch Florian Ruprecht.

„Das lange Spiel war nicht so gut wie in den letzten Wochen. Dass ich heute nach sieben Bahnen schon bei 3 unter Par gelegen bin hat mich selbst verwundert. Ich hab heute vor allem auf dem Stretch der Löcher 9 bis 13 einiges liegengelassen. Eigentlich sollte man dort 2 unter spielen und nicht 1 über“, zeigt sich Lukas Nemecz mit seiner Performance nicht wirklich zufrieden.

Edelamateur Lukas Lipold liegt bis zur 13 nach fünf Birdies und zwei Bogeys auf richtig gutem Kurs. Erst zwei abschließende Fehler lassen schließlich am Donnerstag nur die zartrosa 71 zu. Lukas‘ Amateurkollege Christoph Bleier findet mit drei Bogeys nur äußerst schleppend in den Tag, dreht sein Score mit Fortdauer aber tatsächlich noch zur 71 (-1) und darf sich so ebenfalls über einen roten Auftaktscore und Rang 37 freuen. Auch Tobias Nemecz, Benjamin Weilguny und Sebastian Panek (Am) unterschreiben am Nachmittag die 71.

Einiges liegengelassen

Christoph Körbler, H.P. Bacher, Robin Goger, Johannes Steiner sowie die Amateure Luca Denk, Christoph Gaster und Gerold Folk müssen sich am Donnerstag mit 72er (Par) Runden zufrieden geben. Zwar sorgen sie damit für einen durchaus soliden Start, als 51. werden sie am Freitag aber wohl schon eine kleine Steigerung benötigen um sicher in den Finaltag cutten zu können.

Markus Habeler hadert nach der 73 (+1) vor allem mit seiner Performance auf den Grüns. „Ich hab den ganzen Tag über nichts gelocht, das weiter als einen Meter vom Loch weg war“, ist die Enttäuschung über Platz 70 rasch erklärt.

Teremoana Beaucousin (FRA) packt am Donnerstag Nachmittag sein allerbestes Golf aus und marschiert mit einer fehlerlosen 65 (-7) an die Spitze.

>> Leaderboard Gösser Open

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Luki hat die Ehre

TURNIER VORSCHAU KW 21 / 2018: Lukas Nemecz ist der große Gejagte in Maria Lankowitz, während Matthias Schwab auf die Challenge Tour ausweicht.

Lukas Nemecz verteidigt in Maria Lankowitz seinen Titel aus dem Vorjahr gegen starke heimische und internationale Konkurrenz. Der zuletzt so stark spielende Markus Habeler, die gesamte österreichische Garde von Alps und Pro Golf Tour sowie der angehende Golf Senior Markus Brier wollen dem Champion aus der Steiermark das Siegen schwer machen.

Martin Wiegele kehrt nur für das Shootout am Dienstag auf die Fairways und Grüns zurück, fühlt sich aber noch nicht kräftig genug für drei anstrengende Turniertage. Österreichs traditionsreichstes Golfturnier spielt diesmal von Donnerstag bis Samstag 42.500 Euro Preisgeld aus.

Ausweichmanöver

Da er trotz Vorrücken im Re-Ranking knapp in Wentworth auf der Warteliste bleibt, weicht Matthias Schwab auf den Nebenschauplatz Challenge Tour aus. Praktisch, dass er dazu nicht weit reisen muss, sondern einfach zu unseren tschechischen Nachbarn ein paar Autostunden nach Pardubitz fährt.

Die Czech Challenge findet auch heuer in Kuneticka Hora statt, die dank Tauschkarten und Einladungen auch Florian Prägant, Rene Gruber und Sebastian Wittmann eine Golfbühne bieten wird.

Bei Sneds zu Gast

Brandt Snedeker krempelt auch heuer die Ärmel auf um ein Web.com Tour-Event in seiner Heimat Nashville möglich zu machen. Sepp Straka ist dort bereits zum zweiten Mal zu Gast, verpatzte jedoch im Vorjahr die zweite Runde und damit auch den Einzug ins Wochenende.

Sepp hofft, dass die Kleingeldwochen in der zweiten US Liga ein Ende nehmen, dazu muss er jedoch endlich einmal vier halbwegs gleichmäßige Spieltage erwischen. Im Ranking wird er vorerst nur auf Platz 120 geführt.

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Shotclock Masters FAQs

Wie funktioniert die ominöse Shotclock mit ihren 40 bis 50 Sekunden-Countdown? Golf-Live.at hat die wichtigsten Antworten in den FAQs für das Shotclock Masters zusammengefasst.

Was genau ist überhaupt eine Shot Clock?

Kurz gesagt: eine Uhr, die einen bestimmten Countdown runterzählt. Genauer erklärt ist es eine Zeitanzeige, die in diversen Sportarten wie Basketball, Wasserball, Tennis oder Billard bereits zum Einsatz kommt. Auf ihr werden die verbleibenden Sekunden bis zum Ablauf der sogenannten „Angriffszeit“ angezeigt. Im Golfsport soll die Shot Clock einen Countdown vor jedem Schlag runterzählen.

Was ist der Hintergrund, die Shot Clock im Golfsport einzuführen?

Die Geschwindigkeit des Spiels, das sogenannte „pace of play“, war in den letzten Jahren immer wieder großes Diskussionsthema unter Spielern, Zuschauern und Turnierorganisatoren – vor allem wenn sich Spieler auf ihren Runden zu viel Zeit ließen. Die European Tour hat sich daher das Ziel für die Zukunft auferlegt, das Golfspiel schneller zu machen und somit in weiterer Folge auch attraktiver und interessanter zu gestalten.

Wurde die Shot Clock im Golfsport schon eingesetzt?

Ja, im Vorjahr bei den Golf Sixes – dort wurde sie bei einem Loch testweise eingesetzt.

Was bedeutet die Shot Clock für den Modus?

Das Turnier in Österreich hat mittlerweile eine lange Tradition, diese bleibt erhalten, am Modus selbst ändert sich nichts. Es wird nach wie vor ein Zählwettspiel an vier Tagen über jeweils 18 Löcher durchgeführt. Neu ist die Anzahl der teilnehmenden Spieler, in Atzenbrugg werden maximal 120 Spieler abschlagen, der Cut liegt nach wie vor bei den 65 besten plus Geteilten.

Welchen Aufwand bringt die Einführung der Shot Clock mit sich?

In einem Satz zusammengefasst: Das gesamte Turnier wird technischer und digitaler. Jeder Flight wird von einem Referee auf einem E-Cart begleitet, auf dem eine für alle sichtbare digitale Uhr aufgebaut ist. Der Referee bedient mittels Tablet die Uhr bzw. den Screen. Die Shot Clock wird natürlich auch im Fernsehen sichtbar sein.

Was heißt das für die Referees?

Ganz einfach gesagt: Der Referee rückt im gesamten Turnier mehr in den Vordergrund und bekommt einen höheren Stellenwert. Es wird mehr Referees geben als bei den Turnieren zuvor, nämlich 24. Im Vorfeld des Shot Clock Masters werden die Referees noch ganz genau geschult werden.

Wie lange haben die Spieler nun genau Zeit?

Generell gilt die „40-Sekunden-Regel“ für den Schlag, d. h. innerhalb dieser 40 Sekunden muss der Spieler seinen Schlag ausführen. In bestimmten Situationen hat der Spieler dafür 50 Sekunden Zeit – und zwar gilt das für jeden, der als erster den ersten Schlag aufs Grün macht. Das ist der Fall beim Abschlag auf einem Par 3, beim zweiten oder dritten Annäherungsschlag auf einem Par 4 oder Par 5 oder beim ersten Chip aufs Grün. Auch der Spieler, der als erster auf dem Grün puttet, bekommt 50 Sekunden für seine Vorbereitung.

Wann wird gedrückt? Wer entscheidet, wann die Uhr zu laufen beginnt?

Einzig und allein der Referee – er entscheidet, wann er auf die Stoppuhr drückt und wann der Countdown zu laufen beginnt. Er kündigt den Start des Countdowns mit einem „The time starts“ an, damit die Spieler nicht ständig auf die Uhr schauen müssen.

Können die Spieler Time-outs nehmen?

Ja, jeder Spieler bekommt die Möglichkeit, zwei Time-outs pro Runde zu nehmen. Sollte sein Ball so liegen, dass er eine längere Vorbereitung auf den Schlag benötigt, kann er beim Referee ein Time-out beantragen und bekommt somit mehr Zeit als die 40 Sekunden.

Wie sieht es bei Ruling-Entscheidungen aus?

Solang die Ruling-Entscheidung nicht getroffen ist, wird die Uhr nicht gedrückt. Die Shot Clock kommt nur dann zur Anwendung, wenn der Spieler sich entschieden hat, den Ball zu spielen.

Was passiert, wenn ein Spieler seinen Schlag nicht innerhalb der 40 bzw. 50 Sekunden ausübt?

Dann bekommt er sofort einen Strafschlag zugesprochen, der auch auf dem Leaderboard angezeigt wird.

Welche Erkenntnisse könnte die Einführung der Shot Clock im gesamten Turnier bringen?

Das ist zweifelsohne die interessanteste Frage für alle! Die European Tour geht davon aus, dass sich die Rundenzeiten erheblich verkürzen, schätzungsweise zwischen 30 und 45 Minuten werden eingespart. Durch das schnellere Spiel könnte sich aber auch die Performance der Spieler verändern – und zwar im positiven Sinne. Erste Statistiken besagen nämlich jetzt schon, dass sich die Leistungen der Spieler verbessern, wenn sie sich noch stärker auf ein schnelleres Spiel konzentrieren. Die entscheidenden Schlüsse können aber sicherlich erst nach dem Shot Clock Masters gezogen werden.

Was könnte das Shot Clock Masters am Ende bewirken?

Im Prinzip könnte dieses Turnier vom 7. bis 10. Juni für Geschichte schreiben und die Zukunft des Golfsports erheblich beeinflussen. Sollte sich die Shot Clock als besonders positiv herausstellen, könnte sie in der Zukunft wohl bei jedem größeren Turnier auf der Tour zum Einsatz kommen. Die Sportgeschichte hat schon des Öfteren bewiesen, dass gewisse Regeleinführungen in diversen Sportarten höchst erfolgreich waren – so würde heuzutage niemand mehr an der Rückpassregel im Fußball oder am Tie-Break im Tennis zweifeln.

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