Frühe Bogeys werfen Martin Wiegele (74) aus der
Guatemala Open - auch auf der 3. Station in Lateinamerika setzt
es für ihn eine Nullnummer.
Nach zwei guten Runden setzte es für Martin Wiegele wieder einen
empfindlichen Dämpfer: mit 74 Schlägen katapultiert sich der Grazer am
zweiten Tag in Guatemala noch
um 4 Schläge aus dem Wochenende, damit geht er auch beim dritten und
letzten Turnier der lateinamerikanischen Wochen zu Jahresbeginn auf der
Challenge Tour leer aus: "Meine Leistung auf und rund um die Grüns
war zu schwach", erklärt er sich selbst sein Ausscheiden.
Wiegele unter großem Birdie-Druck
Da sich der Wind im Hacienda Nueva-Kurs von Guatemala City komplett
zurückhielt, spielte sich der 6.300 Meter lange, staubtrockene Kurs
extrem kurz - die Pros von der Challenge- und Lateinamerika-Tour ließen
sich nicht zweimal bitten und zerlegten den Kurs nach Strich und Faden.
Der Cut kletterte somit auf 3 unter Par - das setzte Martin gewaltig unter
Druck, der mit der allerletzten Startzeit auf die Runde ging und zumindest
eine 70 spielen musste.
Unter Druck fand Wiegele jedoch anfangs keinen Rhythmus, sein
runderneuerter Golfschwung ließ die Präzision vermissen und brockte ihm
jede Menge Ärger ein: vier Bogeys auf den ersten 7 Bahnen waren die
Folge, besonders bitter am "Eagle-Loch" der 6, einem kurzen Par
5, wo er auf das Feld rein rechnerisch gleich zwei Schläge verlor.
Martin gehen die Löcher aus
Da anfangs auch keine Birdies gelingen wollten, lag Martin zur Halbzeit
seiner Runde schon sechs Schläge außerhalb der Cutlinie: "Dennoch
habe ich nicht aufgegeben, noch alles versucht, aber zu wenige Birdies im
Finish gemacht". Nach einem Schlaggewinn am leichtesten Loch des Platzes, dem Par 5 der 11, brachte der
Steirer endlich Linie in sein Spiel, doch es war zu spät: zwei weitere
Birdies an der 13 und 17 waren zu wenig, dank eines weiteren
Schlagverlustes am langen Par 4 der 16 reichte es nur zu einer 74er-Runde,
die ihn vom 53. auf den 92. Platz zurückwirft.
Bei insgesamt 1 über Par scheitert Wiegele in Guatemala um vier Schläge,
muss nach den ersten 5 Turnieren auf der Challenge Tour eine erste
ernüchternde Zwischenbilanz ziehen: zwei Cuts mit Platz 22 in Panama und
Platz 32 in Peru, beides noch im Dezember, 2.370 Euro Preisgeld, im
Ranking nur rund um Platz 60 klassiert - von den Aufstiegsrängen,
(Top 15) zurück in Europas erste Liga, ist er noch meilenweit entfernt.
Cooler Brite heizt weiter mit Birdies ein
Nicht unter Druck setzen ließ sich James Hepworth, der mit 67
Schlägen seine Führung von zwei Schlägen mühelos verteidigte. Hinter
dem Norweger Paul Nilbrink schoss sich Titelverteidiger Daniel
Vancsik mit der besten Turnierrunde von 63 Schlägen auf den 3. Platz
vor. Von dem starken deutschen Kontingent schaffte nur Reimbold
(16.) und Simsek (22.) den Cut, unter anderem ausgeschieden sind Kariem
Baraka und der Schweizer Julien Clement.