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Start-Zielsieg von Rafael Cabrera-Bello bei
der MAN NÖ-Open. Nur zwischenzeitlich ließ der 22-jährige
Spanier den Local Hero Niki Zitny zu sich aufschließen,
doch im Finish machte der Tourneuling die entscheidenden Putts
an der 15 und 16. Nach dem österreich-spanischen Duell im
Vorjahr, wo Markus Brier noch Francisco
Valera niederringen konnte, revanchierte sich der junge
Spanier und holt seinen ersten Toursieg - ist damit heuer der
6. spanische Sieger auf der Challenge Tour.
Zitny atackiert Cabrera Bello
| Cabrera Bello öffnet gleich an der
1 die Tür für seine Verfolger: sein erster Drive
landet im Out und kostet ihn das Doppelbogey. Danach kann
er mit einem Birdie auf Loch Nr. 5 erneut in Führung
gehen. Niki Zitny macht von Beginn an mächtig
Dampf, drei Birdies auf den ersten 5 Löchern sprechen
eine deutliche Sprache, dass er noch viel vorhat. Ein Bogey
an der 6 wirft ihn um einen Schlag hinter den Spanier zurück. |
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Der Wiener darf sich über einige gute "Lucky Breaks"
freuen, die ihm in letzter Zeit nicht vergönnt waren. Bereits
an der 3 schießt er seine Grünannäherung in den
Wald, von einem Stein kickt der Ball aufs Vorgrün und ermöglicht
das Birdie: "Nur ausgleichende Gerechtigkeit nach den letzten
Wochen, der Ball konnte gar nicht anders wegspringen." Am
Par 4 der 10 attackiert Zitny wie die Meisten vom Abschlag, schießt
den Drive rechts weg, der Ball springt zweimal am Weg auf und
rollt über die Böschung aufs Grün. Aus 15 Metern
locht Niki eiskalt den Putt zum Eagle. Da Cabrera "nur"
das Birdie spielt, liegen beide gleichauf bei 15 unter Par.
Packendes Finish
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"Am Schluss war das eine klassische Matchplay-Situation,"
so Zitny anschließend. Auch an der 11 kommt Zitny ungeschoren
davon, als er sein Holz 3 weghookt, der Ball zurück Richtung
Fairway in einen Bunker rollt. Beide Kontrahenten spielen
das sichere Par. Auf den folgenden Bahnen ändert sich
nichts an der Pattstellung, erst die letzten Löcher brachten
in Adamstal unter heftigem Donnergrollen die Entscheidung. |
An der 15 gelingt Cabrera-Bello das Birdie, Vorteil für den
Spanier. Das Par 5 der 17 bekommt Zitny auch am Finaltag nicht
in den Griff: "Beim Schlag mit dem Eisen 9 war ich am Tee
falsch ausgerichtet." Mit dem Bogey fällt er zwei Schläge
hinter den Spanier zurück. Der kann somit das Schlussloch
sehr defensiv spielen, trifft sicher das Grün mit dem zweiten
Schlag. So wie Zitny spielt Cabrera-Bello das
Par und holt sich mit der 69 seinen ersten Sieg auf der Challenge
Tour bei 16 unter Par.
Aber auch Niki Zitny (67) sorgt mit dem alleinigen
zweiten Platz für sein bislang bestes Ergebnis. "Natürlich
bin ich enttäuscht, wollte unbedingt gewinnen. Aber nach
den letzten Wochen ist auch Platz 2 ein Ergebnis, mit dem ich
sehr zufrieden sein kann," wird er sich in der Order of Merit
rund um Platz 60 einordnen. "Für die Top 15 und die
Rückkehr auf die European Tour brauche ich noch viel, aber
jetzt traue ich mir jederzeit zu, ein Turnier zu gewinnen."
Wiegele setzt Aufwärtstrend fort
Zweitbester Österreicher wird Martin Wiegele
auf Platz 29: "In dieser Woche waren viele gute Schläge
dabei. Nur beim Putten bin ich etwas unsicher, weil ich den Stroke
etwas verändert habe." Am Finaltag schüchtern ihn
gemeine Fahnenpositionen, vor allem auf den Front 9 etwas ein:
"Noch dazu habe ich ein paar Grüns auf der falschen
Seite gemisst," führt dies zu Bogeys an der 4 und 9.
Mit seinen ersten Birdies an der 10 und 11, "beide toll herausgespielt",
macht der Steirer wieder Boden gut. Schade um das späte Bogey
an der 16, wo Martin den Gegenwind unterschätzt und mit dem
Eisen 7 zu kurz bleibt. Mit der 71er-Runde verliert Wiegele aber
nur ein paar Plätze, da die Scores am Finaltag generell schwächer
sind.
Clemens Prader ist der Unglücksrabe des
Finaltags. Nach Bogey-Bogey-Start (Grün verfehlt, Driputt)
kassiert der Fontana-Pro an der 7 sogar ein Doppelbogey: "Beim
Pitch ins Grün hat der Wind gedreht, daher landete ich im
Bunker. Aus dem weichen Sand habe ich den Ball nicht richtig hinausgebracht."
Am Par 4 der 10 überschlägt er das Grün und muss
sich mit dem Bogey abfinden: "Der Ball ist bis hinunter zum
12. Grün gerollt. Ich habe lange überlegen müssen,
wie ich da wieder hinauf zum 10er komme." An der 11 will
Prader über den Bunker aufs Grün chippen, erwischt den
Ball jedoch dünn, der verabschiedet sich die Böschung
hinunter in den Wald - Doppelbogey! "Danach ist es halbwegs
gegangen," aber mehr als die 75 (+5) war nicht drinnen. Somit
wird Prader vom 14. bis auf den 51. Platz zurückgereicht.
Uli Weinhandl startet gut, versenkt ein
Birdie auf Nr. 4, muss dann aber noch vier Bogeys hinnehmen: "An
der 7 das Grün verfehlt, dann ein Dreiputt und der Abschlag
an der 9 in den Bunker geschickt." Auf den zweiten 9 läuft
es besser, bis den Burgenländer das Doppelbogey am letzten
Par 3 passiert: "Da war ich zwischen zwei Schlägern,
müde war ich auch schon, also habe ich die 7 genommen und
war prompt zu lang." Mit der 73 fällt Weinhandl auf
Platz 35: "In dieser Woche wäre viel mehr drinnen gewesen,"
kommentiert er sein Abschneiden.
Eagle von Feyrsinger
Thomas Feyrsinger versenkt am 5. Loch (kurzes Par-4) ein
Eagle, nachdem er zuvor den Ball mit dem Driver einen Meter neben
die Fahne geschlagen hat. Der Adamstaler spielt
"auf Teufel komm raus", jedoch macht sich sein Einsatz
nicht bezahlt: "Ich habe heute sicher 6 Schläge beim
Putten verschenkt, gleiche Geschichte wie in den letzten Tagen.
Auf die schnellen Grüns konnte ich mich nicht einstellen."
Besonders bitter sind die drei Dreiputt-Bogeys an der 7, 9 und
16. "Vom Tee war ich dagegen perfekt, habe keinen einzigen
Abschlag verfehlt." Drei Birdies fallen aus kurzer Distanz
und sichern die 69er-Runde, die aber nicht mehr als ein Endergebnis
von Even Par und ca. Platz 59 bringt.
Christoph Bausek kann mit 67er-Runde weiter Boden gut machen
und erreicht ein Endergebnis von 4 unter Par: "Am ersten
Tag lag ich bei 5 über Par und habe mir schon überlegt,
was ich am Wochenende machen soll. Somit bin ich rückblickend
mit dem Turnier sehr zufrieden." Highlight war ein gelochter
Putt aus 17 Metern zum Birdie am 72. Loch, der den versöhnlichen
Abschluss mit ca. Platz 40 krönte.
Moser fehlt noch die Konstanz
Aus seinem ersten Cut auf der Challenge Tour macht Michael
Moser einen 59. Platz. Ein besseres Ergebnis vergibt
der Steirer mit der 75 am Finaltag. "Gleich auf den ersten
beiden Bahnen habe ich die grüns auf der falschen Seite verfehlt,"
geht es für ihn mit Bogey, Bogey los. "Dann habe ich
so lala dahingerspielt," ehe er an der 6 den Abschlag im
Wasser versenkt und nach Dreiputt das Doppelbogey verdauen muss.
Vier Birdies darf Moser auf der Habenseite verbuchen - dennoch
spielt er 5 über Par. "Das ist das Drama, einfach zu
unkonstant gewesen. Auch war ich schon ziemlich leer heute, die
Viertagesturniere bin ich nicht gewohnt." Dennoch freut er
sich auch über den ersten, kleinen Preisgeldscheck auf der
Challenge Tour: "Die harte Arbeit beginnt sich auszuzahlen,
aus dieser Erfahrung habe ich viel gelernt."
Final Scores nach 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
CABRERA BELLO, Rafael |
ESP |
-16 |
61 |
68 |
66 |
69 |
| 2 |
ZITNY , Niki |
AUT |
-14 |
69 |
66 |
64 |
67 |
| T3 |
SKÖLD, Johan |
SWE |
-13 |
67 |
68 |
65 |
67 |
| T3 |
VIBE-HASTRUP , Mads |
DEN |
-13 |
71 |
66 |
63 |
67 |
| T5 |
KORHONEN, Mikko |
FIN |
-11 |
70 |
69 |
65 |
65 |
| T5 |
ANDERSSON HED, Fredrik |
SWE |
-11 |
66 |
70 |
67 |
66 |
| T7 |
KARJALAINEN , Toni |
FIN |
-10 |
70 |
67 |
65 |
68 |
| T7 |
HIGLEY, Marcus |
ENG |
-10 |
68 |
73 |
64 |
65 |
| T7 |
WEBSTER, Shaun P |
ENG |
-10 |
69 |
68 |
65 |
68 |
| T10 |
MARITZ, Martin |
RSA |
-9 |
71 |
66 |
68 |
66 |
|
|
|
|
|
|
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Weiters: |
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| T29 |
WIEGELE , Martin |
AUT |
-5 |
68 |
70 |
66 |
71 |
| T35 |
BAUSEK, Christoph |
AUT |
-4 |
73 |
67 |
69 |
67 |
| T35 |
WEINHANDL, Uli |
AUT |
-4 |
67 |
68 |
68 |
73 |
| T49 |
PRADER , Clemens |
AUT |
-2 |
69 |
64 |
70 |
75 |
| T56 |
MAURER , Jurgen |
AUT |
-1 |
68 |
69 |
68 |
74 |
| 58 |
FEYRSINGER , Thomas |
AUT |
Par |
71 |
68 |
72 |
69 |
| T59 |
MOSER , Michael A |
AUT |
1 |
67 |
70 |
69 |
75 |
| T59 |
BERETZKI, Siegfried |
AUT |
1 |
68 |
70 |
66 |
77 |
|