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Final: |
4.5.2008 / 17:31 MEZ |
Golf-Live.at - Joachim Widl |

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Wiegele schlägt Italien
Martin Wiegele zwingt mit der 66 die Italiener Lattanzi und Rota in die Verlängerung: der AS Roma-Fan aus Graz holt am 7. Extraloch seinen ersten Gösser Open-Titel. |
Wie schon so oft in den letzten Jahren stand der Finaltag der Gösser Open ganz im Zeichen des Länderkampfs Österreich gegen Italien. Zum Glück beim Golf und nicht im Fussball, so hatten Martin Wiegele, Michi Moser und Peter Lepitschnik eine Chance, Emanuele Lattanzi und Andrea Rota vielleicht noch abzufangen.
Moser löst Ticket für Bank Austria Open
Und die Österreicher entfesselten tatsächlich die erhoffte Aufholjagd: Zuerst brennt Michi Moser eine fantastische 65 auf den Rasen von Maria Lankowitz, mit 8 Birdies! Schade, dass der Steirer nur mit der 73 gestartet war und bei 11 unter Par das Stechen um einen Schlag verpassen sollte. Immerhin löst er als bester noch nicht für Fontana qualifizierter Österreicher sein Ticket für die Bank Austria Open.
Peter Lepitschnik hatte von den Österreichern die beste Ausgangsposition, leider kühlte der Putter beim Dellacher am Sonntag merklich ab. 3 Birdies war alles, was für den zuletzt stärksten Österreicher auf der Alps Tour fallen wollte. Das einzige Bogey des Tages passiert am Schlussloch, somit reiht sich Lepitschnik mit der 70 bei 10 unter Par auf Rang 5 ein. „Einerseits bin ich froh, dass ich in Fontana mit dabei bin," meint Moser, "andererseits ist meine Freude ein wenig getrübt, da Peter Lepitschnik mit seinem Bogey am letzten Loch den Weg für mich frei gemacht hat. Wir verstehen uns sehr gut, und auch er hätte sich diese Wild Card verdient."
Martin Wiegele: Österreichs letztes Ass sticht
Also ruhten allen Hoffnungen am Hausherrn von Maria Lankowitz: Martin Wiegele erfüllte voll die hohen Erwartungen und blies von Platz 6 weg erfolgreich zur Aufholjagd. Vorbei war es mit den Schwungproblemen der letzten Wochen, der Grazer pushte sich mit einem Birdie nach dem anderen selber hoch.
Vor allem auf den Back 9 lief es immer besser für Wiegele, ein lupenreiner Birdie-Hattrick von der 11 weg brachte ihn formatfüllend ins Titelrennen. Mit der 66 legte Martin die Latte für die Italiener in den Flights nach ihm auf 12 unter Par.
Andrea Rota verspielt seine Führung mit Doppelbogey am Par 3 der 15. Sein wesentlich erfahrener Landsmann Emanuele Lattanzi gibt mit drei Birdies auf den letzen 5 Bahnen noch einmal Gas und gleicht mit der 68 Wiegeles Bestmarke aus. Rota behält die Nerven, Birdie am letzten Par 5 rettet die 69 und seinen Platz im Stechen.
Überzahl in der Überzeit
Gegen zwei Italiener hat es Wiegele nur ein Extraloch lang zu tun: Andrea Rota verabschiedet sich mit Bogey rasch, am 2. Playoff-Loch hat es der Hausherr nur noch mit Emanuele Lattanzi zu tun. Par für beide am zweiten Extraloch. Vorteil für Martin am 3. Extraloch, wie schon zuvor wird die 18 gespielt, Lattanzi verfehlt das Grün, verwertet aber aus 4 Metern nervenstark zum Par.
Dafür kann der Italiener den Matchball am 4. Playoff-Hole nicht verwerten, schiebt aus einem Meter den Birdieputt vorbei. Lattanzi hat beim 5. Versuch wieder den deutlich kürzeren Birdieputt, kann diesmal aus vier Metern nicht verwerten. Wieder geht es auf die 18, diesmal hat Wiegele Pech, als sein Birdieputt an der Lochkante liegenbleibt.
Am 7. Extraloch, wieder dem Par 4 der 18, kann Lattanzi aus 5 Metern die Birdiechancen nicht nutzen. Wiegele rollt sicher aus drei Metern zur 3 ein, holt sich in einem unvergesslichen Marathon seinen ersten Gösser Open-Titel. "„Es ist irrsinnig schön, vor so vielen Zuschauern mein Heimturnier zu gewinnen. Das Stechen war für die Fans wahrscheinlich noch spannender als für mich," jubelt Martin, "ich wollte dieses Turnier unbedingt gewinnen, von der Emotion her ist dieser Sieg etwas ganz Besonderes für mich," ist ihm dieser Erfolg wichtiger als das Preisgeld von 5.437 Euro.
Die vielen Sieger der 16. Gösser Open
Auch der 19-jährige Bernhard Reiter darf sich wie ein Sieger fühlen. Der Salzburger, der zum Auftakt sensationell in Führung lag, wird nach der 73 bei 5 unter Par bester Amateur und hat damit die Nase in der internen ÖGV-Qualifikation für die Team-EM vorne. Christoph Weninger als 28. bester U18-Amateur empfiehlt sich für die Burschen-EM.
Jürgen Maurer feiert nach Knie-OP ein hervorragendes Comeback. Fix und fertig vom kupierten Gelände, aber spielerisch hellwach, braust der Freiberger mit der 67 zu Platz 8 ins Ziel und macht kräftig Werbung für sein Heimturnier Ende Mai.
Final Scores nach 3 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
| 1 |
WIEGELE MARTIN |
AUT |
-12 |
71 |
67 |
66 |
| 2 |
LATTANZI EMANUELE |
ITA |
-12 |
68 |
68 |
68 |
| 2 |
ROTA ANDREA |
ITA |
-12 |
69 |
66 |
69 |
| 4 |
MOSER MICHAEL |
AUT |
-11 |
73 |
67 |
65 |
| 5 |
LEPITSCHNIK PETER |
AUT |
-10 |
71 |
65 |
70 |
| 6 |
PIETROBONO GIANLUCA |
ITA |
-10 |
69 |
69 |
68 |
| 7 |
ROWE PHILIPP |
ENG |
-10 |
69 |
68 |
69 |
| 8 |
MAURER JÜRGEN |
AUT |
-9 |
70 |
70 |
67 |
| 9 |
WERNIG ALEXANDER |
AUT |
-9 |
70 |
69 |
68 |
|
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weiters: |
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| 13 |
REITER BERNHARD (AM) |
AUT |
-5 |
67 |
71 |
73 |
| 19 |
BALTL MAXIMILIAN |
AUT |
-2 |
70 |
73 |
71 |
| 19 |
PRADER CLEMENS |
AUT |
-2 |
71 |
69 |
74 |
| 26 |
RIEDER JUN. WOLFGANG |
AUT |
-1 |
72 |
71 |
72 |
| 28 |
ABLEIDINGER KARL |
AUT |
0 |
71 |
70 |
75 |
| 28 |
CHRIST ANDREAS (AM) |
AUT |
0 |
70 |
72 |
74 |
| 28 |
GRENIER CLAUDE |
AUT |
0 |
72 |
73 |
71 |
| 28 |
POGATSCHNIGG FLORIAN |
AUT |
0 |
72 |
73 |
71 |
| 28 |
WENINGER CHRISTOPH |
AUT |
0 |
67 |
77 |
72 |
| 40 |
SAURUCK CLEMENS |
AUT |
1 |
68 |
75 |
74 |
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