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GÖSSER OPEN
GC Maria Lankowitz, Maria Lankowitz, Österreich
18. - 20.5.2007 >> € 35.000

Final:

20.5.2007 / 17:30 MEZ Golf-Live.at - K.H. Wieser

Österreich hinter Frankreich

Thomas Fournier hält dem Generalangriff der Österreicher stand und gewinnt die Gösser Open vor Claude Grenier, Martin Wiegele und Roland Steiner.


Der große Triumphator der Gösser Open 2007 heißt Thomas Fournier! Der Franzose setzte sich dank einer 69er-Schlussrunde (-3) mit dem Gesamtscore von 203 Schlägen (-13) um den Hauch von einem Stroke vor Claude Grenier (67/-5) durch. Platz drei teilen sich die beiden Steirer Roland Steiner und Martin Wiegele, die im Finish ebenfalls mit starken 67er-Runden auftrumpften und bei gesamt 9 unter Par am Ende je vier Schläge hinter dem Sieger lagen.

Vier Österreicher jagen den Führenden

Die heimischen Professionals bliesen auf der Schlussrunde der mit 35.000 Euro dotierten Gösser Open im Golfclub Erzherzog Johann in Maria Lankowitz zur Attacke. Grenier und der steirische Überraschungsmann Florian Ruprecht waren nach 13 Löchern bis auf zwei Schläge an Fournier herangekommen, Wiegele hatte seinen Rückstand von sechs Schlägen nach zwei Tagen bis zu Hole 13 auf drei Strokes halbiert.
Claude Grenier

Nachdem sich Ruprecht jedoch mit drei Bogeys in Serie auf den Löchern 15, 16 und 17 um seine Siegchance gebracht hatte, und Wiegele nach zwei vergebenen Birdiechancen (15, 16) auf dem Par 3 der 17. Bahn auch noch ein Bogey notieren musste, spitzte sich der Kampf um den Sieg auf ein Duell Fournier gegen Grenier zu. Der Fontana-Pro setzte seinen Kontrahenten mit Schlaggewinnen auf den beiden Schlusslöchern noch einmal gehörig unter Druck. Und Fournier schien tatsächlich Nerven zu zeigen und fabrizierte auf der 17 ein Dreiputt-Bogey. Doch auf dem Par 4 der 18. Bahn spielte der 27-jährige Franzose das nötige Par und holte sich damit den ersten Triumph in seiner Profikarriere.

„Ich freue mich riesig über diesen Erfolg. Ich war sehr nervös, beim letzten Putt haben meine Hände gezittert. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe“, rang der Professional vom GC Pau nach Worten. Fournier kassierte für seinen Premierentriumph auf der Alps Tour und den ersten französischen Erfolg in der 15-jährigen Geschichte der Gösser Open einen Siegerscheck in Höhe von 5.075 Euro. Zum Vergleich: In der Jahr 2005 kam er bei 13 Turnieren auf ein Saison-Preisgeld von 5.011,73 Euro, im Vorjahr verdiente er bei 17 Turnieren gerade einmal 5.626,50 Euro.

Claude Grenier eroberte nach seinem Sieg 1997 und einem zweiten Platz im Jahr 2004 erneut einen Spitzenplatz in Maria Lankowitz. „Es ist ein schönes Gefühl, immer noch mit den jungen Spielern mithalten zu können. Ich habe heute alle 18 Grüns getroffen und bin mit meiner Leistung mehr als zufrieden“, bilanzierte der 47-jährige Austro-Kanadier, der am Finaltag eine bogeyfreie 67 (-5) ablieferte und für Rang zwei mit 3.447,50 Euro belohnt wurde.

Wiegele zeigt vor den Fans sein bestes Golf

Martin Wiegele
Lokalmatador Martin Wiegele schaffte bei seinem Heimturnier erstmals seit dem Jahr 2001, als er noch als Amateur hinter Gordon Manson Zweiter geworden war, den Sprung auf das Siegespodest. „Die vielen Zuschauer, die mich heute auf der Runde begleitet haben, waren sehr motivierend. Ich bin froh, dass es nach einigen eher mäßigen Ergebnissen vor eigenem Publikum heuer endlich mit einer Top-Platzierung geklappt hat“, freute sich Wiegele über Platz drei.

Roland Steiner hat sich mit seiner zweiten Top-3-Platzierung in Serie und dem vierten Top-10-Rang in dieser Saison als fixe Größe auf der Alps Tour etabliert. Der Spielberger legte mit vier Birdies auf den letzten sechs Löchern (13, 14, 15, 17) einen phänomenalen Endspurt hin und schob sich mit den 2.047,50 Euro für den geteilten dritten Platz mit einem Jahresverdienst von 9.840,33 Euro in der Order of Merit der Alps Tour vom dritten auf den zweiten Rang nach vor.
Roland Steiner
„Ich bin mit dem Vorhaben hierher gekommen, das Turnier zu gewinnen. Die Chance war da, aber mit der gestrigen 73er-Runde habe ich ein besseres Resultat liegengelassen. Aber die Form passt, und das stimmt mich für die kommenden Aufgaben zuversichtlich“, meinte der für den GC Murtal spielende Steiner.

Florian Ruprecht kommentierte sein Abschneiden nach der 70er-Finalrunde (-2), die dem Teaching-Pro des GC Murhof bei gesamt 7 unter Par schlaggleich mit dem vierfachen Gösser-Open-Triumphator Gordon Manson mit Platz sechs das beste Resultat in seiner bisherigen Karriere bescherte, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich habe das Turnier gleichauf mit Charles Russo, dem Führenden der Order of Merit der Alps Tour, beendet. Das kann sich sehen lassen. Andererseits ärgere ich mich natürlich über die drei Bogeys im Finish der heutigen Runde. Da war ich nicht konsequent genug, um einen richtig tiefen Score nach Hause zu bringen.“

(Titelfoto: GEPA-pictures / Gösser Open)



Final Scores nach 3 Runden (Par 72):

Platz Spieler Par R1 R2 R3
1 Thomas FOURNIER (FRA) -13 68 66 69
2 Claude GRENIER (AUT) -12 70 67 67
3= Roland STEINER (AUT) -9 67 73 67
3= Martin WIEGELE (AUT) -9 70 70 67
5 Jean-Luc BURNIER (SWI) -8 70 66 72
6= Matjaz GOJCIC (SLO) -7 74 69 66
6= Gordon MANSON (AUT) -7 71 70 68
6= Charles RUSSO (FRA) -7 71 68 70
6= Florian RUPRECHT (AUT) -7 72 67 70
6= Michele REALE (ITA) -7 72 65 72
weiters:
11= Michael MOSER (AUT) -5 74 67 70
15= Florian PRAEGANT (AUT) -4 74 70 68
15= Peter LEPITSCHNIK (AUT) -4 73 67 72
23= Ronny SCHINNERL (AUT) -2 72 73 69
23= Robert WIEDERKEHR (SWI) -2 73 67 74
27= Ulf WENDLING (AUT) -1 76 68 71
27= Jürgen MAURER (AUT) -1 73 71 71
36= Karl ABLEIDINGER (AUT) 3 73 71 75
39 Christoph SPORA (AUT) 6 76 69 77
40 Manfred KRAINZ (AUT) 7 71 74 78


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