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LYONESS OPEN 2010
GC Gut Freiberg, Freiberg, Österreich
5. - 8.5.2010 >> € 66.000
Final: 9.5. 2010 / 16:10 MEZ Golf-Live.at - Joachim Widl

Zweiter Golffrühling



Peter Lepitschnik kann zwar nach frühen Bogeys nicht in den Titelkampf eingreifen, mit der 70 sichert er immerhin Platz 3 ab. Alan Bihan siegt.

Gastfreundlicher als in den Vorjahren erweist sich Österreichs Alps Tour-Garde bei den beiden steirischen Heimturnieren. Auch bei der Lyoness Open muss mit Alan Bihan (Fra) einem starken Gast der Vortritt gelassen werden, immerhin erreicht Peter Lepitschnik beim bestdotierten und schillerndsten Alps Tour-Event des Jahres im GC Gut Freiberg einen 3. Platz, stellt damit seine persönliche Bestmarke (3. bei Slowenien Open 2008) ein - und das nach dem offizellen Karriereende. "Ich bin mit dem dritten Rang super zufrieden, bin sehr happy mit der Leistung, die ich hier gezeigt habe."

Der "Spagna" im zweiten Golffrühling

Nicht mehr ganz so feurig wie an den Vortagen wirkte Peter Lepitschnik, der als Drittrundenleader in den Sonntag gestartet war. Angesichts perfekter Bedingungen brannten die Kollegen vor ihm ein faszinierendes Birdiefeuerwerk ab, das sorgte für zusätzlichen Druck.

Mit zwei Bogeys bei einem Birdie war der 32-jährige Kärntner schon nach vier Löchern die Führung los. "Es war mein Plan, auf den ersten beiden Löchern Birdie und Par zu spielen, doch dann habe ich Par und Bogey auf der Scorekarte eingetragen. Auf den ersten neun Holes habe ich Fehler gemacht, die mir normalerweise nicht passieren," wurden kurz Erinnerungen an den Absturz mit der 76 am Finaltag 2009 wach.

Ohne Highlights plätscherte sein Spiel dahin, somit drohte er mit dem einzig schwarzen Zwischenergebnis im Spitzenfeld sogar aus den Top 10 zu fliegen. Der Franzose Alan Bihan, Spielpartner im Schlussflight, matchte sich dagegen drei Schläge besser liegend mit dem Engländer Jason Palmer und dem Schweizer Fredrik Svanberg um den Titel.

Seinem zweiten Golffrühling nach eigentlich schon beendeter Karriere hauchte Lepitschnik im Finish noch einmal neues Leben ein: ein Birdie-Trippelpack von der 13 weg rettete immerhin noch den geteilten 3. Platz bei 16 unter Par, auch wenn er mit der 70 als einziger in den Top 10 nicht mit einer Runde in den 60ern aufhört.

Nemecz mit bester Turnierrunde

Bereits am Freitag hatte Lukas Nemecz einen Paukenschlag für das Wochenende angekündigt, am Sonntag liess er Taten folgen: 9 Birdies sammelte Österreichs aktuell bester Golfamateur bis zur 17 auf. Am Schlussloch hat er aus 5 Metern sogar die Chance auf die 62, einen neuen Platzrekord: "Der Birdieputt aus fünf Metern ist über die Kante gegangen, ebenso wie der Retourputt aus einem Meter. So ist es statt des Birdies ein Dreiputt-Bogey geworden," schildert Nemecz. Doch auch mit der 64 sorgt der 21-jährige Steirer für die beste Turnierrunde. Bei 12 unter Par wird der ÖGV-Nationalteamspieler noch 11. und zweitbester Österreicher, geteilt mit Michi Moser, der bei seiner 70 erst spät in Schwung kam.

Titelverteidiger Uli Weinhandl, dessen Spiel nach gutem Turnierstart merklich abgekühlt war, drohte den Frustlauf am Sonntag fortzusetzen. Nach dem Doppelbogey an der 8 platzte dem Bad Waltersdorfer jedoch auf spektakuläre Weise der Kragen: Konter mit 5 Birdies in Folge und gegen Ende der Runde zwei weitere Stück zur 66, die mit Platz 17 für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss sorgt. "An der 8 mit dem Driver voll riskiert, wo ich eigentlich nicht riskieren hätte dürfen. Das Doppelbogey war logische Folge und Wende zugleich. Am Ende bin ich für eine tadellose Leistung reichlich belohnt worden."

Das Beste für den Schlusstag hatte sich Leo Astl mit der 66 aufgehoben, die den Walchseer noch ein paar Ränge zu Platz 33 aufholen lässt. Der jüngste Finalist, Amateur Christoph Körbler, Jahrgang 92, deutet mit der 69 sein grosses Potential an.

Alan Bihan schaukelt mit Birdies auf den letzten beiden Par 5 zur 67 den Titel samt Siegerscheck von 9.570 Euro souverän nach Hause, der Franzose mit brasilianischen Wurzeln gewinnt bei 18 unter Par knapp vor dem anstürmenden Engländer Jason Palmer. „Das ist der schönste Moment in meiner Karriere. Ich habe über vier Tage einen hohen Level in meinem Spiel halten können. Das war der Schlüssel zum Erfolg," so der strahlende Sieger.

Eine Harley für ein Hole in One

Den wertvollsten Preis sichert sich jedoch der Spanier Inigo Urquizu, der dank des Holes in One am Par 3 der 9 mit einer Harley Fat Boy Special im Wert von über 24.000 Euro, gestiftet vom Grazer Händler Clocktower, die weite Heimreise antreten darf. "Meine bisher einzige Erfahrung mit einem Motorrad hat nach 100 Metern mit einem Sturz geendet," schmunzelt Urquizu, der sich dennoch über den Preis sichtlich freute.

Die Benefizaktion zugunsten der Lyoness Child & Family Foundation war auch heuer wieder ein voller Erfolg. An den vier Spieltagen haben die Alps-Tour-Akteure 1.292 Birdies und 37 Eagles notiert und damit 68.300 Euro für den guten Zweck eingespielt.



Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Par R1 R2 R3 R4
1 Alan BIHAN (FRA) -18 67 65 71 67
2 Jason PALMER (ENG) -17 67 69 69 66
3= Farren KEENAN (ENG) -16 74 68 65 65
3= Peter LEPITSCHNIK (AUT) -16 70 65 67 70
5 Fredrik SVANBERG (SWI) -15 64 73 69 67
6= Carlos BALMASEDA (ESP) -14 72 64 72 66
6= Lawrence DODD (ENG) -14 70 69 68 67
6= Jason BARNES (ENG) -14 70 71 66 67
6= Adam HODKINSON (ENG) -14 71 68 67 68
10 Xavier GUZMAN SADABA (ESP) -13 68 69 71 67
weiters:
11= Lukas NEMECZ (am) (AUT) -12 72 68 72 64
11= Michael MOSER (AUT) -12 71 69 66 70
17= Uli WEINHANDL (AUT) -10 69 72 71 66
17= Jurgen MAURER (AUT) -10 70 71 67 70
33= Leo ASTL (AUT) -7 70 70 75 66
39 Christoph KORBLER (am) (AUT) Par 73 70 76 69
44 Alexander WERNIG (AUT) 7 71 72 74 78


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