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KÄRNTEN GOLF OPEN 2010
GC Klagenfurt-Seltenheim, Klagenfurt, Österreich
3.6. - 6.6.2010 >> € 160.000 |
| 3. Runde: |
5.6.2010 - 18:14 MEZ |
Golf-Live.at - Joachim Widl |

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Spitzenposition verteidigt
Thomas Feyrsinger behauptet selbst mit kaltem Putter die Führung, während Markus Brier mit zu vielen Fehlern etwas zurück fällt. |
Eine von zwei Trumpfkarten im rein österreichischen Schlussflight stach am Samstag bei der Kärnten Golf Open, und zwar nicht Gastgeber Markus Brier sondern Thomas Feyrsinger, der dank seines hervorragenden langen Spiels die Spitzenposition mit der 71 verteidigte. Der erwartete Generalangriff der Gäste wurde in erster Linie vom Australier Matthew Zions vorgetragen, der sich mit bester Tagesrunde von 65 Schlägen vom 30. bis auf den 2. Platz vorarbeitete, nur einen Schlag hinter Feyrsinger.
Markus Brier zeigte dagegen seine bislang schwächste Vorstellung in dieser Woche, wahrt aber trotz der 74 mit nur vier Schlägen Rückstand seine Titelchancen.
Feyrsinger locht nur anfangs die Putts
Souverän agierte Thomas Feyrsinger an der Seite von Markus Brier im Topflight: "Ist immer total entspannt so eine Runde mit Maudi, ich habe aber auch sehr gut gespielt und 16 Grüns getroffen." Somit kommt er selbst bei deutlich mehr Wind und schweren Fahnen selten in Bedrängnis. Beide Birdieputts fallen früh, an der 5 ein längerer aus 8 Metern, an der 7 aus zwei Metern. "Ich habe mich aber dann zu oft mit dem Wind vertan und nur selten nah genug zu den Fahnen geschossen."
Somit benötigt Feyrsinger auch 33 Putts, wobei er auf den letzten 11 Grüns jeweils Zweiputts verzeichnet. Bitter sein einziges Bogey am aufgelegten Birdieloch der 14, wo er nach zwei satten Hieben im Rough rund ums Grün landet, im Bunker stehend jedoch noch vier Schläge benötigt um einzulochen. "Davor der misslungene Birdieversuch an der 12 war jedoch der Knackpunkt. Das hätte der "Go-Putt" sein können um bei 3 unter Par weiter zu marschieren." Somit wird es statt der "gefühlten" 69 am Ende die 71 für Feyrsinger.
Brier leistet sich seine schwache Runde
Hörbar unzufrieden dagegen Markus Brier nach Runde 3, der mit der 74 vom Topfavoriten zum Aussenseiter um den Titel wird. "Heute war alles schlecht, keine guten Drives, schwache Eisen und kein Gefühl für die Putts. Die 74 war sogar schmeichelhaft." Mit dem Dreiputt-Bogey ging es gleich an der 1 in die falsche Richtung, Markus hat in der Folge alle Hände voll zu tun sich die Bogeys vom Leibe zu halten - mit wechselndem Erfolg.
Gleich sechs Mal schafft Brier den Up & Down zum Par, dreimal setzt es Bogeys, an der 9 war er nach Drive ins Wasser selbst damit gut bedient. Die machbaren Birdieputts schob er alle vorbei, die 6 Singleputts der Runde gingen auf das Konto von Par-Saves. Nur am Par 4 der 16, das er wie an den Vortagen vom Tee attackiert, brillierte Brier, traf das Grün und rasierte beim Eagle-Putt die Lochkante. Auch das Birdie half bei der Schadensbegrenzung zur 74, mit der Brier als 9. wenigstens in Schlagdistanz bleibt. "Für den Sonntag wünsche ich mir die Eisenschläge vom Donnerstag und die Drives und Putts vom Freitag, in dieser Kombination würde es passen.
>> Komplette Story: On-Course-Reporter Andreas Trippolt war live mit Maudi & Feyrsinger auf der Runde dabei.
Wiegele findet zurück
Martin Wiegele scheint mit zwei Bogeys auf den ersten vier Löchern den umgebremsten Fall vom Freitag fortzusetzen, ehe er mit dem Birdieputt an der 5 wieder Tritt findet. Von da an läuft es bis zum Ende der Runde deutlich besser für den 62er-Schützen vom Donnerstag, mit insgesamt vier Birdies geht sich noch eine rote Runde von 71 Schlägen aus, die Martin auf Platz 9 bringt - sogar mit Aussenseiter-Chancen auf den Sieg, wie Brier.
Roland Steiner hatte nach dem Bogey an der 1 die Story des Tages zu erzählen. "Ich habe den Ball am Fairway aufgehoben, weil ich dachte, es würde wie an den Tagen zuvor mit Besserlegen gespielt werden." Erst nach einem weiteren Schlagverlust an der 2 erfängt sich der Spielberger von dem Schock und bekommt mit guten Golfschlägen den Kopf wieder frei. "Bei Wind spiele ich immer gut, ich habe mir daher gute Chancen ausgerechnet."
Mit drei Birdies wäre sich fast noch eine Par-Runde ausgegangen, die jedoch das Bogey an der 17 spät verhindert. "Rein vom spielerischen her traue ich mir zu vorne mitzuspielen," hofft Steiner nach der 73 und Platz 16 noch auf ein absolutes Topergebnis.
Mit früher Startzeit sorgt Michi Moser mit der 70 für die beste rotweissrote Samstagsrunde. Vor allem anfangs fallen die Birdieputts, mit solider Leistung verbessert er sich vom 58. auf den 36. Platz. Hans Peter Bacher spulte eine gleichmässige Runde mit jeweils drei Birdies und Bogeys ab, klassiert sich mit der 72 auf Plaz 43: "Die Fahnen waren teilweise noch interessanter als an den Vortagen, Morgen hoffe ich auf eine gute Runde, die sollte noch drinnen sein." Jürgen Maurer torpedierte mit dem Doppelbogey an der 9 die geplante Aufholjagd, verbleibt mit der 74 und Platz 60 in den hinteren Regionen am Leaderboard.
Viele heisse Titelkandidaten
Matthew Zions (AUS) und Toskana-Sieger Floris de Vries (NED) bei 10 unter Par auf Platz 2 gehen mit nur einem Schlag Rückstand auf Feyrsinger ins Finale. Innerhalb von 5 Schlägen, normalerweise die Marke für eine reelle Siegchance, liegen gleich 23 Spieler, darunter vier Österrecher.
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