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KÄRNTEN GOLF OPEN 2010
GC Klagenfurt-Seltenheim, Klagenfurt, Österreich
3.6. - 6.6.2010 >> € 160.000
2. Runde: 4.6.2010 - 14:01 MEZ Golf-Live.at - Andreas Trippolt

Ein klares Ziel



Markus Brier quetscht am Freitag mit Chip-In und zwei langen Putts zur 68 das Optimum heraus. On Course Reporter Joe Widl war live mit Brier unterwegs.

In der Nacht hat es in Kärnten ziemlich geregnet, dementsprechend nass ist der GC Klagenfurt-Seltenheim am Morgen. Aus diesem Grund wird auch heute Freitag wieder mit "besser legen" gespielt. Markus Brier fühlt sich in Klagenfurt ordentlich wohl, präsentierte sich am Donnnerstag vor allem mit den Wedges in Höchstform. Der Wiener will seinen "Game-Plan" auch in der 2. Runde realisieren: Genauigkeit vom Tee um das giftige Rough zu vermeiden und dann mit den Wedges nah an die Fahnen.

Pünktlich stoppt der Regen

Markus Brier ging um 8:40 auf Tee 1 und eröffnet die Runde mit einem Par. Der Fontana Pro legt sich den Ball auf die 70 Meter Distanz, hat ein Wedge ins Grün, bringt aber eine Spur zu viel Spin auf den Ball. Aus drei Metern verpasst der 41-Jährige seine erste Birdiechance. Der Platz spielt sich aufgrund des Regens der letzten Tage irrsinnig lang. Auf dem Par 5 der 2 bleiben selbst beim dritten Schlag noch rund 100 Meter ins Grün. Aus sieben Metern benötigt Brier zwei Putts und geht mit Even-Par für den Tag auf die 3.

Dort lässt er sich nach dem zweiten Schlag noch acht Meter zum Birdie übrig. Die Grüns sind aufgrund der Nässe schwer zu lesen, vor allem was den Speed betrifft. Brier konzentriert sich aber vollends und versenkt den Birdieputt, bisher sein längster im Turnier. Auf dem überlangen Par 3 der 4 handelt sich Brier erstmals Probleme ein. Der Wiener landet vom Tee im Wald, er musste den Ball droppen und hatte noch rund 40 Meter aus dem Rough über einen Bunker auf das oberste Plateau des Grüns. Der Schlag gerät etwa sieben Meter zu lang, es bleibt ein Zweiputt zum Doppelbogey.

Stark vom Tee

Auf der 5 bringt sich der Fontana Pro wieder auf der 70 Meter Marke in Position. Das Wedge knallt Brier zwei Meter an die Fahne, verliest sich aber am Grün und verpasst die Birdiechance. Der Österreicher trifft danach auch das fünfte Fairway, platziert aber den Ball acht Meter weit weg von der Fahne. Ein Zweiputt bringt das nächste Par ein.

Auf dem Par 5 der 7 attackiert Brier mit dem Holz 3 die Fahne. Der Ball bleibt aber am Vorgrün liegen. Der 41-Jährige muss aus 20 Metern chippen und bringt den Ball einen halben Meter ans Loch, eine Möglichkeit, die sich der Wiener diesmal nicht nehmen lässt. Auf der 8 die kurze Nachfrage von Markus Brier an seinen Caddie Max Zechmann ob es sich um die gleiche Distanz wie gestern handelt. "Ja", sagt Zechmann. Ein Eisen 8 wird bereit gestellt. "Maudi" zirkelt den Ball zwei Meter zur Fahne und locht zum Birdie.

Auf der 9 bleiben am Grün wieder acht Meter zum Loch. Mit einem Zweiputt nimmt der Wiener das Par mit und geht in die zweite Halbzeit. Auf den Frontnine präsentierte sich der Routinier stark vom Tee, er hat kein einziges Fairway gemissed, lediglich die Eisen sind nicht so präzise "on target" wie am Freitag.

Auf in die 2. Hälfte

Nach einem Par auf der 10 ist er auf dem Par 3 der 11 wieder acht Meter links vom Ziel entfernt. Wie auch schon auf den Frontnine kann der Fontana Pro nicht zum ersten Mal einen langen Putt stopfen und drückt damit sein Tagesscore auf -2, insgesamt auf -7. Auf dem Par 4 der 12 trifft Brier erneut das Fairway, verfehlt aber das Grün und hat noch einen acht Meter Chip zur Fahne. "Get in, get in", feuert Brier den Ball an und tatsächlich, er fällt. Birdie durch Chip in auf der schwierigen 12. Brier jubelt, während ein Zuseher mit der Aussage, dass es sich um ein leichtes Loch handelt, für Gelächter sorgt.

Auf der 13 bringt der European Tour Pro den Ball aus rund 90 Metern nicht nah genug an das Loch heran, aus sieben Metern benötigt Brier einen Zweiputt und sichert so das Par. Auf der 14 trifft der Österreicher das Holz 3 ins Grün perfekt und bringt den Ball bis rund zwei Meter an die Fahne heran. Er verschiebt den Putt zum Eagle und muss sich mit dem Birdie anfreunden. Markus ärgert sich darüber, verständlich.

Auf dem Par 3 der 15 trifft Markus Brier das Vorgrün. Durch einen genauen Chip schafft der Fontana Pro das Up & Down und nimmt das Par mit. Auf dem kurzen Par 4 der 16 versuchte Brier wieder das Grün mit dem Drive anzugreifen. Durch den Rückenwind war der Ball aber 10 Meter zu lang, blieb im Rough hängen. Ein dünner Chip rollte über das Loch, ein Zweiputt zum Par war die Folge. Auf der 17 schrammt der Wiener wie am Donnerstag am Fairway vorbei, aus dem Rough bleiben noch 170 Meter zum Grün. Dieser Ball bleibt rechts, ein schwieriger Downhill Chip steht bevor, den er zu kurz lässt. Aus drei Metern misslingt der Parputt. Brier fällt vor der 18 auf ein Gesamtscore von -8 zurück.

Auf der 18 schlägt der Routinier aber wieder zurück und erarbeitet sich eine Birdiechance aus zwei Metern, die er zur 68 verwertet. Mit einem Gesamtscore von -9 ist Markus Brier bis auf einen Schlag an Martin Wiegele heran gekommen. Brier ist damit seinem Ziel bei diesem Turnier ganz oben zu stehen wieder einen deutlichen Schritt näher gekommen. "Es war eine andere, komische Runde im Vergleich zu gestern", ist der European Tour Pro mit der Entwicklung aber nicht unzufrieden.

"Die Drives waren gut, die Eisen weniger, in die bin ich hineingefallen und hatte kein wirkliches Gefühl dafür, deswegen auch das Doppelbogey auf der 4, wo ich den Tee Shot weggeblockt habe", so Brier. "Dafür waren gute Putts dabei, denn es war schwer sich auf die Grüns einzustellen, die im Laufe der Runde aufgetrocknet sind", rechnet sich der 41-jährige Österreicher auch für das Wochenende einiges aus. "Es ist sicher keine schlechte Position für das Wochenende, noch zwei solche Runde!", spekuliert der Wiener auf den Sieg.







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