| TOSKANA OPEN 2010 Poggio dei Medici, Florenz, Italien 20. - 23.5.2010 >> € 150.000 |
| Final: | 23.5.2010 - 18:16 MEZ | Golf-Live.at - Andreas Trippolt |
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Die Toskana Open zählen am Ende der Turnierwoche zu den weiteren positiven Events auf der Challenge Tour im Jahr 2010. Bernd Wiesberger (71) darf sich über das nächste Topergebnis freuen. Der Burgenländer, der zwar mit Siegambitionen gestartet ist und einen Rückschritt am Leaderboard hinnehmen musste, landet bereits zum dritten Mal in dieser Saison in den Top 10. Martin Wiegele (72) und Roland Steiner (70) befinden sich zum ersten Mal in dieser Saison in den Top 25. Jürgen Maurer kommt nur zur 76.
Achterbahn
Nur zwei Schläge Rückstand auf die Spitze: Das war die Ausgangslage vor der Finalrunde für Bernd Wiesberger. Am Ende konnte der Burgenländer sein Ergebnis von –5 zumindest halten, das war aber ein hartes Stück Arbeit. Der Oberwarter musste sich auf der imens langen 2 mit einem Doppelbogey anfreunden. "Ich habe leider den Start voll verschlafen und gleich ins H2O geschlagen", erklärt der Burgenländer, der aber gleich darauf mit einem Birdie auf dem Par 5 der 3 die richtige Antwort geben kann. Bis zur Halbzeit lässt der Fontana Pro zwei weitere Schläge liegen, jeweils auf über 400 Meter langen Par 4 Bahnen.
Nach dem Turn geht es dann aber wieder vorwärts. Wiesberger eröffnet die zweite Hälfte mit einem Birdie und holt sich dann auch noch auf der 13 ein Eagle, das dritte in Folge. Wiederrum setzt es danach ein Bogey. Auf der 18 sichert der 24-Jährige dann noch das Pflichtbirdie, jene Bahn, die er in den letzten vier Tagen mit insgesamt sechs unter Par beendete. "Auf den Backnine habe ich besser gespielt, alle Par 5 mit zwei Schlägen getroffen und auch besser geputtet".
Mit der 71 holt der Burgenländer das Maximum aus der Finalrunde raus und fährt zum bereits dritten Mal in dieser Saison ein Top 10 Ergebnis ein. Der 9. Platz im Gesamtklassement bringt wieder ein paar Tausender mehr für das Challenge Tour Ranking.
Martin Wiegele hat sich für den Sonntag mehr ausgerechnet, musste aber mit der 72 einige Plätze hergeben. Der Steirer erwischt ein perfektes erstes Drittel, scort zwei Birdies und marschiert zwischenzeitlich in die Top 10, ehe ihm ein Doppelbogey auf dem Par 3 der 8 durch einen Dreiputt nach einem Bunkerausflug einen Strich durch die Rechnung macht. „Es war sehr schade heute, habe wieder sehr gut angefangen und dann ist die 8 gewesen“, so Wiegele.
Ab diesem Zeitpunkt verblasst die Scorekarte, es wollen keine Birdieputts mehr fallen. In der Schlussphase gibt der GC Erzherzog Johann Pro noch zwei weitere Schläge. Auf der 15 findet sich der Ball im Fairwaybunker wieder, die Befreiung gerät zu dünn ins hohe Gras hinter dem Grün. Aus 5 Metern misslingt dann das Par-Save. Auf dem Par 3 der 16 verfehlt der Grazer das Grün, muss danach chippen und zwei Putts hinnehmen. Erst auf der 18 kann Wiegele mit einem Zweiputt-Birdie noch ein wenig Schadensbegrenzung betreiben.
Auch wenn ein Top 10 Ergebnis möglich schien, so hat Martin Wiegele mit dem Abschneiden in Italien zumindest erstmals in dieser Saison in der Order of Merit angeschrieben und das mit einer Platzierung in den Top 25.
Roland Steiner ist in der Endabrechnung nicht unzufrieden. „Es war eine durchschnittliche Leistung“, kommentiert der Steirer die 70 zum Abschluss. „Der ganz große Wurf war zwar noch nicht dabei, aber ich habe erstmals das Gefühl, dass ich auf der Challenge Tour ganz vorne mitspielen und auch gewinnen kann“, sind vom Spielberger in dieser Saison bestimmt noch erfreulichere Ergebnisse zu erwarten, denn das Ziel lautet European Tour.
„Es geht bergauf, auch wenn die Ergebnisse noch nicht der Leistung entsprechen“. Mit der 70 am Finaltag konnte der Fontana Pro zumindest ein paar Plätze gut machen. Birdies und Bogeys hielten sich beinahe die Waage. Auf dem 413 Meter langen Par 4 der 14 gelang das entscheidende Birdie zur Runde unter Par. Beide Steirer beenden das Turnier am 25. Platz.
Jürgen Maurer beendet das Turnier mit der 76. Der Steirer landet mit einem Gesamtscore von +9 am 73. Rang in der Endabrechnung. Maurer konnte am Sonntag zwar vier Birdieputts verwerten, im Gegenzug setzte es aber ein Doppelbogey und sieben Bogeys.
Sieg im Stechen
Floris de Vries ging als Leader in die Finalrunde und machte es am Ende noch einmal spannend. Der Niederländer konnte sich einen Vorsprung herausarbeiten, agierte aber in der Schlussphase fehleranfällig und stand bei -10. Thorbjorn Olesen konnte unterdessen die 64 scoren und gleichziehen. Im Stechen hatte dann aber de Vries die besseren Nerven und gewann beim 150.000 Euro Challenger.
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