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TURKISH CHALLENGE 2010
Carya GC, Belek, Türkei
29.4. - 2.5.2010 >> € 175.000
2. Runde: 30.4.2010 - 17:45 MEZ Golf-Live.at - Joachim Widl

Spät zugeschlagen



Bernd Wiesberger locht neuerlich im Finish die Birdies zur 70 und pusht sich in die Top 5. Bacher (67), Prägant (73) und auch Steiner (74) ziehen ins Belek-Finale ein.

Mit seinem Spiel hörbar unzufrieden, aber nur drei Schläge von der Spitze entfernt, zieht Bernd Wiesberger auf Platz 5 in das Wochenende bei der Turkish Challenge ein.

Bereits der Freitag-Vormittag brachte einige erfreuliche News. Trotz wechselvoller Leistungen schaffen Florian Prägant, Hanspeter Bacher und Roland Steiner den Sprung ins Wochenende, Neo-Pro Bacher mit der 67 sogar als Tagesbester! Den totalen rotweissroten Durchmarsch vermasselt nur Thomas Feyrsinger, der nach spätem Doppelbogey ausscheidet. 

Alle Chancen genutzt

Ganz neue Seiten zieht Bernd Wiesberger in Belek auf. Der 24-jährige Burgenländer, oft unbelohnt für sein fantastisches langes Spiel, quetscht diesmal das absolute Maximum aus durchwachsenem Golf heraus. "Vor allem mit dem Holz 3 habe ich wild durch die Gegend geschossen, die langen Schläge waren wieder schlecht."

Dennoch ist dies aus der Scorekarte überhaupt nicht abzulesen, nur zwei Bogeys lässt Bernd auf 36 Löchern bislang zu, eines davon nach Dreiputt. "Irgendwie lässt mich der Platz nicht fallen und ich kann mich immer wieder retten," ist die Erleichterung hörbar. Sein Score holt Bernd auch am Freitag im Finish, locht hier noch zwei seiner vier Birdieputts. "In Summe praktisch alle Möglichkeiten ausgenutzt," kommentiert er die maximale Chancenauswertung. Die 70er-Runde pusht sein Ergebnis auf 5 unter Par hoch, damit geht er sogar mit Titelchancen ins Weekend.

Bacher spielt locker auf

Gleich bei seinem zweiten Challenger in der noch jungen Profikarriere wird H.P. Bacher sein erstes Preisgeld verdienen. Dazu musste der Radstädter am Freitag drei Schläge aufholen, was ihm locker gelingen sollte: "Nachdem ich die 1. Runde hinter mir hatte, war ich heute doch um einiges lockerer."

Der 23-jährige macht mit vier Birdies bei nur einem Bogey bereits bis zum Halbzeitturn den gesamten Rückstand auf die Cutmarke wett. "Mein Spiel mit den Wedges war heute sehr gut, daher konnte ich gleich viermal aus nur einem Meter zum Birdie lochen." Auf den Back 9 fallen drei weitere Birdieputts, somit war die 67er-Runde problemlos im Trockenen, zugleich die beste Vormittagsrunde am Freitag im Carya GC. Entsprechend gross der Sprung nach vorne im Klassement, vom 119. Platz bis rund um Rang 30.

Prägant mit ersten Fehlern

Florian Prägant tankt sich mit zwei Birdies bis zur Halbzeit an die Top 10 heran, doch der Zwischenstand ist trügerisch: "Nicht mehr so gut gespielt wie gestern", musste der Kärntner bekennen. Auf Loch 10 erwischt es ihn mit dem ersten Schlagverlust im Turnier. Noch dicker kommt es am Par 3 der 15 mit Doppelbogey: "Beides nach Wasserbällen passiert. Aber insgesamt habe ich mein Score noch gut zusammen gehalten." Immerhin rettet Flo die 73 ins Clubhaus, das bremst den Rückfall am Leaderboard ein wenig ab, bei 1 unter Par geht er von ca. Rang 45 ins Wochenende.

Roland liebt es spektakulär

Roland Steiner kann zwei Bogeys kurz vor der Halbzeit sofort wieder mit einem Birdie-Doppelschlag wettmachen, die Probleme setzen sich jedoch fort. "Vom Tee gehts in alle Richtungen, die Präzision mit dem langen Stecken fehlt noch ein bisserl," meint Roland. Mit Bogey und Doppelbogey droht der Fontana-Pro aus dem Cut zu fallen. Doch ein stark herausgespieltes Par 4-Birdie am vorletzten Loch rettet die 74 und bei Even Par gerade noch den Einzug ins Finale.

"Oft gut zur Fahne gespielt, vor allem die Pitches waren stark. am letzten Loch habe ich aus 59 Meter fast zum Birdie eingelocht." Das war auch notwendig, denn nach dem Drive ins Wasser musste unbedingt der Par-Save her, was auch dank der tollen Annäherung gelang. "Das war heute wieder sehr spektakulär, mit allem Drum und Dran," sorgte Steiner spielerisch für mehr Unterhaltung als ihm lieb war.

Ganz bitter für Feyerl

Mit grossen Hoffnungen angesichts gefühlter guter Form war Thomas Feyrsinger an den Start gegangen, doch in Runde 2 will wenig für ihn zusammen laufen. Nach drei Bogeys erreicht der Kitzbüheler schon zur Halbzeit schwarze Zahlen, der Cut zeichnet sich jedoch stabil bei Even Par ab.

Mit grosser Kampfmoral bäumt sich der erfahrene 33-jährige noch einmal auf, scort seine ersten drei Birdies des Tages auf einer Strecke von nur vier Löchern. Umso bitterer das Doppelbogey am letzten Par 3 sowie das Bogey am abschliessenden Par 5. Mit der 75 (+3) erreicht Feyrsinger ein Halbzeitergebnis von 2 über Par und scheidet damit auch beim dritten Challenger 2010 vorzeitig aus.

Der Schotte Jamie McLeary scort so wie Bacher die 67 und führt das Feld als Spitzenreiter bei 8 unter Par in die beiden Finalrunden. Die besten 30 sind nur durch 5 Schläge getrennt, den Cut bei Even Par schafften 70 Spieler.







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