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Vorschau: |
7.5.2008 - 07:10 MEZ |
Golf-Live.at - Joachim Widl |

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Halbes Heimspiel
Bei der Italian Open fühlt sich Österreichs Tour-Trio wie zuhause. In Mailand verspüren sie zudem alle Aufwind. |
Markus Brier, Martin Wiegele und Florian Prägant rechnen sich für die 65. Italian Open einiges aus, und dazu haben sie auch allen Grund: Markus Brier spielte im Vorjahr bei einer der ältesten europäischen Open um den Sieg mit, musste sich erst im Stechen Gonzalo Fernandez-Castano geschlagen geben. Martin Wiegele kommt als frisch gebackener Gösser Open-Champion nach Mailand und Florian Prägant schaffte in der Vorwoche auf der European Tour immerhin den Cut.
Zwei ganz unterschiedliche 9 Spielbahnen
Wie schon in den letzten vier Jahren wird auch heuer die Italian Open im Mailänder Castello di Tolcinasco ausgetragen. Der Arnold Palmer-Kurs zählt mit fast 6.700 Metern zu den Längeren auf der Tour, besonders die Front 9 hängen sich ordentlich hinein: "Vor allem auf der Strecke von Loch 5 bis 8 hat man nur lange Schläger in der Hand, je nach Wind Eisen 3 bis 5," beschreibt Brier die Schwerarbeit. Daher spielte er auch am Dienstag diese deutlich schwierigeren 9 und lässt sich für das Pro-Am am Mittwoch den Rest zum Anschauen.
Die Birdiechancen kommen auf den Back 9, wo einige kürzere Par 4 anstehen. Auch die Par 5 sind in Tolcinasco ideal um Schläge gutzumachen. Brier spielte im Vorjahr eine 63 zum Auftakt und vor 4 Jahren zum Abschluss die 65, ganz wichtig für den Wiener, der im mentalen Bereich sehr mit bildlicher Erinnerung arbeitet: "Wenn ich die schwersten Löcher 6 und 7 spielen werde, erinnere ich mich gerne zurück, wie ich Eisen 3 ins Grün geschlagen habe und beide in Birdie spielen konnte."
Vor allem die Grüns sind Markus sehr grün: schnell, spurtreu, fontana-like: "Damals bei der 63 sind alle Putts aus 5, 6 Metern gefallen. Wichtig ist, dass man sich vom ersten Trainingstag auf die Grüns einstellen kann. Das lange Spiel ist überall gleich, aber die Grüns sind auf jedem Platz anders. Wenn man da im Turnier zum Grübeln anfängt, hat man schon verloren."
Neue Positionen nach Re-Ranking
Martin Wiegele sieht sich nach zuletzt drei verpassten Cuts auf der European Tour endlich wieder im Aufwind. Die Setup-Probleme konnte er bei der Gösser Open gemeinsam mit Anders Forsbrand lösen, mit zwei starken Runden und dem Heimsieg in Maria Lankowitz sollte es nun auch bei der Italian Open wieder für ihn laufen.
Florian Prägant gibt die Finalrunde von Sevilla Auftrieb, wo er 17 Grüns traf. In Tolcinasco will er sich nicht mehr mit Kleingeld begnügen. Wichtig wäre für ihn ein gutes Abschneiden, denn im Re-Ranking fiel Prägant auf Rang 23 zurück. Wiegele ist nun 5. in Kategorie 11, hat somit rein rechnerisch einen Rang gewonnen, weil auch die Challenge Tour-Aufsteiger der Final Order of Merit zwischen den Positonen 16 und 20 eingerechnet sind.
Markus Brier startet am Donnerstag um 8:10 Uhr, Wiegele und Prägant am Nachmittag um 13:30 bzw. 12:50 Uhr, alle vom 10. Tee.
Fernandez-Castano verteidigt den Titel
Nicht nur Titelverteidiger Gonzalo Fernandez-Castano, auch seine zuletzt so starken spanisch Landsleute Ignacio Garrido und Jose-Manuel Lara zählen zu den Topfavoriten in Mailand. Gespannt darf man auf die Vorstellung von Robert Karlsson, Nick Dougherty und Thomas Levet sein, neben "Wild Thing " John Daly den prominentesten Startern im Feld.
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