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BANK AUSTRIA GOLF OPEN 2008
Fontana GC, Oberwaltersdorf, Österreich
5. - 8.6.2008 >> € 1,300.000

2. Runde:

7.6.2008 - 20:10 MEZ Golf-Live.at - Joachim Widl

Tiefe Scores von anderen

Wiegele schafft nicht mehr als die 71. Für Markus Brier springt trotz 7 Birdies nur die 70 heraus, nur die beiden im Cut. Singh führt bei 15 unter Par.


Alle heimischen Hoffnungen lagen am Nachmittag bei Martin Wiegele, nachdem sich Markus Brier am Morgen mit der 70 nicht vorarbeiten konnte, doch der Grazer erkämpft nur die Par-Runde, die ihn aus den Top 10 befördert. Für die tiefen Runden sorgen am zweiten Spieltag nur die internationalen Gäste.

Bei trockenem Wetter und Windstille sind die Bedingungen am Morgen aber für Markus Brier ideal, am Nachmittag setzt um 13:45 Uhr der erste heftige Regenschauer ein, der sich zum Glück rasch wieder verzieht.

Brier mit heißem Putter

Brier benötigt am Samstag eine gewisse Anlaufzeit. An seinem ersten Grün, der 10, bleibt er 12 Meter von der Fahne weg und lässt sich noch einen Zweimeter-Wadenbeisser zum Par, den er souverän meistert. Erstmals an der 12 schießt er scharf, kann aber die dicke Birdiechance aus zwei Metern nicht nutzen. "Das war ein mühsames Geschäft," sollte er nachher kommentieren.

An der 13 brockt sich Brier vom Tee eine Rough-Lage links auf einem Hügel ein, erreicht aber das Grün. Aggressiver Putt aus 13 Metern, der unbelohnt bleibt, das nächste Par. Auch an der 14 kommt Markus nicht nah ran, jetzt springt allerdings der Putter ein und versenkt aus 8 Metern vom Vorgrün den Birdieputt.

Roughproblem kostet zwei Schläge

Markus BrierBittere Pille am Par 5 der 15, nachdem Brier den Drive rechts wegschießt, sogar einen provisioren Ball schlagen muss. Der erste Drive wird zwar gefunden, Brier überschlägt mit dem dritten Schlag auch noch das Grün. Zweimal schlägt er von einem Hügel unter dem Ball durch, erst mit dem 6. Schlag parkt er den Ball nah bei der Fahne ein - Doppelbogey. "Zeitweise ist es sehr gut gelaufen, dann wieder dumme Fehler begangen - und das auf leichten Löchern, wie der 15."

Brier kontert stark

Wichtig, dass Markus sofort der Konter gelingt, am 16. Grün aus drei Metern der Birdieputt fällt. Ein schlechtes Eisen leistet er sich vom 17. Tee, kann auf dem Par 3 aber aus dem linken Rough das Par kratzen.

Am Par 5 der 18 landet Markus links im Grünbunker, nach starkem Bunkerschlag locht er zum Sandy Birdie. Der Putter läuft nun zusehends heiß. Vom Vorgrün der 1 fällt aus vier Metern der nächste Birdieputt. Die lange 2. Bahn zeigt die Zähne, Brier verfehlt das Grün rechts, chippt zwar gut hin, verschiebt aber aus zwei Metern den Par-Putt, liegt somit nur noch 1 unter Par für den Tag.

Birdie Nummer 5 fällt am kurzen Par 4 der 3, auf diesem schwierigen Grün lässt sich Brier nur zwei Meter. Der einzige Fairwaybunker, der in Fontana wirklich ins Spiel kommt, ist an der 5, Brier schießt prompt hinein. Ein dünner Sandschlag schafft es nur bis ins Rough, somit kann er erst mit dem Vierten das Grün attackieren, neuerlich nur das Doppelbogey.

Das 6. Birdie stark herausgespielt an der 6, macht den Schlagverlust wieder wett. Zu sehr weicht Brier an der 7 dem Rough aus, schafft nicht mehr den schweren Up & Down zum Par. Am Schlussloch verzieht Brier das lange Eisen links vom Grün, schafft über Chip und Putt das Birdie.

Die 70er-Runde bringt den Hausherren auf 4 unter Par und Platz 47. "Phasenweise läufts gut, aber ich hoffe, dass mir bald eine tiefe Runde aufgeht. Der Jeev ist aber der Chef am Platz," muss er die Überlegenheit seines Flightpartners Jeev-Milkha Singh anerkennen.

Wiegele kann nicht nachziehen

Als Martin Wiegele am Nachmittag loslegt, ist die Spitze 8 Schläge weg. Der Grazer beginnt mit einer langen Par-Serie. Das erste Drittel, gestern noch feuerrot in 4 unter Par, absolviert der Grazer beim zweiten Umlauf absolut ereignislos. "Vom Gefühl her war das Spiel ähnlich gut wie gestern, nur sind keine Putts hineingegangen."

Die 8. Spielbahn bekommt Wiegele nicht in den Griff, neuerlich muss er aus der tiefen Wolle spielen und fängt sich das Bogey ein. Ein solides Holz 3 bringt Martins Ball nach zwei Hieben aufs 9. Grün und das erlösende erste Birdie.

Doch die Probleme bleiben: an der 10 hookt Wiegele seine Annäherung fast ins Wasser, kann den Par-Save nicht verwerten. Der Birdieversuch am 11. Grün rasiert aus vier Metern nur die Lochkante, auch an der 12 und 13 fallen die Putts aus 4 bis 6 Metern nicht. "Im Unterbewusstsein habe ich vielleicht versucht es zu erzwingen."

Erst am 15. Grün fällt das nächste Birdie, nach gutem Chip lässt Wiegele dem Putter nicht viel zu tun. Ärgerlich das Dreiputt-Bogey an der 16 vom Vorgrün. Nach zwei guten Hieben sichert sich Wiegele an der 18 das Zweiputt-Birdie und die Par-Runde. 7 unter Par reicht ihn auf Rang 11 zurück, immerhin cuttet der Grazer erstmals in Fontana im Rahmen der European Tour. "Zu cutten heißt immer, dass man gut gespielt hat. Jetzt hoffe ich auf einen Puttlauf morgen, dann ist noch einiges drinnen. 7 unter Par nach zwei Runden hätte ich vor dem Turnier sofort genommen."

Die weiteren 15 Österreicher ausgeschieden

Bernd WiesbergerBernd Wiesberger beginnt solide mit einer Par-Serie, statt frühem Birdie fängt sich der Fontana-Pro von der 6 weg zwei Bogeys in Folge ein. Ein Birdie-Doppelschlag von der 11 weg lässt hoffen, doch rund ums 13. Grün landet der Oberwarter wieder im Rough und schiebt den Par-Putt vorbei. Nach Birdie an der 14 fordert der aggressive Puttstil mit Dreiputt-Bogey an der 15 Tribut. Am Schlussloch gelingt aus dem Rough kein Birdie mehr, die 72 reicht um einen Schlag nicht für den Cut.

Für Florian Prägant geht es mit Bogeys an der 1 und 3 früh in die falsche Richtung. Zwei weitere sollten folgen, ehe der Kärntner an der 13 sein erstes Birdie locht - leider das einzige, mit der 74 schießt sich Prägant auf 1 über Par und Platz 98 zurück, wieder kein Cut auf der European Tour.

Talentprobe von Johannes Steiner, der Salzburger Amateur setzt sich mit 7 Birdies und der 69 beachtlich in Szene. Bei Even Par verpasst der 20-jährige den Cut mit Platz 84 nur um zwei Schläge, sorgt aber für die beste rotweißrote Runde am Samstag.

Jeev-Milkha SinghSingh legt die Latte turmhoch

Briers Flightpartner Jeev-Milkha Singh locht am Schlussloch den Eagle-Putt zur besten Turnierrunde von 63 Schlägen und zieht auf 15 unter Par davon, vier Schläge vor Simon Wakefield (Eng). "Dieses Score spielt man in zwei Runden nicht so oft, aber der Kurs ist trotz der Nässe fantastisch. Ich habe einige lange Putts gelocht, besonders der letzte war hervorragend."

Turnier auf 3 Runden reduziert

Turnierdirektor Miguel Vidaor hat entschieden, dass die Bank Austria GolfOpen presented by Telekom Austria auf 3 Runden verkürzt wird, mit dem Cut nach zwei Runden bei den Top 65 Professionals.



Scores nach 2 von 3 Runden (Par 71):

Platz Spieler Par R1 R2
1 SINGH, Jeev Milkha -15 64 63
2 WAKEFIELD, Simon -11 66 65
T3 BROWN, Mark -10 69 63
T3 FOWLER, Peter -10 65 67
T5 BLAND, Richard -9 66 67
T5 HANSEN, Søren -9 68 65
T5 MURPHY, Gary -9 64 69
T8 CANONICA, Emanuele -8 65 69
T8 JONZON, Michael -8 70 64
T8 McDOWELL, Graeme -8 67 67
weiters:
T11 STRÜVER, Sven -7 70 65
T11 WIEGELE, Martin -7 64 71
T29 BARAKA, Kariem -5 69 68
T47 BRIER, Markus -4 68 70
T55 CLARKE, Darren -3 70 69
Cut verpasst (-2):
T71 GREEN, Richard -1 71 70
T71 WIESBERGER, Bernd -1 69 72
T84 GRENIER, Claude Par 71 71
T84 STEINER, Johannes (am) Par 73 69
T84 ZITNY, Niki Par 72 70
T98 HOWELL, David 1 70 73
T98 PRAEGANT, Florian 1 68 75
T119 MAURER, Jurgen 3 71 74
T129 CAMPBELL, Michael 5 69 78
T129 KROMER, Tano (am) 5 74 73
T129 WEINHANDL, Uli 5 72 75
T135 BACHER, Hans Peter (am) 6 74 74
T138 MOSER, Michael 7 77 72
T141 FEYRSINGER, Thomas 8 72 78
T141 PRADER, Clemens 8 76 74
T141 WERNIG, Alexander 8 76 74
T147 REITER, Bernhard (am) 11 76 77
150 NEMECZ, Lukas (am) 14 84 72


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