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Perfekte Scoringbedingungen in Castello di Tolcinasco: nach dem Regen in der Nacht sind die Fahnen perfekt anzugreifen, die Pros nehmen die Einladung zum Tiefschießen dankend an. Allen voran der Schwede Joakim Bäckström mit der 62 (-10) und Platzrekord früh am Morgen. Markus Brier ist am Nachmittag der Einzige, der den Spitzenreiter gefährden kann. "Nicht viel falsch gemacht, viele geile Schüsse zur Fahne gemacht und viele Putts aus drei bis fünf Metern gelocht," fasst Markus Brier die sensationelle 63 zusammen. Schnelle Birdies und Eagle auf Ansage Gemeinsam mit dem schwergewichtigen Amerikaner Duffy Waldorf attackiert Markus Brier am Nachmittag: Birdie am Eröffnungsloch und zwei Bahnen später am ersten der überlangen Par 4 zeigen: der Österreicher hat sich einiges vorgenommen, seine Weltklasseform hat er aus Shanghai nach Europa herübergerettet: "Die 1 hat sich leicht gespielt, aber das zweite Birdie habe ich mit dem Eisen 5 gut herausarbeiten müssen." Die Front 9 spielen sich um zwei Schläge härter, auf den vielen langen Par 4 bleiben weitere Birdiechancen für den Fontana-Pro vorerst Mangelware. An der 433 Meter langen 7, ein Par 4 wo noch ein Holz 5 für den Schlag in Grün bleibt, leistete sich Brier ein Bogey – es sollte sein einziges bleiben. "Aus dem Rough habe ich einige Male gut das Holz 5 gespielt, nur an der 7 landete der Ball im Grünbunker," sollte er nur jedes zweite Fairway treffen, was ihn in der derzeitigen Höchstform auch nicht stoppen kann. “Ich habe schon längere Zeit kein Eagle gespielt, wird langsam Zeit,“ hatte Brier am Vortag launig angekündigt – und macht seine Ansage am kurzen Par 5 der 9 mit starkem Putt aus 6 Metern wahr; 3 unter Par zur Halbzeit, das kann sich schon sehen lassen. Birdiefurioso auf den Back 9 Lasergenaue Eisen und ein brandheißer Putter – Markus Brier hat das richtige Rüstzeug für die Attacke auf den Back 9: "Ab der 10 ist es sehr flüssig gelaufen, ich habe aber auch wirklich jeden machbaren Putt gelocht." Auf den beiden Par 5 der Back 9 fallen weitere Birdieputts, damit spielt der 38-jährige die Par 5 zum Auftakt in 5 unter Par! Starke Eisen an der 13 und 16 legen weitere Chancen auf; der Putt am Par 3 der 16 ist länger, aus 8 Metern versenkt er auch diesen zum Birdie. An der 14 hat er bei der Grünannäherung das Glück des Tüchtigen, nachdem der Ball um 5 Zentimeter am Trockenen bleibt und nach mäßigem Chip sogar noch der Par-Save gelingt. Sowohl an der 17 wie auch am kniffligen Par 4 zum Abschluss legen perfekte Eisen weitere Großchancen auf – nicht viel mehr als einen Meter lässt er beide Male dem Putter, der locker einnickt. 30 Schläge auf den Back 9, 63er-Runde und 9 unter Par so die sensationelle Leistung des Wieners zum Auftakt der Telecom Italia Open. "Mit 7 Single-Putts aufgehört. Max und ich haben alle Linien richtig gelesen. Wenn das Vertrauen da ist und man die Dinge positiv sieht, dann läufts halt." Die 63 markiert zugleich die tiefste Runde, die Österreichs Golf-Ass jemals auf der European Tour gelang. Nur beim Challenger am Murhof, bei seinem ersten Austrian Open-Sieg im Jahre 2002, schrieb er noch einen Schlag weniger auf seine Scorekarte. "Ruhig bleiben, weiter Birdies machen. Weil mehr als eine gute Ausgangsposition ist das noch nicht, weil auch die anderen spielen tiefe Runden," bleibt Markus mit Prognosen für die nächsten Tage vorsichtig. US-Stars von Brier überstrahlt Duffy Waldorf steht trotz buntem Hawaii-Shirt und starker Runde ganz im Schatten seines österreichischen Flightpartners. Mit Doppelbogey nach Wasserschlag am Schlussloch schreibt das Schwergewicht die 67 auf die Scorekarte, das reicht knapp nicht für die Top 10. Ryder Cup-Captain Tom Lehman ist nach der 70 gerade mal auf Cutkurs. Asian Open-Sieger Raphael Jacquelin (66) und Nick Dougherty (67) spielen weiterhin in Topform und sollten auch in Mailand noch ein Wörtchen mitreden können. Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
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