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VOLVO MASTERS 2007
Valderrama GC, Sotogrande, Spanien
1. - 4.11.2007 >> € 4,000.000

Final:

4.11.2007 - 17:20 MEZ Golf-Live.at - J. Widl

Brier gut im Geld

Mit 11 über Par auf Platz 17, das gibts nur beim Volvo Masters. Auch wenn die Putts zum Abschluß nicht fallen, gibts zum Saisonende noch einen dicken Scheck.


Die schwerste Aufgabe hatte die European Tour für ihre Besten zum Saisonschluss aufgehoben. Heftiger Wind mit 50 km/h blies auch am Finaltag beim 20. Volvo Masters die Scores extrem in die Höhe, Markus Brier war mit der 73 (+2) noch bei den Besseren in Valderrama, macht ein paar Ränge gut und fettet mit Platz 17 sein Preisgeldkonto noch einmal um 52.500 Euro auf: "Wenige Fehler gemacht, aber auch wenige Birdies. Von den wichtigen Putts aus vier, fünf Metern ist keiner gefallen," resümmiert Brier seine Abschlussrunde in der European Tour-Saison 2007.

Kein Putt aus mehr als drei Metern

Neuerlich hat Brier auf den engeren Front 9 die größeren Probleme: "An der 2 einen falschen Schläger in der Hand gehabt und zu kurz geblieben," setzt es mit Chip und zwei Putts früh ein Bogey. Starker Konter mit dem Eisen 6 am folgenden Par 3, nicht viel mehr als ein halber Meter bleibt dem Putter fürs Birdie. "Dann hatte ich gute Chancen aus vier, fünf Metern, leider keine genützt. Viel näher kommt man bei diesem Wind nicht an die Fahnen ran."

Nur etwas mehr als die Hälfte der Spielbahnen trifft Brier, teuer kommt der verzogene Drive an der 7: vorlegen aus dem Rough, Bogey. "Das 8. Fairway habe ich endlich einmal getroffen, aber dann ein Sandwedge mit viel zu viel Spin geschlagen, der Ball ist von Mitte Grün voll retour gekommen." Vom Vorgrün puttet Brier noch dreimal zum Bogey. Wie schon am Vortag büßt Markus somit zwei Schläge bis zur Halbzeit ein.

Endspurt in die Top 20

"Ab der 9 habe ich wirklich gut gespielt, viele Grüns getroffen und nur noch selten ums Par kämpfen müssen." An der 11, 12 und 15 rettet er jeweils souverän das Par, am letzten Par 3 sogar aus dem Grünbunker, nachdem der Putt aus zwei Metern fällt. Ein präzises Eisen 9 legt am 14. Grün die beste Chance aus zweieinhalb Metern auf, diesmal fällt der Ball zum Birdie.

"Dafür ist der Birdieputt an der 16 böse ausgelippt," sollte das 7. Birdie des Turniers zugleich sein letztes bleiben. Die 18. Bahn kostet auch am Finaltag einen Schlag: bei 8 Runden in zwei Jahren läßt Brier hier 10 Schläge liegen, schafft kein einziges Mal das Par: "Darüber will ich gar nicht weiter nachdenken, aber im nächsten Jahr werde ich mir etwas einfallen lassen," hat er 2006 weder mit dem Driver, noch heuer mit dem Holz 3 auf diesem verflixten Dogleg das Fairway gesehen.

Mit der 73 überholt Brier am Finaltag noch vier Kollegen und beendet seine 8. und zugleich klar beste Saison mit einem 17. Platz, trotz Score von 11 über Par: "Schwerer als bei diesem Turnier gehts nicht mehr. Dazu waren ein paar lustige Fahnen gesteckt, vier Tage der gleiche heftige Wind. Im gesamten Turnier kein Doppelbogey zu spielen und nur einen Dreiputt zu machen, ist ok."

Nach nur 3 Tagen Pause startet die European Tour bereits in die Saison 2008, tradtionell in Shanghai beim "Winners Only-Turnier," dem HSBC Champions Tournament, wo es ohne Cut um 5 Millionen US Dollar geht. "Am Montag fliege ich gleich weiter," hat er noch drei Wochen China vor sich, bevor es in die Winterpause geht.

Trio geht ins Stechen

Justin Rose
verspielt im Grünbunker der 11 und dem Doppelbogey seinen Vorsprung. Soren Kjeldsen gelingt mit der 67 die beste Finalrunde, seine Marke von 1 unter Par sollte nicht mehr geknackt werden. Simon Dyson und Justin Rose können nach Bogey am Schlussloch nur die Bestmarke einstellen. Graeme McDowell gelingt der Schlag des Turniers am berühmten 17. Loch: mit dem Zweiten erreicht er das Grün, der Ball rollt zum Albatros ins Loch. Mit Doppelbogey an der 18 verpasst der Nordire jedoch das Stechen.

Die Entscheidung fällt an der 10, dem zweiten Extraloch: nur Rose kann seine Birdiechance aus vier Metern nutzen und gewinnt damit das 20. Volvo Masters, da Kjeldsen und Dyson knapp vorbeischieben.

Justin RoseRose Europas neue Nummer 1

Der 27-jährige in Florida lebende Engländer Justin Rose gewinnt erstmals die Jahreswertung der European Tour und damit die begehrte Harry Vardon-Trophy. Beim Volvo Masters überholt er noch am letzten Spieltag Ernie Els, der in dieser Woche lieber in Singapur spielt und erfolglos eine Verschiebung des Finalturniers in Spanien verlangte.

Den Titel "Rookie des Jahres" wird sich wohl ungefährdet der Deutsche Martin Kaymer holen, der den hervorragenden 6. Platz in Valderrama einfährt.



Final Scores nach 4 Runden (Par 71):

Platz Spieler Par R1 R2 R3 R4
1* ROSE, Justin -1 70 68 71 74
T2 DYSON, Simon -1 74 70 69 70
T2 KJELDSEN, Søren -1 73 70 73 67
T4 HARRINGTON, Padraig 1 71 71 71 72
T4 McDOWELL, Graeme 1 68 75 74 68
6 KAYMER, Martin 4 72 78 66 72
7 JIMÉNEZ, Miguel Angel 5 73 70 77 69
8 POULTER, Ian 6 76 71 69 74
T9 BJÖRN, Thomas 7 76 73 70 72
weiters:
T14 CEJKA, Alex 10 78 70 70 76
T17 BRIER, Markus 11 76 72 74 73
T17 MONTGOMERIE, Colin 11 72 73 71 79
T22 FASTH, Niclas 14 75 70 76 77
T25 SINGH, Jeev Milkha 16 76 74 74 76
T34 GARCIA, Sergio 17 77 72 73 79
T38 STENSON, Henrik 18 76 78 71 77
* Sieg am 2. Extraloch mit Birdie


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