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Vorschau: |
4.9.2007 - 19:15 MEZ |
Golf-Live.at - Joachim Widl |

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Golf am Gefrierpunkt
Das Omega European Masters verspricht eine Zitterpartie im wahrsten Sinn des Wortes zu werden. Kälte, Wind und kleine Grüns werden nicht nur Markus Brier zu schaffen machen. |
Wenn sogar den Birdies kalt ist, dann steht das Omega European Masters am Programm. Ein Golfturnier in 1600 Metern Seehöhe, im September in den Schweizer Alpen, kann eine unterkühlte Angelegenheit sein, und genau danach sieht das Omega European Masters 2007 aus: "Heute ein Tageshöchstwert von 6 Grad, zum Turnierstart am Donnerstag sind 0 Grad angesagt, das ist nicht mehr lustig," so die ersten Eindrücke von Markus Brier nach den ersten 5 Golflöchern in Crans sur Sierre am Dienstag.
Taktisch zu spielender Golfplatz
Pudelmütze, Schihandschuhe und Rollkragenpullover sind ab Donnerstag sogar wichtiger als der neue TaylorMade Burner, den Brier seit Holland im Golfbag mitschleppen lässt: "Der geht sehr gut, aber auf diesem kurzen Platz werde ich den Driver sowieso kaum benützen," weiß der Österreicher aus den letzten Jahren sehr genau, worauf es auf dem hochalpinen Golfplatz ankommt: "die Grüns sind sehr klein und hängen wie eine verkehrte Untertasse nach allen Seiten weg. Daher wird das Kurzspiel extrem gefordert sein - und natürlich die Wedges aus 100 Metern."
Trotz der Höhenlage fliegen die Bälle erstaunlich kurz, Brier erklärt sich das mit der Affenkälte, die Bällen, Muskeln und damit dem Golfschwung nicht bekommt. Zudem erschwerend: das Turnier soll zwar trocken, aber sehr windig über die Bühne gehen: "Kleine Grüns und Wind sind eine schlechte Kombination. Das kann richtig interessant werden."
Mit der Ausnahme des Vorjahres, wo Brier beim European Masters den Cut verpasste, schlug er sich zumeist ganz hervorragend: zwei 13. Plätze stehen zu Buche und in der aktuellen Topform ist dem 39-jährigen sowieso alles zuzutrauen.
Ryder Cup, World Cup, Seve Trophy
Mit dem European Masters beginnt die einjährige Qualifikationsphase für Europas Ryder Cup Team für Valhalla 2008: "Für mich derzeit kein Thema, da sind noch 51 Wochen danach zu spielen. Man muss zuvor in alle Majors und die World Golf Championship-Events reinkommen um eine Chance für den Ryder Cup zu besitzen," bleibt der 93. im World Ranking vorsichtig - zuerst gilt es, sich in die Top 50 oder Top 60 hineinzuspielen.
Mit der aktuellen Weltrangliste stehen auch jene 18 Nationen fest, die fix für den World Cup (Ende November in China) qualifiziert sind. Inoffiziell nimmt hier Österreich den 17. Platz ein, für die nächsten Tage wird die offizielle Bestätigung erwartet. "Mit diesem Thema werde ich mich frühestens kommende Woche beschäftigen, nächste Frage wird sein, ob definitiv Mitte September der Nennschluß für das Zweier-Team ist."
Denn sowohl Martin Wiegele als auch Niki Zitny oder Roland Steiner dürften der European Tourschool den Vorrang geben - und diese endet zwei Tage vor Beginn des World Cups. Heimlich hoffen alle, dass Österreich erst Mitte Oktober tatsächlich sein Team nennen müsste, wo vielleicht der eine oder andere schon ausgeschieden ist.
Auch die Seve Trophy spukt im Hinterkopf von Markus Brier, für diesen kleinen, innereuropäischen Ryder Cup endet die Qualifikation nach der Mercedes Benz Championship in der kommenden Woche. Derzeit fehlen dem Österreicher auf Peter Hanson, der das letzte Ticket für die Kontinentaleuropäer hält, 40.000 Euro. Den gleichen Betrag hinter Brier lauert Miguel-Angel Jimenez. Hanson ist in der Schweiz nicht am Start, Jimenez sehr wohl.
Startzeit von Markus Brier am Donnerstag: 13:30 Uhr
Feld von Woche zu Woche stärker
Mit dem schrittweisen Ausscheiden der Europäer im FedExCup wird auch das Teilnahmefeld in Europa von Woche zu Woche stärker. Andres Romero, Darren Clarke, Robert Karlsson, Alex Cejka und Niclas Fasth teen in der Schweiz auf, gemeinsam mit den zuletzt in Gleneagles stark spielenden Lee Westwood, Paul Casey oder Vorwochensieger Marc Warren. Titelverteidiger ist der Waliser Bradley Dredge, der die Kollengen im Vorjahr mit seinen 8 Schlägen Vorsprung so richtig vorführte.
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