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RYDER CUP 2008
Valhalla GC, Louisville, Kentucky
19.9. - 21.9.2008 >> € 0

Vorschau:

19.9.2008 - 08:22 MEZ Golf-Live.at - Joachim Widl

Ryder Cup Paarungen

Hochinteressante Paarungen für die 5 Bestball-Partien am Freitag ab 14:05 MEZ.


Gleich im ersten Match Play-Duell des Ryder Cups 2008 kommt es zum Aufeinandertreffen von Padraig Harrington und Phil Mickelson, den beiden dreifachen Major-Siegern. Europas Nummer 1 spielt mit Robert Karlsson, "Lefty" wollte unbedingt mit seinem kalifornischen Landsmann Anthony Kim spielen.

Die 5 Bestball-Matches vom Freitag:

USA                                           Europe

14.05 MEZ      Phil Mickelson/Anthony Kim  :  Padraig Harrington/Robert Karlsson

14.20 MEZ     Justin Leonard/Hunter Mahan  :  Henrik Stenson/Paul Casey

14.35 MEZ      Stewart Cink/Chad Campbell  :  Justin Rose/Ian Poulter

14.50 MEZ            Kenny Perry/Jim Furyk  :  Lee Westwood/Sergio Garcia


Vorschau:

Gleich vorweg: Tiger Woods "fehlt" nicht beim Ryder Cup, die Nummer 1 der Welt will beim Ryder Cup im Valhalla GC vor Ort alles unternehmen um sein Team zu unterstützen, nur selbst spielen kann er nicht. "Viel werde ich aber nicht beitragen können fürchte ich," meint Tiger, "ich bin nur Zuschauer, kein Teammitglied. Leider kann ich keine Trainingsrunden mitspielen, weiß nicht wie sich der Platz spielt und bin nicht in die Team-Chemie eingebunden."

Einen neuen Teamspirit wird das US-Team auch brauchen um nach drei verlorenen Auseinandersetzungen dem "alten Kontinent" die wichtigste Trophäe im Golfsport wieder abzujagen. Seit 1995, in 6 Auseinandersetzungen, holte Amerika nur einmal den Cup.

Europas legendärer Teamgeist

Die Europäer sind sich des Erfolgsfaktors "Teamgeist" bewusst: "Ich fühle mich wie eine Mutterhenne," meint Captain Nick Faldo, "einfach großartig. Das ist ein ganz besonderer Haufen, sogar die Spielerfrauen machen mit."

Dienstag Morgen im Valhalla GC von Kentucky schickte Faldo sein Dutzend in Dreiergruppen erstmals hinaus auf den Platz: "Diese Idee haben wir gemeinsam geboren," möchte er keine Hinweise geben, welche Paarungen für Freitag, den ersten Spieltag, zu erwarten sind.

Padraig HarringtoinSergio Garcia, Soren Hansen und Lee Westwood bildeten den ersten Dreierflight, Padraig Harrington, Graeme McDowell und Henrik Stenson dahinter. Die beiden "Captain's Picks", Paul Casey und Ian Poulter spielten mit Robert Karlsson, den Abschluss machten Miguel-Angel Jimenez, Justin Rose und Oliver Wilson.

"Sicher, es fehlen erstmals Monty und Darren Clarke," gibt Lee Westwood zu, "es ist ein ganz anderes europäisches Team. Aber auch das erste seit langem, wo alle Spieler in den Top 50 der Weltrangliste sind," spricht der 35-jährige die spielerische Qualität an.

Azinger setzt auf Longhitter

US-Captain Paul Azinger wirkt in seiner Pressekonferenz deutlich nachdenklicher, genießt aber auch die Rolle des Außenseiters auf eigenem Boden: "Ich hätte gerne ein Course-Setup gehabt, das uns einen Heimvorteil gibt und die Stärken der Europäer neutralisiert." Doch Hurrican Ike macht dem einen Strich durch die Rechnung. Drei Tage vor dem ersten Abschlag können die Greenkeeper froh sein, den Valhalla GC überhaupt ordentlich bespielbar zu machen.

J.B. Holmes"Ich hatte gehofft, mit 7 Bombern in meinem Team einen Vorteil herauszuholen, damit wird es offensichtlich nichts," meint Azinger, der bei seinen Captain Picks ganz auf Longhitter wie J.B. Holmes setzte.

Seit 1999, in Brookline, ist Amerika sieglos im Ryder Cup, die Europäer gewannen nicht nur die letzten drei Auflagen des Kontinentalvergleichs, die Siege fielen sogar mit zuletzt 18,5 zu 9,5 Punkten deutlich aus.

Den Valhalla GC kennen sowohl die US- wie die Euro-Stars von der PGA Championship im Jahr 2000, die PGA of Amerika kaufte stückchenweise den Kurs in Louisville, Kentucky auf, und baute das von Jack Nicklaus überarbeitete Design zu einem wahren Golfjuwel aus. Auf über 6500 Meter wurde der typisch amerikanische Parklandkurs zuletzt verlängert. Ob Valhalla wie von Azinger erhofft eine Longhitterwiese ist oder wie von den Europäern erträumt, eher seinen Vikingern zugute kommt, bleibt abzuwarten.

Wie wirkt sich das Fehlen von Tiger aus?

Es ist ausgerechnet die amerikanische Presse, die das Fehlen von Tiger Woods teilweise sogar begrüsst: "Woods hat einen mageren Rekord von 10 Siegen, 13 Niederlagen und zwei Unentschieden gesammelt. Nichts motiviert die Europäer mehr, als Woods im Ryder Cup zu schlagen, was ihnen 12 Mal bei den letzten 20 Matches gelang," stichelt etwa die Associated Press.

Ziemlich sauer konterte Azinger: "Ihr könnt doch nicht argumentieren, Amerika wäre besser dran ohne den wahrscheinlich besten Spieler, der je gelebt hat. Das bringt Europa ganz klar in die Favoritenrolle."

Ebenfalls interessant: 6 von 12 Spielern aus dem US-Team sind Neulinge, bei den Europäern sind es immerhin 4, somit wird das ein ganz neues Kräftemessen, wo nur 60 % der Spieler überhaupt Ryder-Cup-Erfahrung mitbringen.

Auch beim im Vorfeld ausgetragenen Junior Ryder Cup war Amerika nach bislang nur einem Sieg der große Außenseiter - und gewann am Dienstag im "The Club at Old Stone" sensationell mit 22 : 2 Punkten ...

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