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25.9.2007 - 19:30 MEZ |
Golf-Live.at - Joachim Widl |

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Ryder Cup-Praktikum
Premiere für Markus Brier in einer Europaauswahl: bei der Seve Trophy kann er in Irland Erfahrung im Ryder Cup-Format sammeln. |
Zuerst der kleine Ryder Cup, später einmal der große? Markus Brier ist erstmals bei der Seve Trophy, der innereuropäischen Auseinandersetzung zwischen Kontinentaleuropa und den Cracks von der britischen Insel dabei, wo jedes Team 10 Teilnehmer stellt. Gespielt wird in einem ähnlichen Match Play-Format wie beim Ryder Cup, Markus hat dabei die Chancen Ryder Cup-Captain Nick Faldo zu beeindrucken, der die Briten coacht: "Wieder eine ganz neue Erfahrung für mich," freut sich Markus auf die nächste Herausforderung, "es gab einmal in Österreich eine Serie Pros gegen Amateure im Match Play, wo ich dabei war, aber das ist sicher schon 15 Jahre her."
Brier sammelt 4 Tage Match Play-Praxis
Die Seve Trophy sozusagen als Ryder Cup-Praktikum für den Österreicher, der an den ersten beiden Tagen in den 5 Bestball-Vierern sicher zum Einsatz kommt. Am Samstag spielen dann jeweils 6 Mitglieder jeder Seite am Vormittag "Bestball mit Auswahldrive" (Greensome, was beim Ryder Cup nicht gespielt wird) und am Nachmittag gleich viele Akteure den klassischen Vierer. Brier wird also am dritten Tag entweder 18 oder 36 Loch absolvieren. Am Sonntag stehen wie beim Ryder Cup die abschließenden Singles an, wo die 10 Spieler beider Teams zum Einsatz kommen.
"Das wird hier sicher eine lustige Geschichte, es geht nicht ganz so ernst zu wie beim Ryder Cup. Schade nur um einige prominente Absagen im Vorfeld," haben Topleute wie Donald, Garcia, Stenson, Fasth dem Erfinder des Turniers, Seve Ballesteros, einen Korb gegeben.
Beide Seiten setzen daher auf eine Mischung von Routiniers und Neulingen: Robert Karlsson, Miguel-Angel Jimenez, Thomas Björn, Peter Hanson und Raphael Jacquelin im Team der Kontinentaleuropäer haben bereits bei der Seve Trophy gespielt, neu sind neben Brier auch Soren Hansen, Gonzalo Fernandez-Castano, Gregory Havret und Mikko Ilonen.
Die Briten gelten als leichte Favoriten
Auf Seiten des Teams Großbritannien und Irland, das die letzten drei Auflagen des Turniers gewann, kann auf die unschätzbare Erfahrung von Monty, Paul Casey, Bradley Dredge, Nick Dougherty und Justin Rose zurückgegriffen werden. Neulinge sind Gleneagles-Sieger Marc Warren, Phillip Archer, Graeme Storm, Simon Dyson und Oliver Wilson. Klar, dass somit die Briten noch dazu mit Heimrecht als Favoriten gelten.
"Der Platz ist recht ordentlich. Lang, mit einigen Drives übers Wasser, wo man kräftig hinlangen muß um überhaupt drüber zu kommen, dazu kam bei der heutigen Trainingsrunde ein 3-Schläger-Wind," bekam Brier einen Vorgeschmack, was ihn erwartet. Gespielt wird am neuen Platz "The Heritage", den Adamstal-Designer Jeff Howes gemeinsam mit Ballesteros gebaut hat. "Die Grüns sind gut, allerdings sehr wellig, ähnlich wie im K-Club," zieht Brier einen weiteren Ryder Cup-Vergleich.
Erstes Teammeeting am Dienstag Abend
Nach freiem Training am Dienstag - Brier spielte mit Fernandez-Castano, Ilonen und Hansen seine erste Runde - wird es mit dem Teammeeting um 19 Uhr Ortszeit erstmals ernst. "Jeder Spieler wird so seine Vorstellungen einbringen, dann werden wir sehen, welche Paarungen Seve am Donnerstag hinausschicken wird," hat Brier selbst noch keine Ahnung über seine Partner im Vierer: "Es macht jedoch Sinn, immer einen Longhitter mit einem Kürzeren zusammenzuspannen, weil im Bestball aggressiver gespielt wird."
Wieviele Punkte er gerne holen würde: "Eigentlich alle, aber Lochwettspiel ist eine eigene Geschichte. Da kann ein Gegner plötzlich einen Birdielauf bekommen, wo man wenig machen kann," will sich Brier nicht auf Prognosen festlegen. Angenehmer Nebeneffekt: jeder Spieler des Siegerteams erhält am Sonntag 125.000 Euro Preisgeld, jeder Verlierer auch noch 75.000 Euro, die allerdings nicht für die Order of Merit zählen, sondern nur für das eigene Bankkonto.
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