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Final: |
13.4.2009 - 01:30 MEZ |
Golf-Live.at - Joachim Widl |

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Last Man Standing
Angel Cabrera bezwingt Kenny Perry und Chad Campbell im Playoff und holt den 2. Majortitel. Mickelson (67) und Woods (68) brillieren, kommen aber nicht mehr ran. |
Angel Cabrera entscheidet den Masters-Marathon über 18 Löcher plus zwei Extralöcher für sich und feiert nach 2007 bei der US Open seinen zweiten Major-Triumpf. Der argentinische Longhitter darf sich nach drei Top 10-Ergebnissen in Augusta nun erstmals ins Green Jacket helfen lassen - damit verbunden der Siegerscheck von 1,350.000 US Dollar. Kurios: Cabrera gelang noch kein regulärer Sieg auf der US PGA Tour, dafür gewinnt er die beiden wichtigsten Majors auf amerikanischem Boden.
Cabrera sah dabei lange Zeit nicht wie der Sieger aus, schwächelte über weite Strecken am Finaltag, leistet sich etwa ein Socket an der 8. Erst im letzten Drittel findet er zum Spiel und erreicht dank später Schlagverluste von Kenny Perry überhaupt erst das Stechen, gemeinsam mit Perry und Chad Campbell. Dort genügt dem Argentinier ein Par am zweiten Extraloch zum Sieg. "Das ist ein großartiger Moment, der Traum jedes Golfers. Ich bin so gerührt, dass ich kaum sprechen kann," rang Cabrera nach Worten.
Rivalität beflügelt ... Mickelson
Die Show des Finaltages lieferte die Glamour-Paarung Tiger Woods und Phil Mickelson im siebentletzten Flight ab, die gemeinsam mit einem Eagle und 14 Birdies einheizten. Die 67 von Lefty und die 68 von Tiger hobelte jedoch nur die Hälfte ihres Rückstands aus den Vortagen weg, am Ende Platz 5 für Mickelson und Platz 6 für Tiger. "Es war einfach furchtbar, ich weiß nicht was mit meinem Schwung los war, einfach nur frustrierend. Dennoch bin ich herangekommen und hätte fast noch mit einem notdürftig verarzteten Golfschwung gewonnen." kommentierte Tiger launisch. Ordentliche Schlappe für die Europäer in Augusta, Graeme McDowell als 17. der Beste. Topstars wie Padraig Harrington (35.), Garcia (38.) oder Westwood (42.) schwer geschlagen. Der spannende Finaltag chronologisch aus unserer Live-Coverage:
18:00 "Testpiloten" unterwegs
Welche Scores Augusta National am Schlusstag zulässt, darüber sollten die frühen Starter Aufschluss geben. Zumindest im ersten Drittel gibt es einige Birdies abzuräumen, wie Bubba Watson, Ross Fisher und Ben Curtis beweisen, die alle bereits zwei Schläge gutgemacht haben.
Auch Paul Casey findet den Weg zu zwei schnellen Birdies, Padraig Harrington eröffnet mit Birdie. Die Europäer müssen sich anstrengen um eine peinliche Klatsche zu vermeiden - vor dem Finaltag sind Westwood und Poulter noch die Besten am 10. Platz.
19:00 Super-Duo gestartet
Riesenrummel rund ums 1. Tee als Tiger und Phil Mickelson um 19:35 MEZ auf die Reise geschickt werden. Wird deren Rivalität beflügeln, einen Spieler bevorzugen? Es geht um viel: Lefty könnte sogar Tiger vom Thron im World Ranking stossen, falls er gewinnt und Tiger nicht zumindest Fünfter wird.
Ross Fisher derzeit die heißeste Aktie am Platz: Birdie am überlangen Par 4 der 11 nach perfektem Eisen 7 und Putt aus 6 Metern, damit drei Schläge gutgemacht. Steve Flesch gelingt das Eagle am ersten Par 5, damit 5 unter Par. Bubba Watson zeigt was an der 13 geht: zweiter Schlag mit dem mittleren Eisen tot zum Stock und das lockere Eagle. Amen-Corner gibt und Amen-Corner nimmt: Robert Allenby aus dem Grünbunker der 12 übers Grün ins Wasser (Tripplebogey), davon schon Dudley Hart und Ben Curtis in Ray's Creek.
20:00 Einer links, einer rechts
Tiger Woods hookt seinen ersten Abschlag in die Bäume, Phil Mickelson kopiert den Fehlschlag seitenverkehrt - beide beweisen ihre Klasse mit gekratzten Pars. "Ich habe schon auf der Range alle Bälle weggeschossen. Der Tee-Shot an der 1 war einer meiner schlechtesten Abschläge in ein Turnier," so Tiger nachher. Programmgemäß der Schlaggewinn an der 2 für beide, Mickelson bringt seine Nase erstmals am 3. Grün voran, als er nur noch einen Tap-In zum Birdie hat. Auffällig: kaum ein Wort zwischen den beiden, am Tee steht der eine mit Caddie links, der andere rechts...
Mickelson zu Beginn klar der Stärkere: 3 Schläge gutgemacht bis zum 5. Grün, als aus vier Metern ein kniffliger Hänger fällt. Tiger rettet aus ähnlicher Distanz das Par. Auch Steve Flesch und John Merrik haben bereits drei Schläge aufgeholt. Cabrera und Perry, die soeben gestartet sind, geraten von den Verfolgern unter Druck. Mickelson feuerheiß mit den Eisen, viertes Birdie an der 6, diesmal aus einem Meter - fehlen nur noch drei Schläge zur Spitze. Woods nur 1 unter im ersten Drittel, er bleibt in Augusta ein Langsamstarter.
21:00 Mickelson schnupft die Front 9 auf
Mickelson biegt seinen Ball perfekt um die Bäume an der 7, vielleicht der Schlag des Tages, der Birdie Nummer 5 zur Formsache macht. Tigers Ball erwischt eine Windböe, der Birdieputt aus großer Distanz lippt aus. Chad Campbell chippt an der 3 ein, ist bis auf einen Schlag am Spitzenduo dran.
Bei Tiger und Lefty fliegen die Fäuste: Woods schüttet am 8. Grün aus 10 Metern einen brachial gespielten Eagleputt hinein, Lefty vewertet zum Birdie, beide reagieren mit geballter Faust. Gut dass Angel Cabrera all das nicht sieht, der Argentinier schnappt sich am 3. Grün mit Birdie die alleinige Spitze bei -12, gibt diese mit Sandy-Bogey an der 4 wieder ab.
Starke Par-Saves am hängenden 9. Grün von Tiger und Mickelson. 30 Schläge, 6 unter Par, damit stellt Lefty den 9 Lochrekord in Augusta ein und geht aktuell mit nur einem Schlag Rückstand auf die Spitze in die entscheidende Phase, Tiger weitere drei Schläge zurück.
22:00 Langeweile im Schlussflight
Angel Cabrera der einzige Spieler in den Top 10, der für den Tag über Par liegt (+1), Kenny Perry verschiebt selbst kurze Birdie-Putts, verwertet aber eiskalt jeden Par-Save. Mit Fadesse auf der Scorekarte, alles in Par auf den Front 9, hält er eine hauchdünne Führung. Ein Schlag Vorsprung für die entscheidenden letzten 9 Löcher auf Campbell und Cabrera.
Das berüchtigte 12. Loch fordert diesmal von Mickelson seinen Tribut: das lockere Eisen 9 reicht nicht um den Ball über 140 Meter sicher aufs Trockene zu befördern, der Ball spinnt zurück in Ray's Creek - Doppelbogey. "Ein ganz schlechter Schwung nach vielen guten Eisen zuvor," sollte er nachher kommentieren.
Ein gewisser John Merrick macht sich einen Namen: 4 Birdies in Serie von der 13 weg pushen den Amerikaner auf 8 unter Par vor, aktuell gleichauf mit Mickelson und Furyk.
Komplett von der Rolle die Europäer: Lee Westwood und Ian Poulter bei +1 und auf Platz 19 abgerutscht. Somit ist Graeme McDowell derzeit dank der 69 als 14. bester Europäer.
23:00 Tiger auch nur ein Mensch
Tiger weiter ohne Schlagverlust, daher reichen die einkalkulierten Birdies auf den Par 5 der 13 und 15 um Boden gutzumachen. An der 15 haben er und Mickelson sogar dicke Eaglechancen, Lefty erstmals verunsichert, als der Putt aus einem Meter nicht fällt. "Ich hätte meinem Auge trauen sollen, habe aber mit Break gespielt, nachdem ich Tigers Putt gesehen habe." Die 16 hat Woods bereits vor vier Jahren das Grüne Jacket eingebracht, diesmal legt er den Ball auf einen Meter zum Stock und zieht mit Mickelson und Chad Campbell bei 10 unter Par gleich.
Kenny Perry ärgert sich grün und blau über sein 11. Par am 11. Grün, da der Birdieputt an der Lochkante verhungert. Dennoch hat er weiter die besten Karten. Aus dem Nichts heraus locht dann der 48-jährige aus Kentucky aus 10 Metern vom Vorgrün der 12 sein erstes Birdie.
Vom 17. Tee pullt Woods sein Holz 3 in die Bäume, schießt am Schlussloch den Drive rechts in den Wald und klopft dann aus schwieriger Lage neuerlich auf Holz. Tiger beendet sein 15. Masters richtig menschlich mit zwei Bogeys. Mit der 68, seiner besten Runde der Woche erreicht er 8 unter Par. Mickelson liest am 17. Grün neuerlich einen Break in seinen Birdieputt, den es nicht gibt und verschiebt aus einem Meter. Aus dem Fairwaybunker der 18 setzt es auch für ihn ein Bogey zum Abschied. Die 67 hievt Lefty auf 9 unter Par, damit schlüpft er kein drittes Mal in das Green Jacket. Shingo Katayama verdient sich in der Zwischenzeit mit ein paar unglaublichen Kurzspiel-Heldentaten den alleinigen 4. Platz bei 10 unter Par.
00:00 Entscheidung vertagt
Kenny Perry zweitputtet zum Birdie an der 15, schaut seinem guten Freund Chad Campbell gespannt zu, wie er an der 16 den Birdieputt versäbelt und studiert danach genüsslich das Leaderboard: ein Schlag Vorsprung auf Campbell, zwei auf Cabrera, der 73. Masters-Titel wird unter diesem Trio ausgespielt.
Mit dem Eisen 8 produziert Perry vom 16. Tee einen der besten Golfschläge seines Lebens: breit grinsend blickt er hinterher, wie sein Ball bis auf 20 Zentimeter zur Fahne segelt. Tap-In und bei 14 unter Par nun zwei Schläge Vorsprung auf die Verfolger. Einen davon verspielt der 48-jährige an der 17 nach schwachem Chip, der übers gesamte Grün rollt.
Campbell verpasst knapp den Birdieputt am 72. Loch. Die 69 bringt den Texaner auf 12 unter Par, damit kann sich Perry kein Bogey mehr leisten. Nach Drive in den Fairwaybunker wird das ein hartes Stück Arbeit. Mit dem Eisen 7 hookt der Routinier den Ball links neben das Grün. Nach auf Sicher gespielten Chip trennen ihn 5 Meter zum Par und ersten Majortitel. Der Putt fällt nicht, das Bogey-Bogey-Finish reicht zur 71 und zum Playoff bei 12 unter Par. Angel Cabrera gelingt der Chip & Putt zum Par und mit der 71 ebenfalls der Einzug ins Stechen.
01:00 Das Playoff
Keiner der drei Kontrahenten trifft das erste Extraloch, die 18, in Regulation, keiner sieht so aus, als ob er das Masters gewinnen wolle. Cabrera stochert im Wald herum und handelt sich beim zweiten Schlag einen wilden Querschläger ein, Campbell und Perry verfehlen aus 140 Metern von Mitte Bahn das Grün auf der rechten Seite. Cabrera und Perry mit Großtaten im Kurzspiel zum Par, nur Campbell misst aus zwei Metern den Putt und scheidet aus.
Weiter geht es an die 10, wo Perry seinen Schlag ins Grün böse weghookt, allerdings hatte er unglücklicherweise einen Dreckklumpen am Ball. Cabrera legt dem Ball aus 135 Meter seelenruhig in Birdiedistanz am Grün ab. Diesmal kein zwingender Chip des Amerikaners, der Par-Putt rollt auch vorbei. Somit genügen dem Argentinier zwei Routine-Putts zum Sieg.
"Diese Gelegenheit bekomme ich vielleicht nie wieder," trauert Perry der Chance nach, sich als 48-jähriger zum ältesten Majorchampion zu küren,"Ich hatte das Turnier am Schläger und habe es verspielt," geht er hart mit sich ins Gericht.
>> 3. Runde: Das Heft in der Hand
>> 2. Runde: Yes, Kenny can
>> 1. Runde: Campbells Birdie-Furioso
>> Vorschau 2: Tiger der logische Favorit
>> Vorschau 1: Major-Saison beginnt
Die wichtigsten Masters-Links:
>> Tee-Times
>> Offizielle Masters-Homepage
>> Augusta-National: Löcher 1 bis 18
>> Alle Sieger und Rekorde
Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1* |
A. Cabrera |
-12 |
68 |
68 |
69 |
71 |
| T2 |
C. Campbell |
-12 |
65 |
70 |
72 |
69 |
| T2 |
K. Perry |
-12 |
68 |
67 |
70 |
71 |
| 4 |
S. Katayama |
-10 |
67 |
73 |
70 |
68 |
| 5 |
P. Mickelson |
-9 |
73 |
68 |
71 |
67 |
| T6 |
J. Merrick |
-8 |
68 |
74 |
72 |
66 |
| T6 |
S. Flesch |
-8 |
71 |
74 |
68 |
67 |
| T6 |
T. Woods |
-8 |
70 |
72 |
70 |
68 |
| T6 |
S. Stricker |
-8 |
72 |
69 |
68 |
71 |
|
|
|
|
|
|
|
|
weiters: |
|
|
|
|
|
| T10 |
J. Furyk |
-7 |
66 |
74 |
68 |
73 |
| T13 |
C. Villegas |
-6 |
73 |
69 |
71 |
69 |
| T15 |
G. Ogilvy |
-5 |
71 |
70 |
73 |
69 |
| T17 |
G. Mcdowell |
-4 |
69 |
73 |
73 |
69 |
| T20 |
P. Casey |
-2 |
72 |
72 |
73 |
69 |
| T20 |
T. Immelman |
-2 |
71 |
74 |
72 |
69 |
| T20 |
R. Mcilroy |
-2 |
72 |
73 |
71 |
70 |
| T35 |
P. Harrington |
E |
69 |
73 |
73 |
73 |
| T38 |
S. Garcia |
1 |
73 |
67 |
75 |
74 |
* Sieg mit Par am 2. Extraloch
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