>> HOME / Ladies European Tour / Spielbericht

UNIQA LADIES GOLF OPEN 2009
Föhrenwald GC, Wiener Neustadt, NÖ
10. - 13.9.2009 >> € 250.000

2. Runde:

11.9.2009 - 19:13 MEZ Golf-Live.at - Joachim Widl

In Pole Position

Laura Davies behauptet sich mit der 69 an der Spitze, geteilt mit Bettina Hauert und van der Graaf. Erstmals sind 5 Österreicherinnen im Finale.


Aus dem Leader-Quartett wird am zweiten Spieltag der UNIQA Ladies GolfOpen ein Trio, aber weiterhin mit Laura Davies. Nur die Namen der Co-Leader sind neu: Bettina Hauert und Marjet van der Graaf sichern sich gemeinsam mit Englands Golfdenkmal den sonnigsten Platz am Leaderboard zur Halbzeit. Besonders erfreulich aus heimischer Sicht: mit Nicole Gergely, Stefanie Michl sowie den jungen Amateuren Hochwimmer, Kotnik und Stütz ziehen erstmals 5 Österreicherinnen in ein Finale bei einem Ladies European Tour-Event ein!

Davies verteidigt Führung

Laura DaviesLaura Davies nutzt die windarmen Bedingungen am Morgen zu frühen Birdies: "Ich bin sehr froh wie es gelaufen ist, an der 14, meiner 5. Bahn, habe ich zum Birdie eingechippt." Im auflebenden Wind bekommt auch die englische Golfikone erstmals Probleme und kassiert ihre ersten Bogeys im Turnier: "Beide mit Dreiputts, auch sonst habe ich einige Chancen auf den Grüns ausgelassen." Die 69 (-3) ist jedoch gut genug um bei 8 unter Par eine beachtliche Halbzeitbestmarke zu setzen: "Angesichts der schwierigen Bedingungen bin ich damit sehr zufrieden."

Bettina Hauert schliesst mit der 68 zu Davies an der Spitze bei 8 unter Par auf. Die Deutsche schlägt hervorragende Eisen und holt sich Birdies auf den schwierigen Par 3 der 14 und 16. Dazu spielt sie im gesamten Turnier erst zwei Bogeys, so wie Davies. Marjet van der Graaf (NED) nutzt die windarmen Bedingungen nach dem Gewitter am Nachmittag aus um mit späten Birdies die beste Tagesrunde von 67 Schlägen zusammen zu basteln und aus dem Führungs-Duo ein Trio zu machen.

Gergely nur anfangs am Vormarsch

Nicole GergelyNicole Gergely
nutzt ihre frühe Startzeit am Freitag aus: an der 1 gestartet, schiesst sie mit dem dritten Schlag bis auf einen halben Meter zum Stock und beginnt ihre zweite Runde mit Birdie. Die Steirerin zieht ein fantastisches langes Spiel auf, legt sich auch am 2. Grün eine dicke Chance auf, die sie aus einem Meter locker verwertet. Ein wenig mehr Arbeit lässt die Kremstalerin dem Putter am 3. Grün, aber auch dieser Birdieputt aus zwei Metern fällt. "Das war ein Superbeginn, so wie zuletzt in Finnland, dann wurde es mit dem Wind immer schwerer."

Am 5. Grün lässt sich Gergely einen langen ersten Putt aus 18 Metern, bringt diesen nicht nah genug ran und kassiert das Bogey. Dafür gelingt ihr ein hervorragender Sand Save aus dem Grünbunker der 8. Mittlerweile hat der Wind deutlich zugelegt, hilft allerdings am Par 5 der 9: über Chip und Putt sichert sich Gergely das Birdie. Damit hat sie drei Schläge bis zur Halbzeit gutgemacht und sich auf Platz 6 vorgearbeitet.

Zu Beginn der Back 9 verteidigt Gergely ihre gute Position, aus dem Fairwaybunker an der 11 legt sie den Ball sicher am Grün ab. Trotz böigem Wind trifft die Steirerin weiterhin fast jedes Grün und hält sich so die Probleme vom Leib. Gute Birdiechance an der 13, der Putt lippt jedoch aus. Vom 14. Tee schickt Nicole den Ball links ins Rough, diesmal misslingt der Up & Down zum Par.

Zu forsch der Downhiller zum Birdie am 16. Grün, der Retourputt zum Par fällt leider nicht. Zum dritten Mal landet Gergelys Ball an der 17 im Grünbunker, wieder schafft sie nicht den Sand Save zum Par. "Für den Schlag ins Grün habe ich noch ein Holz 3 benötigt, der Ball lag dann an der Bunkerkante." Putt-Pech am Schlussloch, als ein guter Birdieputt an der Lochkante liegenbleibt. Somit verspielt Gergely den tollen Beginn mit späten Bogeys und bringt die 72 ins Clubhaus. "Ich bin einmal froh, dass ich am Wochenende dabei bin und jetzt werde ich Vollgas geben."

Steffi muss kämpfen

Stefanie MichlSteffi Michl, bei 3 unter Par nach Runde 1 in den Top 10, startete um 9:20 Uhr vom 10. Tee. Frühes Birdie will der Grazerin diesmal nicht gelingen. Bei Gegenwind spielt sich das Par 5 der 15 heute sehr schwierig, Michl hookt den Drive in die Bäume und muss nach Strafschlag das Doppelbogey notieren. "Ich habe mich heute am Platz nicht wohl gefühlt, es war auch heute sehr schwer da draussen." 

Die 17 spielt sich fast wie ein Par 5, Steffi gibt einen weiteren Schlag ab. Ausgezeichneter Pitch dafür ins 18. Grün, aus zwei Metern fällt der erlösende Birdieputt.

Erneut schrillt der Bogeyalarm an der 3, der Rückenwind ist keine Hilfe, treibt den Abschlag ins Rough, Michl gibt einen weiteren Schlag ab und fällt auf Even Par zurück. Zwei weitere Bogeys summerien sich zur 77, mit der sie auf 2 über Par zurückfällt, aber immerhin noch im Finale dabei ist. "Dabei waren die zweiten 9 vom Gefühl her nicht schlecht, aber leider war ich da am Bogeytrain."

Stütz liefert die positive Überraschung

Marina StützAmateurin Marina Stütz liefert auch am zweiten Tag eine bemerkenswerte Talentprobe ab. Die Linzerin spielt bunte Front 9 mit vier Birdies, da lassen sich drei Bogeys noch verschmerzen. "Am Anfang habe ich noch mit meinem Rhythmus gekämpft, war auch noch etwas nervös, daher war es so abwechselnd."

Insgesamt gelingen der 16-jährigen Nationalteamspielerin sechs Birdies zur 71, damit verbessert sie sich auf 3 über Par, was für den Cut reichen sollte.

Daniela Wagner muss am Par 4 der 4 die "10" auf der Scorekarte notieren und begräbt so früh ihre Cutchancen (78 Schläge, gesamt +8). Eva Steinberger fängt sich im ersten Drittel nicht weniger als vier Bogeys ein. Trotz ihrer ersten zwei Birdies im Turnier scort sie nur die 78 und scheitert bei +15 deutlich aus: "Leider war mein Heimturnier ein Spiegelbild der bisherigen Saison," meint sie enttäuscht.

Auch Hochwimer und Kotnik im Finale

Martina HochwimmerDrei ÖGV-Amateure, Martina Hochwimmer, Marina Kotnik und Marlies Krenn, starten durchaus mit Cutchancen am Nachmittag. Hochwimmer gibt an der 13, ihrer 4. Bahn, einen Schlag ab, den sie sich an der 18 aber wieder zurückholt. Das Birdie an der 2 freut die Salzburgerin nur kurz, da am anschließenden schweren Par 4 ein Bogey passiert. Dafür gelingt der Sportstudentin das Birdie an der 5, das ihre Situation am Leaderboard weiter verbessert.

Den Schlagverlust am vorletzten Loch bügelt Hochwimmer mit Birdie zum Abschluss wieder aus und sichert sich mit der 71 (-1) den Einzug ins Finale - eine besondere Genugtuung, nachdem sie im Vorjahr in letzter Minute um einen Schlag aus dem Wochenende geworfen wurde. "Ich habe heute bedeutend besser gespielt, als gestern. Ich habe viele Greens getroffen und dabei auch vier Birdies erzielt. Die Regenpause hat mich nicht gestört."

Marina Kotnik muss am kurzen Par 4 der 11, ihrer zweiten Spielbahn, gleich ein Triplebogey verkraften. Danach agiert die Steirerin sehr sicher, die Putt-Misere vom Vortag hält jedoch an, somit reiht sie eine endlose Par-Serie auf ihr Scorekarte. Drei Löcher vor Schluss fällt ein entscheidender Birdieputt, der neuerlich die 74er-Runde einbringt und bei 4 über Par noch für das Weiterkommen reicht. "Nach dem Triple-Bogey auf der 11 habe ich gekämpft und das hat sich ausgezahlt. Zum Schluss war es natürlich noch eine Zitterpartie, aber ich bin sehr froh, dass ich es nach dem Jahr 2007 jetzt zum zweiten Mal hier im Föhrenwald geschafft habe."

Marlies Krenn eröffnet mit Bogey am Par 5 der 1 und gibt drei weitere Schläge ab, ehe am 12. Grün endlich der Birdiebann gebrochen wird. Zu wenig, zu spät, mit der 75 erreicht die 15-jährige 7 über Par, das sollte um zwei Schläge nicht reichen. Auch ihre Teamkollegin Fanny Wolte, deren Rückenprobleme wieder akut wurden, scheitert bei +9 Cut.

Nur drei Spielerinnen konnten aufgrund der einstündigen Gewitterpause am Nachmittag ihre zweite Runde noch nicht beenden, der Cut bei 4 über Par steht jedoch fest. Am Samstag werden Ana Belen Sanchez, Johanna Lundberg und Clare Queen ab 7 Uhr die ausstehenden zwei Löcher fertigspielen, Queen in diesem Trio noch die Beste aktuell auf Platz 19, gleichauf mit Gergely.







>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT