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Luft nach oben

HSBC CHAMPIONS 2015 – 1. RUNDE: Drei Birdies und die 70 von Bernd Wiesberger sind in dem Elitefeld von Shanghai zu wenig um vorne mitzuspielen.

Bei Windstille und perfekt beißenden Grüns werden bei den HSBC Champions gleich am Eröffnungstag serienweise tiefe Scores aufs Leaderboard geknallt. Von den 8, 9 Birdies wie sie Branden Grace, Thorbjorn Olesen oder Kevin Kisner an der Spitze finden, ist Bernd Wiesberger trotz überwiegend sicheren Spiels weit entfernt.

“Nach der letzten Woche hatte ich keine allzu großen Erwartungen. Ich habe aber besser gespielt und den Ball besser getroffen,” fasst er zusammen. Mit nur drei Birdies und der 70 (-2) reiht sich der Österreicher unter den 78 Besten der Welt vorerst nur auf Rang 42 ein. “Leider insgesamt zu wenige zwingende Chancen gehabt.”

Dabei war der Start von der 10 weg verheißungsvoll verlaufen. Fehlerfreie erst 9 Löcher und zwei Birdies auf den ersten 7 Löchern lassen sich gut an. In Folge kann Wiesberger auf dem nass und lang zu spielenden Sheshan International GC die wenigen einfacheren Löcher nicht wie die Kollegen rundum ausreichend zu Birdies nutzen.

Enttäuschend verlaufen vor allem die zweiten 9 Löcher, die mit Bogey an der 1 schon in die falsche Richtung laufen. Das kurze Par 5 der 2 spendiert das dritte und zugleich letzte Birdie. Auf den scorefreundlich gestrickten Bahnen 3, 5, 7 und 8, wo die Kollegen serienweise punkten, notiert Wiesberger ein Par nach dem anderen und fällt sukzessive um gut 20 Ränge zurück.

Im Flight Wiesberger-Jaidee und Kirk wird der Eröffnungstag kollektiv verpennt: mit gemeinsam 10 Birdies und 4 unter Par war auch keine Aufbruchstimmung in Richtung der nördlichen Regionen am Leaderboard zu spüren. Bleibt nur zu hoffen, dass wie so oft im heurigen Jahr, Bernds Auftaktrunde zugleich seine schwächste der Woche war. “Morgen heißt es mit einer tiefen Runde nachziehen,” gibt er als Motto für den Freitag aus.

Mit 9 Birdies und fehlerloser Vorstellung in 63 Schlägen legt Branden Grace (RSA) den besten Start ins letzte World Golf Championships-Event des Jahres hin, knapp gefolgt von Thorbjorn Olesen, US-Boy Kevin Kisner und dem Australier Steven Bowditch. Titelverteidiger Bubba Watson, Rory McIlroy und die Nummer 1 Jordan Spieth legen sich mit 68er-Runden knapp außerhalb der Top 10 auf die Lauer. Martin Kaymer bringt nach wechselvoller Darbietung die 69 herein.

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