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RYDER CUP
The K-Club, Co. Kildare, irland
22. - 24. September 2006

RYDER CUP im K-CLUB GOLF - Europas und Amerikas Teams stehen fest

Vorschau:

20.9.2006 - 17:20 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Vor Cup der Emotionen

Das US-Team mit Tiger, Lefty, Furyk bezeichnet sich selbst als "Underdogs": Ist Europas Team wirklich der Favorit?

US-Captain Tom Lehman, ein besonders schlauer Fuchs, übt sich seit der Ankunft seines Teams in der Disziplin Tiefstapeln: "Die Europäer sind ein starkes Team, vor allem ausgeglichen stark. Wir haben dafür vier Neulinge, die sind immer ein Fragezeichen. Zwei von denen haben keine Match Play-Praxis. Also unterm Strich sind die Europäer sicher zu favorisieren," will Lehman den gesamten Erwartungsdruck in Richtung der Gastgeber schieben.

Tiefer Stachel im amerikanischen Fleisch

Tatsächlich blicken die Amerikaner auf über ein Jahrzehnt herber Enttäuschungen beim Kontinentalvergleich mit den Europäer zurück - all das in der Ära eines Tiger Woods: 4 der 5 letzten Ryder Cups gingen an die Europäer, der letzte Auswärtssieg datiert aus dem Jahre 1993. Tigers persönlicher Rekord mit 7 Siegen, 11 Niederlagen und 2 Unentschieden ist eine bittere Pille für den Superstar.

Zusätzlich ging bei den Gästen die Generalprobe gründlich daneben: Tiger, Furyk schieden beim World Match Play in Runde 1 aus, bei der Lumber Classic wurde Chris DiMarco mit 10 Schlägen Rückstand 39. "Ich habe selbst vor meinem besten Ryder Cup in der Woche zuvor den Cut verpasst," will Lehman dieses Argument nicht gelten lassen.

Bei typisch britischen Verhältnissen, viel Regen im Vorfeld, so starker Wind am Mittwoch, dass die Zuschauer aus Sicherheitsgründen am Morgen ausgesperrt wurden und das Vorbereitungsprogramm der Teams ordentlich durcheinander geblasen wurde, hoffen die Europäer, dass ihnen der Wettergott ebenfalls hilft. Je schlechter das Wetter, vor allem je mehr Wind, desto eher sind die Gastgeber zu favorisieren.

Was spricht für die Europäer?

Abgesehen von Kälte, Wind und Regen baut Ian Woosnam vor allem auf die Ausgeglichenheit seines Teams: "Wir haben heuer 12 bärenstarke Spieler, wahrscheinlich das stärkste Aufgebot, das wir je hatten. " Nur Robert Karlsson und Henrik Stenson sind neu, die beiden Schweden bewiesen aber zuletzt eine Bombenform und gelten als besonders nervenstarke Match Play-Spieler.

Der legendäre europäische Team Spirit, für den Colin Montgomerie und vor allem seine britischen Freunde bekannt sind, verbunden mit dem Publikum als 13. Mann, spricht ebenfalls für die Hausherren. Die Europäer bestreiten zudem wesentlich öfters Match Play-Bewerbe, wachsen damit in Amateur-Zeiten auf. Die Ergebnisse der letzten Wochen sind durchwegs beachtlich, noch am ehesten mit Fragezeichen was die Form betrifft: Paul Casey und Darren Clarke - die jedoch bekannt dafür sind, sich mit der Aufgabe zu steigern.

Was spricht für die Amerikaner?

Die am meisten gehörte Antwort dazu: erstens Tiger, 2. Tiger, 3. Tiger. Zu der Superform der Nummer 1 mit 5 Siegen bei seinen letzten 6 Turnieren, dazu zwei Majors, kommt noch, dass Tiger nur so darauf brennt, seine durchwachsenen Ryder Cup-Leistungen der Vergangenheit endlich auszulöschen. In keiner anderen Disziplin hat Woods soviel Nachholbedarf - und nach der Blamage vor zwei Jahren im Team mit Phil Mickelson soviel Ehrgeiz, die Scharte auszuwetzen.

Beim Team-Building übernahm Woods daher auch die Führungsrolle, die von ihm erwartet wurde. Sogar ein zweitägiger Abstecher Ende August in den irischen K-Club stand auf dem Programm.

Dazu gilt der Austragungsort, der Dubliner K-Club als amerikafreundlicher Kurs: niemand geringerer als Amerikas Golflegende Arnold Palmer, ehemaliger US-Ryder Cup-Captain, hat den Platz designed - ganz nach dem Strickmuster eines Parklandkurses, wie er auch auf die US Tour passen würde: "Der Schlüssel ist nicht der Kurs, sondern die Platzkenntnis - und da haben die Europäer einen Vorteil," relativiert dies jedoch Palmer.

Besonders brisant: die Einschätzung der Experten auf der Captain-Seite. Hier wird Tom Lehman in punkto Teambildung und taktischem Geschick klar der Vorteil gegeben. Einige Reibereien im europäischen Team, vor allem rund um die britisch-lastigen Picks von Ian Woosnam, waren für die Europäer ebenfalls nicht förderlich. Nicht nur einmal war zu hören: schade, dass der Langer den Job nicht mehr macht.

Alles über den Ryder Cup

Golf-Live bringt ab Freitag volle Live-Coverage vom Ryder Cup mit Live-Updates, Live Scoring und Analysen.

Premiere überträgt täglich ab 12:00 bzw. 12:30 Uhr live. Auf ORF Sport Plus gibt es am Mittwoch ab 20:15 ein zweieinhalbstündiges Ryder Cup-Special, mit der vielfach ausgezeichneten Ryder Cup-Story in englischer Originalsprache sowie einem Special über Ian Woosnam: >> TV-Zeiten.

Die wichtigsten Ryder Cup-Links:

>> Offizielle Internetseite Ryder Cup

>> Das Spielformat für den Ryder Cup

>> Die Geschichte des Ryder Cups

>> Individuelle Rekorde der europäischen Spieler

>> Individuelle Rekorde der amerikanischen Spieler

Jetzt wetten: Wer gewinnt den Ryder Cup 2006?

Europas Ryder Cup Team 2006:

Colin Montgomerie
Luke Donald
Sergio Garcia
Henrik Stenson
David Howell
Robert Karlsson
Paul Casey
Padraig Harrington
Paul McGinley
Jose-Maria Olazabal
Lee Westwood
Darren Clarke

Amerikas Ryder Cup-Team:

Tiger Woods
Phil Mickelson
Jim Furyk
Chad Campbell
David Toms
Chris DiMarco
Vaughn Taylor
J.J. Henry
Zach Johnson
Brett Wetterich
Stewart Cink
Scott Verplank


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