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RYDER CUP im K-CLUB GOLF - Europas und Amerikas Teams stehen fest
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Vorschau:
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20.9.2006 - 17:20 MEZ |
Golf-Live.at - J. Widl |
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Vor Cup der Emotionen
Das US-Team mit Tiger, Lefty, Furyk bezeichnet sich
selbst als "Underdogs": Ist Europas Team wirklich der
Favorit?
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US-Captain Tom Lehman, ein besonders schlauer
Fuchs, übt sich seit der Ankunft seines Teams in der Disziplin Tiefstapeln:
"Die Europäer sind ein starkes Team, vor allem ausgeglichen
stark. Wir haben dafür vier Neulinge, die sind immer ein Fragezeichen.
Zwei von denen haben keine Match Play-Praxis. Also unterm Strich sind
die Europäer sicher zu favorisieren," will Lehman den gesamten
Erwartungsdruck in Richtung der Gastgeber schieben.
Tiefer Stachel im amerikanischen Fleisch
Tatsächlich blicken die Amerikaner auf über ein Jahrzehnt herber
Enttäuschungen beim Kontinentalvergleich mit den Europäer zurück
- all das in der Ära eines Tiger Woods: 4 der 5
letzten Ryder Cups gingen an die Europäer, der letzte Auswärtssieg
datiert aus dem Jahre 1993. Tigers persönlicher Rekord mit 7 Siegen,
11 Niederlagen und 2 Unentschieden ist eine bittere Pille für den
Superstar.
Zusätzlich ging bei den Gästen die Generalprobe gründlich
daneben: Tiger, Furyk schieden beim World Match Play
in Runde 1 aus, bei der Lumber Classic wurde Chris DiMarco
mit 10 Schlägen Rückstand 39. "Ich habe selbst vor meinem
besten Ryder Cup in der Woche zuvor den Cut verpasst," will Lehman
dieses Argument nicht gelten lassen.
Bei typisch britischen Verhältnissen, viel Regen im Vorfeld, so starker
Wind am Mittwoch, dass die Zuschauer aus Sicherheitsgründen am Morgen
ausgesperrt wurden und das Vorbereitungsprogramm der Teams ordentlich
durcheinander geblasen wurde, hoffen die Europäer, dass ihnen der
Wettergott ebenfalls hilft. Je schlechter das Wetter, vor allem je mehr
Wind, desto eher sind die Gastgeber zu favorisieren.
Was spricht für die Europäer?
Abgesehen von Kälte, Wind und Regen baut Ian Woosnam
vor allem auf die Ausgeglichenheit seines Teams: "Wir haben heuer
12 bärenstarke Spieler, wahrscheinlich das stärkste Aufgebot,
das wir je hatten. " Nur Robert Karlsson und Henrik
Stenson sind neu, die beiden Schweden bewiesen aber zuletzt eine
Bombenform und gelten als besonders nervenstarke Match Play-Spieler.
Der legendäre europäische Team Spirit, für den Colin
Montgomerie und vor allem seine britischen Freunde bekannt sind,
verbunden mit dem Publikum als 13. Mann, spricht ebenfalls für die
Hausherren. Die Europäer bestreiten zudem wesentlich öfters
Match Play-Bewerbe, wachsen damit in Amateur-Zeiten auf. Die Ergebnisse
der letzten Wochen sind durchwegs beachtlich, noch am ehesten mit Fragezeichen
was die Form betrifft: Paul Casey und Darren
Clarke - die jedoch bekannt dafür sind, sich mit der Aufgabe
zu steigern.
Was spricht für die Amerikaner?
Die am meisten gehörte Antwort dazu: erstens Tiger, 2. Tiger, 3.
Tiger. Zu der Superform der Nummer 1 mit 5 Siegen bei seinen letzten 6
Turnieren, dazu zwei Majors, kommt noch, dass Tiger nur so darauf brennt,
seine durchwachsenen Ryder Cup-Leistungen der Vergangenheit endlich auszulöschen.
In keiner anderen Disziplin hat Woods soviel Nachholbedarf - und nach
der Blamage vor zwei Jahren im Team mit Phil Mickelson
soviel Ehrgeiz, die Scharte auszuwetzen.
Beim Team-Building übernahm Woods daher auch die Führungsrolle,
die von ihm erwartet wurde. Sogar ein zweitägiger Abstecher Ende
August in den irischen K-Club stand auf dem Programm.
Dazu gilt der Austragungsort, der Dubliner K-Club als amerikafreundlicher
Kurs: niemand geringerer als Amerikas Golflegende Arnold Palmer,
ehemaliger US-Ryder Cup-Captain, hat den Platz designed - ganz nach dem
Strickmuster eines Parklandkurses, wie er auch auf die US Tour passen
würde: "Der Schlüssel ist nicht der Kurs, sondern die Platzkenntnis
- und da haben die Europäer einen Vorteil," relativiert dies
jedoch Palmer.
Besonders brisant: die Einschätzung der Experten auf der Captain-Seite.
Hier wird Tom Lehman in punkto Teambildung und taktischem
Geschick klar der Vorteil gegeben. Einige Reibereien im europäischen
Team, vor allem rund um die britisch-lastigen Picks von Ian Woosnam,
waren für die Europäer ebenfalls nicht förderlich. Nicht
nur einmal war zu hören: schade, dass der Langer den Job nicht mehr
macht.
Alles über den Ryder Cup
Golf-Live bringt ab Freitag volle Live-Coverage vom Ryder Cup mit Live-Updates,
Live Scoring und Analysen.
Premiere überträgt täglich ab 12:00 bzw. 12:30 Uhr live.
Auf ORF Sport Plus gibt es am Mittwoch ab 20:15 ein zweieinhalbstündiges
Ryder Cup-Special, mit der vielfach ausgezeichneten Ryder Cup-Story in
englischer Originalsprache sowie einem Special über Ian Woosnam:
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