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36. RYDER CUP
The K-Club, Co. Kildare, irland
22. - 24. September 2006

Sonntag - Singles:

24.9.2006 - 17:55 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Europa gewinnt Ryder Cup

Cink holt den ersten Punkt. Monty gewinnt das Topmatch gegen Toms, Henrik Stenson macht den 15. Punkt, der den Ryder Cup in Europa belässt.
Europa
18,5 : 9,5
Amerika

Europa gewinnt erstmals in der Geschichte drei Mal in Folge das prestigeträchtige Kontinentalduell gegen Amerika. Nach dem Sieg in allen vier Duellen in den Vierern, dominierte das Team von Ian Woosnam auch klar die Singles und gewinnt erstmals alle 5 Entscheidungen.

Colin Montgomerie brachte den so wichtigen ersten Punkt gegen Jim Furyk ins Trockene, starke Leistungen von Tiger Woods und Stewart Cink, die volle Punkte holten, nutzte den Gästen nichts. Ein Paul Casey in Überform, eine tolle Vorstellung von Luke Donald sowie ein spätes Birdie-Furioso von David Howell brachte vier Punkte für die Europäer: Henrik Stenson blieb es vorbehalten, am 15. Grün den alles entscheidenden 15. Punkt zu sichern, der die erfolgreiche Cup-Verteidigung bedeutete. Mit 18,5 zu 9,5 Punkten wiederholen die Europäer ihren Rekordsieg von 2003.

Europäer starten wieder besser:

Monty dominiert vom ersten Schlag sein Match gegen David Toms, mit Birdies an der 2 und 4 geht Europas Mister Ryder Cup rasch 2 Auf. Paul Casey (gegen Furyk) und Robert Karlson (gegen Tiger) gewinnen gleich ihr erstes Loch. Die Amerikaner haben nur in einem der frühen Matches die Nase vorne: Stewart Cink zieht mit vier Birdies auf den ersten 5 Löchern gleich 3 Löcher gegen Sergio Garcia davon.


Tiger Woods macht einen deutlich stärkeren Eindruck als in den Vierern, trotz tapferer Gegenwehr von Robert Karlsson geht die Nummer 1 rasch 2 Auf. Paul McGinley könnte ebenfalls zum Matchwinner werden, er liegt rasch mit 2 Auf gegen J.J. Henry. Colin Montgomerie kann seinen knappen Vorsprung nicht ausbauen, da er einige Birdieputts auf der Linie zu kurz lässt. Dafür zieht Casey gegen Furyk davon (3 Auf). "The Luck of the Irish" hat Monty beim Schlag ins 11. Grün, als sein Ball von den Steinen aufs Vorgrün statt ins Wasser springt und er das Loch teilen kann. Nach den ersten zwei Stunden haben die Europäer wieder die Nase knapp voran, dank McGinley und Clarke. Vaughn Taylor überrascht bei den Amerikanern mit einer frühen 2 Loch-Führung gegen Stenson.

Rückversicherung in den späten Flights

In den späten Matches dominiert ebenfalls "blau": Lee Westwood gewinnt gegen Chris DiMarco die ersten beiden Löcher, David Howell und Jose-Maria Olazabal (gegen Phil Mickelson) gehen in Führung. Tiger verliert weiter keine Löcher - dafür sein Caddie Steve Williams das Eisen 9, dass ihm ins Wasserhindernis an der 7 entgleitet.


Garcia schafft sein zweites Birdie am 11. Grün, verkürzt seinen Rückstand auf 3 Löcher. Noch wichtiger: Monty locht den Birdieputt an der 14, geht im so wichtigen ersten Match 2 Auf. Tiger buddelt sich im Grünbunker der 10 aus, kommt nicht raus, Karlsson verkürzt auf 1 Down. In 6 der letzten 7 Flights halten die Europäer frühe Führungen, eine angenehme Rückversicherung für Ian Woosnam.

Die ersten Punkte

David Toms locht einen lebenswichtigen Putt an der 17, zwingt Monty damit Monty zur Entscheidung an der 18. Die ersten Punkt scoren somit die Amerikaner: Cink locht aus 10 Metern an der 15 zum 4 & 3-Sieg über Sergio Garcia. Monty behält die Nerven, teilt sich mit Sandy-Birdie das letzte Loch und holt mit 1 Auf den so wichtigen vollen Punkt im ersten Match.

Luke Donald der sich mit Chad Campbell die ersten 10 Löcher in Par teilte, gewinnt plötzlich drei Löcher in Folge, zwei davon mit Birdies. Derweil locht Furyk aus 20 Metern einen Putt mit viel Break zum Eagle, verkürzt gegenüber Paul Casey auf 2 Down. Tiger schlägt einen Wunderschlag mit dem Eisen 6 ins 16. Grün, Karlsson muss ebenfalls riskieren, landet im Wasser - damit gewinnt der US-Star mit 3 & 2.

Paul Casey versenkt sein 7. Birdie am 17. Loch, sorgt damit für Furyks erste Niederlage in den Singles und bringt den zweiten vollen Punkt für Europa ins Trockene. Chad Campbell schickt seine Annäherung ins 17. Grün baden, verspielt damit endgültig sein Match gegen Luke Donald. David Howell läuft gegen Brett Wetterich im Finish heiß, locht 5 Birdies in Folge und holt mit 5 & 4 den vollen Punkt am 14. Grün - mit 14 Punkten können die Europäer den Cup nicht mehr verlieren.


Nur Sekunden später locht Henrik Stenson am 15. Grün den Birdieputt zum 4 & 3-Erfolg über Vaughn Taylor, der den 15. Punkt und damit endgültig den Sieg der Europäer besiegelt.

Erstes Hole-In-One für die Amerikaner

Ironie des Schicksals: als der Cup bereits verloren ist, gelingt Scott Verplank im letzten Match das erste Hole in One eines Amerikaners beim Ryder Cup. So wie Casey gelingt dieses Kunststück an der 14, Verplank schlägt Padraig Harrington mit 4 & 3.

Wie gut die Stimmung zwischen den beiden Teams ist beweist: Paul McGinley schenkt J.J. Henry einen längeren Birdieputt am letzten Grün, womit er den Punkt mit dem amerikanischen Rookie teilt. Olazabal ringt Phil Mickelson mit 2 & 1 nieder: die Nummer 2 der Welt steuert für das US-Team gerade Mal ein halbes Pünktchen bei, und das in den Vierern.

Die 12 Singles:

1 Up Colin Montgomerie : David Toms

Sergio Garcia : Stewart Cink 4 & 3

2 & 1 Paul Casey : Jim Furyk

Robert Karlsson : Tiger Woods 3 & 2

2 & 1 Luke Donald : Chad Campbell

Paul McGinley - Halbiert - J.J. Henry

3 & 2 Darren Clarke : Zach Johnson

4 & 3 Henrik Stenson : Vaughn Taylor

5 & 4 David Howell : Brett Wetterich

2 & 1 Jose-M. Olazabal : Phil Mickelson

2 Up Lee Westwood : Chris DiMarco

Padraig Harrington : Scott Verplank 4 & 3


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