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GOLF NISSAN IRISH OPEN
- Carton House, Colin Montgomeries Kurs.
| Vorschau: |
4.10.2006 - 08:33 MEZ |
Golf-Live.at - J. Widl |
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Pudelmütze statt Badehose
Kälteschock für Markus Brier, der von Aruba
ins windige und unterkühlte Schottland zu den Links-Festspielen
einflog.
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35 Grad beim Einsteigen in den Flieger in Aruba, 12 Stunden
später Aussteigen in Schottland bei 12 Grad: "Sowas sind wir
zwar gewohnt, aber saukalt ist es hier trotzdem," kommentiert Markus
Brier am Dienstag nach seinem Eintreffen den Kälteschock.
Also ging es gleich auf die Range zum Aufwärmen, dann zum Einholen
aller Turniereinformationen und bald danach ins Bett zum Jetlag-Abbauen.
Einmaliges Turnier am Kalender
Die Dunhill Links Championship ist es allerdings wert, all diese Strapazen
auf sich zu nehmen: mit 5 Millionen US Dollar ist es ein besonders dicker
Happen am Kalender, dazu wird auf drei der besten Links-Kurse Schottlands
gespielt, am Old Course von St. Andrews, am Klassiker von Carnoustie und
am relativ neuen Topplatz von Kingsbarns.
Reizvoll ist auch das Turnierformat: 168 Pros und ebenso viele prominente
Amateure spielen jeweils eine Runde auf jedem Platz, Pro und Amateur spielen
in einer Teamwertung, die Pros ihr übliches Zählwettspielformat,
allerdings erst mit dem Cut nach drei Tagen. Bei nur 60 von 168 Pros,
die cutten - sonst üblich die besten 65 von 144 oder 156 Spielern
- also die härteste Aufgabe sich ins Preisgeld zu spielen. In St.
Andrews wird am Sonntag die Finalrunde ausgetragen, mit den 60 Pros plus
den 20 besten Amateuren.
Ganz andere Ausgangsposition für Brier
"Heuer habe ich zwar keinen Tourkarten-Stress, aber von Platz 47
in der Order of Merit möchte ich noch weiter vorkommen," gelten
bei Brier sowieso ganz andere Ziele. Mehr als Platz 56 im Jahr 2001 und
Platz 61 im Vorjahr hat allerdings für Brier bei der Dunhill Links
noch nicht heraus geschaut, bei insgesamt 5 Starts bisher. "Da ist
sicher noch Luft nach oben drinnen, das Wichtigste ist hier, sich auf
jeden Platz und die Wetterverhältnisse perfekt einzustellen."
Dazu kommt, dass in den Viererflights mit teilweise sehr kapriziösen
Celebrities Golfrunden von 6 Stunden keine Seltenheit sind. Von den drei
Plätzen bevorzugt Brier Kingsbarns, der vor 5 Jahren noch der Längste,
heute mit 6500 Metern jedoch der Kürzeste der drei Kurse ist: "Kingsbarns
ist ein echt lässiger Platz, allerdings werde ich am Mittwoch in
Carnoustie die Proberunde spielen, dort soll einiges neu sein, die anderen
Plätze dagegen unverändert."
Die Form passt weiterhin, wenn auch die Resultate zuletzt in der Schweiz
und auf Aruba nicht passten: "Ich treffe den Ball sehr gut, es muss
nur ein bisserl was ins Laufen kommen, dann score ich wieder tief."
Markus Brier bekam den Franzosen Philippe Billet, Generaldirektor
von APC Frankreich als Amateur zugelost. Am Donnerstag beginnt Brier auf
seinem Lieblingskurs Kingsbarns, startet am Freitag am Old Course von
St. Andrews und bekommt es abschließend mit Carnoustie zu tun.
Startzeit Markus Brier Donnerstag: 10:22 MEZ Kingsbarns, 1. Tee
Klammer, Becker, Cruyff & Co.
Mit gleich 10 der 12 siegreichen europäischen Ryder Cupper am Start
(nur Garcia und Donald fehlen), sowie Retief Goosen, Ernie Els
und Vijay Singh, ist ein bärenstarkes Feld am Start.
Titelverteidiger ist Colin Montgomerie, der im Vorjahr
Kenneth Ferrie um einen Schlag abfing.
Franz Klammer ist bereits Stammgast bei den Stars und
Sternchen aus Sport, Wirtschaft und Kultur, die alljährlich dieses
Pro-Am bereichern, dazu gesellen sich Boris Becker, Bill Murray,
Ronan Keating, Michael Douglas, Sir Bobby Charlton, Johan Cruyff, Ruud
Gullit, Dennis Hopper, Michael Vaughan und Gianluca Vialli.
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