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Abu Dhabi Golf Championship
Abu Dhabi Golfclub, Vereinige Arab. Emirate
19. - 22. Jänner 2006, US$ 2,000.000

GOLF ABU DHABI CHAMPIONSHIP - Markus Brier hat Cut

2. Runde:

20.1.2006 - 14:43 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Am Schlussloch gescheitert

Eine tapfere Aufholjagd bleibt unbelohnt: Markus Brier verpasst am schwersten Loch das Par und scheitert trotz der 71 zum dritten Mal in Folge am Cut.

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: sonnig, bis zu 23 Grad, mäßiger Wind

Markus Brier 2. Runde: 71 (-1) / 1 über Par / 71. Platz

Cut
erwartet bei: Par (Top 65 Pros)

Markus Brier musste sich am zweiten Spieltag in Abu Dbai steigern, mehr Birdies sollten her, die Fehlerquote musste klein bleiben. Mit einer späten Startzeit wollte er zumindest eine Punktlandung auf den Cut hinlegen: "Ich habe auch sehr solide gespielt, doch wenn die Burschen alle so gut spielen und auf meiner Runde nicht viel läuft, dann reicht es halt nicht."

Ziel: Runde in den roten Zahlen

Denn der Wind hatte nachgelassen, daher waren die Scores  besser, der Cut sprang auf bei Even Par hinauf. Für den einzigen Österreicher im Feld hieß das: eine Runde in den roten Zahlen musste her, zumindest eine 70.

Neuerlich erwischt der Österreicher einen guten Start, profitiert von einem gelungenen Birdieputt aus 7 Metern am 11. Loch, seiner zweiten Bahn. Die Freude darüber währt nur zwei Golflöcher lang: das Par 4 der 13 ist mit besonders gefährlichen Fairway- und Grünbunkern gespickt: "Der Abschlag ging noch, aber dem folgte ein schlechtes Eisen, das um 5 Meter das Grün verfehlt hat." Damit lässt er sich einen unlösbaren Bergab-Chip, aus 5 Metern will der Par-Putt nicht mehr fallen.

Neuerlich spielt Markus insgesamt grundsolide, sollte 10 Fairways und 12 Grüns treffen. Über die schwerste Ecke des Platzes, die langen Löcher 15 bis 17 kommt er tadellos hinweg, schreibt allerdings auch am zweiten Par 5 nur das Par auf die Scorekarte.

Zwischenspurt im richtigen Moment

Nun muss langsam etwas passieren, Markus Brier kann auch tatsächlich im richtigen Moment einen Gang hoch schalten: nach einem guten Drive ist das 1. Grün offen für die Attacke, das so wichtige Birdie gelingt. Das anschließende, leichteste Par 5 spendiert das Pflicht-Birdie, damit presst sich der Österreicher erstmals in den Cut hinein: "Auch an der 3 gab es eine tolle Birdiechance, dort hätte ich alles klar machen können."

Jetzt heißt es wieder aufpassen, die langen Bahnen 5 bis 7 absolviert Brier mit dem Messer zwischen den Zähnen, hält sich innerhalb der Cutlinie: "Das waren hart erkämpfte Pars, nachdem ich mit den langen Eisen die Grüns nicht getroffen hatte." Die schwerste Aufgabe wartet allerdings zuletzt, das Par 4 der 9 ist mit einem Durchschnitt von 4,4 Schlägen das härteste Golfloch: "Der Drive war einen halben Meter im Rough, die Lage war aber so bescheiden, dass ich nur vorhacken konnte." 50 Meter vor dem Grün fängt ein Bunker seinen Ball, fast unmöglich von dort die Fahne anzuspielen: "Der Par-Putt war noch gute 8 Meter lang. Ich wusste, der muss rein, war mir leider nicht vergönnt."

Mit der 71er-Runde hat Markus bei insgesamt 1 über Par um einen einzigen Schlag zuviel am Konto. Auch beim dritten Turnier, das zur Rangliste 2006 zählt, verfehlt er den Cut, erstmals jedoch denkbar knapp. "Es zählt nicht, wieviele Schläge fehlten. Einfach zu schlecht gespielt, das ist die Wahrheit." Besonders bitter ist, dass Brier kommenden Woche in das Turnier in Qatar nicht hineinkommt, daher geht es für ein paar Tage heim und erst Anfang Februar nach Dubai zum nächsten Turniereinsatz.


Ein Südafrikaner löst den anderen ab

Während sich Auftaktleader Keith Horne mit einer farblosen 74 ins Mittelfeld verabschiedet, sorgt ein weiterer Südafrikaner für die Halbzeit- führung in Abu Dhabi: der 21-jährige Charl Schwartzel locht gleich auf seinem ersten Loch, der 10, einen Monsterputt zum Eagle und scort in der Folge mit der 66 die beste Tagesrunde. Bei 9 unter Par übernimmt er die knappe Führung.

Der Däne Soren Hanson und der argentinische Longhitter Ricardo Gonzalez teilen sich Platz 2, Gonzalez schenkte mit einem Bogey am abschließenden Par 5 die Führung her. US-Star Chris DiMarco, Vijay Singh und Miguel-Angel Jimenez retteten mit Platz 5 die Ehre der Millionenstars. 

John Daly und Europas aktuelle Nummer 1, David Howell, enttäuschten dagegen und scheiden vorzeitig aus. Der einzige Deutsche im Feld, Marcel Siem, wird 119. und Vorletzter.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 SCHWARTZEL, Charl RSA -9 69 66
T2 GONZALEZ, Ricardo ARG -8 68 68
T2 HANSEN, Søren DEN -8 70 66
4 JAIDEE, Thongchai THA -7 68 69
T5 DIMARCO, Chris USA -6 71 67
T5 HAVRET, Gregory FRA -6 70 68
T5 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -6 70 68
T5 LIMA, José-Filipe POR -6 70 68
T5 LYNN, David ENG -6 69 69
T5 SINGH, Vijay FIJ -6 68 70
T5 STENSON, Henrik SWE -6 69 69
T12 GARCIA, Sergio ESP -5 70 69
Weiters:
T17 MONTGOMERIE, Colin SCO -4 72 68
T22 BJÖRN, Thomas DEN -3 73 68
T22 POULTER, Ian ENG -3 72 69
T55 CASEY, Paul ENG Par 72 72
T55 DOUGHERTY, Nick ENG Par 74 70
Cut verpasst (Par):
T71 BRIER, Markus AUT 1 74 71
T71 HAEGGMAN, Joakim SWE 1 76 69
T91 DALY, John USA 3 72 75
T91 FASTH, Niclas SWE 3 78 69
T101 HOWELL, David ENG 4 73 75
119 SIEM, Marcel GER 9 80 73

 

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