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BMW Asian Open
Tomson Pudong GC
Shanghai, China
20. - 23.4 2006, US$ 1,800.000

GOLF BMW ASIAN OPEN - Markus Brier erwischt rabenschwarzen Finaltag

Final:

23.4.2006 - 11:02 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Rabenschwarzer Finaltag

Mit zwei Doppelbogeys fällt Markus Brier aus dem Titelkampf in Shanghai heraus, nur ein Birdie bedeutet die 77er-Runde und den Absturz auf den 34. Platz.

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, 19 Grad, wenig Wind

Markus Brier 4. Runde: 77 (+5) / gesamt +2 / 34. Platz
Mehr Fehler bringen zwei Doppelbogeys, wieder nur ein Birdie

Gonzalo Fernandez-Castano
schlägt Henrik Stenson im Stechen.

Exzellente Karten hatte Markus Brier für das große Finale bei der BMW Asian Open: "Weiter gute Eisen schlagen, keine Fehler machen und mehr Birdies lochen," wollte sich der Österreicher von Platz 6 weg nach oben orientieren: doch keiner der drei Wünsche sollte in Erfüllung gehen - dicke Fehler und weiterhin Birdie-Schonkost brachten einen mageren Finaltag. "Zuviele schlechte Schläge gemacht, vor allem mit den Eisen und überhaupt kein Gefühl beim Putten gehabt."

Dabei hatten sich die Bedingungen deutlich gebessert: es war wärmer, der Wind ließ deutlich nach, die Scores somit besser als an den Vortagen: Terry Pilkadaris sorgte am Morgen mit der 65 für die beste Runde des Turniers, kam bis auf einen Schlag an seinen eigenen Platzrekord heran.

Warten auf das erste Birdie

Auch beim vierten Versuch konnte Markus Brier dem Par 5 der 2 kein Birdie entlocken. Während sein Flightpartner Paul Casey mit zwei Birdies rasch zum führenden Schweden Henrik Stenson aufschließt, ist dem Wiener kein frühes Erfolgserlebnis vergönnt.

Am mittellangen Par 4 der 5, mit einem der welligsten Grüns am Platz, leistet sich der Österreicher seinen ersten dicken Patzer des Turniers: " Ein schlechter Chip und drei Putts," ist das Malheur rasch passiert, mit einem Doppelbogey verabschiedet er sich aus dem Titelrennen.

Hoffnungsschimmer dann am Par 5 der 9: nach einer starken Annäherung auf die Fahne ganz hinten im Grün lässt sich Brier zwei Meter zum Birdie, locht den ganz wichtigen Putt - es sollte jedoch das einzige Erfolgserlebnis bleiben.

An der Spitze dreht Henrik Stenson dagegen so richtig auf, scheint den Verfolgern schon auf den Front 9 um drei Schläge zu enteilen. Doch an der 9 trifft er mit dem zweiten Schlag voll einen Baum, als Querschläger prallt der Ball ins Wasser, nach einem Dreiputt hat der Schwede plötzlich das Tripplebogey auf der Scorekarte stehen - gleich 6 Spieler, darunter Montgomerie und Casey, teilen sich somit die Spitze bei -6.

Zweiter Keulenschlag an der 11

Maßarbeit ist zu Beginn der Back 9 gefragt, wo Wasser besonders gefährlich ins Spiel kommt. Am kurzen Par 4 der 11 leistet sich Brier seinen zweiten schweren Fehler, wird dafür mit einem weiteren Doppelbogey bestraft, das ihn auf Even Par zurückwirft: "Ein ganz schlechtes Wedge ins Grün, zu kurz und im Wasser."

Nun droht das Spiel des Wieners komplett zu zerbröseln: auch am Par 3 der 12 gibt er einen Schlag ab, "mein zweiter Wasserball, das Eisen 5 links weg gehookt." Am Par 5 der 13 schaut auch nur das Par heraus. Am letzten der langen Par 4, der 16, bleibt er zu sehr auf der sicheren rechten Seite: die Fahne steckt jedoch am anderen Ende des Grüns, der Par-Putt aus zwei Metern fällt nicht: "Ein Dreiputt aus so großer Entfernung ist verzeihlich, aber wieder war der erste Versuch ziemlich gefühllos." Auch das abschließende Par 5 will kein Birdie mehr spendieren, somit bleibt dem Wiener nichts anderes übrig, als die frustrierende 77 auf der Scorekarte zu notieren.

Mit der zweitschwächsten Sonntagsrunde der 73 Finalisten wird Markus Brier bis auf den 34. Platz zurückgereicht, kassiert bei 2 über Par ein Schmerzensgeld von 10.556 Euro, das ihn nur einen kleinen Schritt im Ranking weiterbringen wird: "Da waren heute einfach zu viele schlechte Schläge dabei, nicht vom Tee, aber mit den Eisen. Das einzig erfreuliche war der Plausch mit Paul Casey, der ist ein wirklich netter Bursche."

Erst im Stechen fällt die Entscheidung

Das packende Duell um den Sieg wird an der 16 vorentschieden: Paul Casey wassert seine Annäherung, verliert mit seinem vierten Doppelbogey der Woche endgültig das Turnier. Henrik Stenson hookt einen weiteren Drive in die Bäume, fällt mit einem Bogey zurück. 

Gonzalo Fernandez-Castano chippt dagegen sein dritten Schlag aus 40 Metern zum Birdie ein und zieht auf 7 unter Par davon. Doch am Schlussloch verwertet Stenson nervenstark den Birdieputt, teilt sich mit dem Spanier das beste Endergebnis von 7 unter Par, daher muss ein Stechen entscheiden.

Dort macht Gonzalo Fernandez-Castano gleich am ersten Extraloch, der 18, alles klar. Dank einer perfekten Annäherung holt er sich das Birdie und in seinem ersten zweiten Jahr auf der Tour als noch 25-jähriger den zweiten Titel. Nach der Scandinavian Masters im Vorjahr (gegen Mark Hensby) verliert Stenson zum zweiten Mal ein Stechen.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1* FDEZ-CASTAÑO , Gonzalo ESP -7 71 71 69 70
2 STENSON, Henrik SWE -7 67 72 71 71
T3 MONTGOMERIE , Colin SCO -6 69 74 71 68
T3 LIMA , José-Filipe POR -6 71 70 73 68
T5 PEARCE, Mahal NZL -5 72 72 68 71
T5 DYSON , Simon ENG -5 72 71 72 68
T5 CASEY , Paul ENG -5 72 71 69 71
T8 O'MALLEY, Peter AUS -3 73 70 69 73
T8 BRANSDON, David AUS -3 72 74 73 66
T8 PILKADARIS, Terry AUS -3 73 73 74 65
T8 LAWRIE, Paul SCO -3 70 70 73 72
12 LANE, Barry ENG -2 74 71 72 69
T13 JEPPESEN , Steven SWE -1 73 73 72 69
Weiters:
T21 VAN DE VELDE, Jean FRA Par 68 78 71 71
T26 CEJKA, Alex GER 1 71 74 74 70
T26 DOUGHERTY , Nick ENG 1 73 73 74 69
T26 BJÖRN, Thomas DEN 1 69 78 71 71
T34 BRIER, Markus AUT 2 72 71 70 77
T41 STRÜVER, Sven GER 3 77 69 73 72
T49 SANDELIN, Jarmo SWE 5 73 71 75 74
T49 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP 5 71 75 76 71
T56 EDFORS, Johan SWE 6 71 74 78 71

* Sieg im Stechen am ersten Extraloch mit Birdie

Alle Spielberichte von der BMW Asian Open:

>> 3. Runde: Brier spielt um den Sieg mit

>> 2. Runde: Stürmisch aufgeholt

>> 1. Runde: Kontrollierte Offensive

>> Vorschau: China eine Reise wert?



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