>> HOME / European Tour / Spielbericht

Quinn Direct British Masters
Brabazon Course, The Belfry, England
11. - 14. Mai 2006, € 2,628.000

GOLF BRITISH MASTERS - Markus Brier konzentriert sich aufs Putten

LIVE-Update:

12.5.2006 - 18:32 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Zwei Birdies - kein Cut

Markus Brier lieferte auch am Freitag Birdie-Schonkost. Ein frühes Doppelbogey ebnet den Weg zur glanzlosen 76. Paul Casey führt bei 11 unter Par.

Das Wichtigste in Kürze


Wetter: bewölkt, max. 21 Grad, wenig Wind

Markus Brier: 76 (+4) / +4 / 117.
Chancen vergeben, Bogeys vom Tee

Cut erwartet bei: Par (Top 65 Pros).


Auf deutlich bessere Grüns dank der frühen Startzeit baute Markus Brier am zweiten Spieltag beim British Masters. Endlich wieder mehr Birdies spielen und die Fehlerquote gering halten, so wollte sich der Österreicher vorspielen, doch es kam genau umgekehrt: "Heute war ich nicht gut vom Tee, bekam daher einige Male große Probleme, und von den Chancen die ich hatte, konnte ich viel zu wenige nutzen."

Gemeinsam mit "Freund der Familie" Sven Strüver - der nach der 76 noch weit mehr aufzuholen hatte als Brier von Even Par aus - startete der Fontana-Pro um 9:10 Uhr vom 1. Abschlag.

Frühe Attacke geht schief

Auf der nicht allzu schwierigen Eröffnungsbahn passt noch nicht der Rhythmus, Brier kassiert gleich aus dem Rough ein Bogey. Am kürzesten Par 5 gelingt ihm zum Glück nach einem präzisen Chip zur Fahne das Pflicht-Birdie, das ihn wieder zurück auf Even Par bringt.

Der erste wirkliche Test wartet an der 4, ein langes Par 4 mit Wasser vor dem Grün: "Drive in den Fairwaybunker, von dort habe ich zwar versucht das Grün zu erreichen, der Ball ist aber von der Bunkerkante zurück in den Sand gesprungen." Doch damit sind die Probleme noch nicht ausgestanden, denn nach Bunkerschlag, Chip und zwei Putts ist das Doppelbogey zu notieren.

Auch in der Folge kommt sein Spiel nicht in die Gänge, auf den Bahnen 5 bis 8, wo Birdies durchaus machbar sind, spielt Brier ein Par nach dem anderen: "Hier hatte ich meine Chancen, aber keine Birdies daraus gemacht." Kritisch wird seine Situation nach einem weiteren Schlagverlust am langen Par 4 der 9: "Ich weiß nicht warum das Eisen 5 vom Fairway viel zu lange war - für den Chip war dann die Lage zu schlecht um noch das Par zu retten."

 Wettquoten vom 9.5.2006:
  Wer gewinnt die
  British Masters 2006?
 Padraig Harrington 7.00
 Henrik Stenson 9.00
 Angel Cabrera 15.0
 David Howell 15.0
 Paul Casey 15.0
 Colin Montgomerie 20.0
 Darren Clarke 20.0
 M.A.Jiménez 25.0
 Ian Poulter 25.0
 Thomas Björn 25.0
 Michael Campbell 30.0
 Niclas Fasth 30.0
 Nick Dougherty 40.0
 Paul McGinley 40.0
 Richard Green 40.0
 Bradley Dredge 40.0
 Lee Westwood 40.0
 Anders Hansen 50.0
 Graeme McDowell 50.0
 Raphael Jacquelin 50.0
 Paul Lawrie 50.0
 Francesco Molinari 50.0
 Ricardo Gonzalez 80.0
 Paul Broadhurst 80.0
 David Lynn 80.0
 ein Anderer 2.50

3 Schläge Rückstand - 9 Löcher zu spielen

Auf den Back 9 hilft somit nur noch volle Attacke um drei Schläge gut zu machen. Doch statt dessen setzt es am engen Par 4 der 11 das nächste Bogey: "Wieder ein weit verzogener Drive, dann stand ein Baum im Weg, mehr als ein Querpass zurück aufs Fairway war nicht möglich."

Als auch am Par 5 der 15 kein Birdie gelingen will, wird die Lage endgültig aussichtslos. Wie schon am Vortag wirft ihn das Par 4 der 16 ab und kostet ein weiteres Bogey: "Neuerlich im Rough, konnte nur vorlegen, war aber auch schon egal." Erst am letzten Par 5 gelingt ein zweites Birdie nach einem guten Sandwedge zur Fahne - zu wenig, zu spät! Es steht die grimmige 76 (+4) auf der Scorekarte, insgesamt 4 über Par, 4 Schläge außerhalb der Cutlinie!

Zu wenige Chancen herausgespielt, mit einem kalten Putter nur vier Birdies auf 36 Löchern gelocht: wie schon in der Vorwoche in Mailand kämpfte Markus Brier auch in The Belfry mit stumpfen Waffen, scheitert aufgrund der hohen Fehlerquote am Freitag noch deutlich am Cut. Bei 11 Starts in der Saison 2006 cuttete er nur dreimal. Zum Vergleich: im Vorjahr kam er bis zum British Masters bereits 7 Mal ins Preisgeld. Schwacher Trost: im internen Duell mit Flightpartner Sven Strüver behält Markus die Oberhand, der Deutsche hat nach der 75 und 73 um noch einen Schlag mehr am Konto.

Storm stürmt zur bogeyfreien 64

Dass auch am Freitag tolle Scores drinnen sind, bewies der Engländer Graeme Storm mit der besten Turnierrunde von 64 Schlägen, schoss sich damit von Platz 105 in die Top 10 vor. Am Nachmittag folgte der große Auftritt von Paul Casey, der es schaffte, über 36 Löcher ohne ein einziges Bogey zu kommen. Mit Runden von 67 und 66 Schlägen übernahm der Engländer bei 11 unter Par klar das Kommando.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):


Platz Spieler Land Par R1 R2
1 CASEY, Paul ENG -11 67 66
2 CLARKE, Darren NIR -8 66 70
T3 CAMPBELL, Michael NZL -7 67 70
T3 EDFORS, Johan SWE -7 68 69
T3 GALLACHER, Stephen SCO -7 71 66
T3 O'MALLEY, Peter AUS -7 71 66
T3 POULTER, Ian ENG -7 68 69
T8 EMERSON, Gary ENG -6 68 70
T8 HANSON, Peter SWE -6 66 72
T8 McDOWELL, Graeme NIR -6 70 68
T8 SANDELIN, Jarmo SWE -6 67 71
T8 STORM, Graeme ENG -6 74 64
Weiters:
T15 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -4 70 70
T15 WOOSNAM, Ian WAL -4 69 71
T19 HARRINGTON, Padraig IRL -3 75 66
T25 HOWELL, David ENG -2 70 72
T50 BJÖRN, Thomas DEN Par 75 69
Cut verpasst (Par):
T71 LAFEBER, Maarten NED 1 73 72
T71 McGINLEY, Paul IRL 1 75 70
T71 SIEM, Marcel GER 1 74 71
T71 WESTWOOD, Lee ENG 1 70 75
T105 CABRERA, Angel ARG 3 72 75
T105 MONTGOMERIE, Colin SCO 3 72 75
T119 BRIER, Markus AUT 4 72 76
T126 STRÜVER, Sven GER 5 76 73


Alle Spielberichte von der Quinn Direct British Master:


>> 1. Runde: Wieder nur 2 Birdies

>> Vorschau: Jetzt wirds teuer



>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT