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135. BRITISH OPEN
Royal Liverpool GC >> Hoylake, England
20. - 23. Juli 2006 >> € 6,000.000

GOLF 135. BRITISH OPEN - Royal Liverpool, Hoylake

Vorschau 2:
19.7.2006 - 09:00 MEZ  Golf-Live.at - J. Widl
 


Denksport bei der Open

Welchen Schläger nehme ich vom Tee? Für die 135. British Open braucht man Köpfchen statt dicker Oberarme, Markus Brier knobelt fleißig an der richtigen Strategie.

 


In zwei Trainingsrunden am Dienstag und Mittwoch erarbeitet Markus Brier seinen Schlachtplan für die dritte Open-Teilnahme.

Die Ausgangsposition am Linkskurs von Royal Liverpool: trotz der 6.500 Meter spielt sich der Platz sehr kurz, da die Fairways knochenhart sind und die Bälle 40, 50 Meter ausrollen. Das gefährlichste Hindernis sind die viele Fairway- und Grünbunker: "Wenn Du da drinnen liegst, hast Du in 9 von 10 Fällen keinen Schuss nach vorne mehr," hat Brier ausgetestet.

Geheimwaffe: das lange Eisen

Seine Antwort lautet daher: "Viele Eisen 2 und 3 vom Tee nehmen, nur ja den Ball ins Spiel bringen, lieber einen langen Schuss ins Grün als gar keinen."

Was heisst: es bleiben viele mittlere und längere Eisen ins Grün: "Obwohl sie die Grüns ein wenig gewässert haben, halten die Bälle kaum, man muss den Ball selbst mit dem Wedge 10 bis 15 Meter vorher aufkommen lassen."


Wettquoten vom 17.7.06:
Wer gewinnt die
British Open 2006?
 Tiger Woods 6.00
 Phil Mickelson 10.0
 Ernie Els 13.0
 Vijay Singh 15.0
 Retief Goosen 15.0
 Padraig Harrington 20.0
 Jim Furyk 20.0
 Sergio Garcia 23.0
 Luke Donald 23.0
 David Howell 30.0
 Colin Montgomerie 30.0
 Paul Casey 35.0
 Darren Clarke 35.0
 Stuart Appleby 35.0
 Michael Campbell 35.0
 Bernhard Langer 150
 ein Anderer 5.00
>> MyBet.com

Respekt ja, aber Angst nein, im Gegenteil: Markus fiebert dem Kräftemessen mit Tiger Woods, Phil Mickelson oder Ernie Els entgegen, kein Wunder nach den Erfolgen der letzten Wochen: "Das wird recht spaßig werden, Linksgolf ist an sich schon eine spannende Sache, aber hier gibt es keinen leichten Schlag und das gesamte Spiel wird hier sicher gefordert werden, vor allem wenn der Wind dazukommt."

Wenig Wind = gute Scores

Wenigstens der Wetterbericht verspricht Positives, es soll in Liverpool von den 30ern bis auf 22 Grad abkühlen, überwiegend trocken bleiben mit nur schwachem Wind: "Etwas Wind würde ich mir schon wünschen, weil dann kann ich den Ball in den Wind faden und drawen, damit er weich landet und nicht so stark verspringen kann."

Die Grüns sind klein, dafür flach und nicht allzu schwer, auch das Rough ist für Open-Standards nicht so schlimm. Wo liegen die Birdiechancen? "Auf allen Par 5 kommt man eigentlich mit zwei Schlägen hin, solange der Wind mitspielt, dort muss man seine Birdies machen." Kurze Par 4 gibt es wenige, am ehesten verspricht noch die 11 einen kurzen Schlag ins Grün. "Dafür heißt es bei den Par 3 aufpassen, eher Mitte Grün zielen und das sichere Par spielen."

Ziel: 15. Platz

Nach Platz 46 bei der British Open 2003 - zwei Jahre zuvor war Brier noch am Cut gescheitert - steckt sich Brier die Ziele deutlich höher: "Es hängt natürlich vom Turnierverlauf ab: aber ein 15. Platz hätte den Vorteil, dass ich für die Open 2007 automatisch qualifiziert wäre."

Brier wohnt übrigens in einem von seinem Ausrüster Wilson gemieteten Haus, begleitet von seiner Familie: "Das ist viel angenehmer als in einem Hotel und der Golfplatz ist nur 5 Minuten entfernt."

An den ersten beiden Tagen spielt Brier mit dem Neuseeländer David Smail und dem US-Haudegen Jeff Sluman, beides eher ruhige Zeitgenossen. In 9 Minuten-Abständen wird am Donnerstag und Freitag in Dreiergruppen vom 1. Tee gestartet, zwischen 7:30 und 17:21 MEZ. Brier hat für seine erste Runde mit 16:37 MEZ eine späte Startzeit ausgefasst, geht am Freitag um 11:26 MEZ auf die zweite Runde.

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