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Volvo China Open
Honghua International GC
Peking, China
13. - 16.4 2006, US$ 1,800.000

GOLF VOLVO CHINA OPEN - Markus Brier mit zwei dicken Patzern

1. Runde:

13.4.2006 - 12:15 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Zwei dicke Patzer

Markus Brier
(77) zerstört sein Score mit einer 9 am Par 4 und einem Doppelbogey zum Abschluss. Christian Cevaer (Fra) führt mit 66 Schlägen.

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: sonnig, max. 13 Grad, Wind legt am Nachmittag zu

Markus Brier: 77 (+5) / 126. Platz
Gut gespielt, bis auf zwei Löcher, die ihn 7 Schläge kosten

Christian Cevaer
(Fra) führt mit 66 Schlägen (-6).

16 Löcher stark gespielt, aber zwei Blackouts mit drei Wasserbällen: "Eine Golfrunde, die nicht blöder hätte laufen können. Dabei habe ich 12 Grüns sehr gut getroffen und viele Chancen auf ein gutes Score gehabt," fasst Markus Brier eine frustrierende Auftaktrunde bei seiner ersten China Open zusammen. 

Früher Rückstand rasch aufgeholt

Mit seiner späten Startzeit, wo der Wind deutlich zugelegt hatte, ist Markus Brier auch stark benachteiligt, kassiert auf den beiden langen Par 4 der 1 und 3 frühe Bogeys: "Der böige Wind war schwer zu berechnen, beide Male habe ich das Grün überschlagen, zuerst mit dem Wedge, dann mit dem Eisen 5 und den Up & Down nicht mehr geschafft."

Am ersten Par 3, das mit viel Wasser rund ums Grün brandgefährlich zu spielen ist, hat Markus die Feinabstimmung gefunden. Aus 172 Metern legt er sich mit dem Eisen 8 die Birdiechance auf und verwertet aus etwas mehr als einem Meter. Das folgende Par 5 ist nur so gepflastert mit Bunkern, Markus vermeidet die Hindernisse, trifft das Grün mit dem Zweiten und bügelt mit dem nächsten Birdie den Fehlstart wieder aus.

Besonders das lange Par 4 der 6 hat seine Tücken, mit Wasser rechts der Drivezone und rund ums Grün ist es nicht umsonst das schwerste Loch am Platz: "Da war ich gleich dreimal im Wasser, zuerst vom Tee, dann bei der Annäherung - und zu guter Letzt blieb der Chip übers Wasser zu kurz und ist den steilen Hang zurück ins Hindernis gerollt." Auch von diesem neuerlichen Tiefschlag lässt er sich nicht entmutigen: "Von der 7 bis 9 jeweils gut aufs Birdie geputtet, aber kein Putt wollte fallen."

Teilerfolge bei der Aufholjagd

Nun hat Markus nichts mehr zu verlieren, attackiert wild entschlossen zu Beginn der Back 9: am mittellangen Par 4 der 10 gelingt das hervorragend, auch am mit zwei Schlägen erreichbaren Par 5 der 11 holt er ein Birdie ab. Dieser kraftvolle Zwischenspurt hält jedoch nicht länger an. Der Fontana-Pro spielt in der Folge sichere Pars, macht aber keinen weiteren Boden gut: "Einige gute Schüsse waren in dieser Phase wieder zu gut, die hat der Rückenwind übers Grün geblasen." Am letzten Par 5 hat er nur noch ein Eisen 7 für den zweiten Schlag ins Grün, auch der gerät zu lang und lässt kein Birdie zu.

Mit einem Par am abschließenden, wasserreichen Par 4 hätte Brier eine Runde mit nur zwei Schlägen Rückstand auf den Cut herein gebracht. Doch die ganz schwierige Schlussbahn fordert auch vom Österreicher seinen Tribut: "Den Drive schon links ins Rough verzogen, da konnte ich nur einen kurzen Lay-Up riskieren und hatte noch ein Eisen 5 ins Grün." Dieses bleibt jedoch etwas zu kurz, nach dem Chip zur Fahne fällt der Putt aus einem Meter nicht mehr: nach dem Doppelbogey muss er die frustrierende 77 auf der Scorekarte notieren.

Mit 5 über Par reißt der Österreicher gleich zum Auftakt vier Schläge Rückstand auf den Cut auf - besonders bitter, da er größtenteils hervorragendes Golf zeigt und auf zwei Löchern gleich 7 Schläge verliert: "Dennoch, die Form stimmt, wenn ich morgen die beiden Blackouts weglasse, traue ich mir locker die 67 oder 68 zu, die ich benötigten werde."


Französische Führung in China

Nicht die Hausherren von der Asian Tour, sondern der Franzose Christian Cevaer führt nach einer bogeyfreien 66 bei 6 unter Par bei der Volvo China Open. Englands Supertalent Ross Fisher, Simon Dyson, Peter Hanson sowie Dutch Open-Sieger Fernandez-Castano folgen einen Schlag zurück. Die beste Nachmittagsrunde spielte Jose-Filipe Lima mit der 67.

Riesenpech hatte Alex Cejka: beim Schuhe anziehen in der Kabine zog sich der Deutsche einen schweren Hexenschuss zu, musste daher kurz vor seiner Auftaktrunde aufgeben. Die starken Asiaten kassierte eine empfindliche Heimschlappe, nur der Inder Rahil Gangjee etablierte sich als 8. unter den Top 10.


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1
1 CÉVAËR, Christian FRA -6 66
T2 FERNANDEZ-CASTAÑO , G. ESP -5 67
T2 WAKEFIELD, Simon ENG -5 67
T2 FISHER, Ross ENG -5 67
T2 DYSON , Simon ENG -5 67
T2 HANSON, Peter SWE -5 67
T2 LIMA , José-Filipe POR -5 67
T8 TUNNICLIFF, Miles ENG -4 68
T8 LYLE, Jarrod AUS -4 68
T8 GANGJEE, Rahil IND -4 68
T8 LYNN, David ENG -4 68
Weiters:
T18 DERKSEN, Robert-Jan NED -2 70
T27 CASEY , Paul ENG -1 71
T27 LARA, José Manuel ESP -1 71
T47 EDFORS, Johan SWE Par 72
T67 STENSON, Henrik SWE 1 73
T67 LAWRIE, Paul SCO 1 73
T82 VAN DE VELDE, Jean FRA 2 74
T82 SANDELIN, Jarmo SWE 2 74
T126 BRIER, Markus AUT 5 77


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