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Dubai Desert Classic
Emirates Golfclub, Dubai, Vereinige Arab. Emirate
2. - 5. Februar 2006, € 2,000.000

GOLF DUBAI DESERT CLASSIC - Markus Brier mit dem besten

Final:

5.2.2006 - 14:05 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Das Beste zum Schluss

Seine frühe Startzeit nützt Markus Brier perfekt aus, spielt sich mit der 69 noch auf Platz 41 vor. Tiger Woods gewinnt seinen 1. Dubai-Titel, wie in der Vorwoche im Stechen.

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, bis zu 24 Grad, mäßiger Wind

Markus Brier 4. Runde: 69 (-3) / gesamt -5 / 41. Platz
Trifft viele Fairways und Grüns, kassiert nur ein Bogey

Tiger Woods besiegt Ernie Els im Stechen am ersten Extraloch.

Der erste Preisgeldscheck der neuen Saison ist 11.475 Euro wert: "Wenn man mit dem letzten Schlag den Cut schafft, ist halt nicht mehr drinnen als ein Mittelfeldplatz. Die Bälle treffe ich wieder super, spielerisch habe ich mich klar gesteigert, aber auf jeder Runde zwei, drei Schläge liegen gelassen," fasst Markus Brier die Leistung bei seiner 7. Dubai Desert Classic zusammen, die ihm sein bislang bestes Ergebnis im Emirates Golf Club beschert.

Birdies auf schweren Löchern

Markus wollte vor allem die deutlich schwierigeren Front 9 am Sonntag besser bewältigen, die er an den Vortagen nur zwei über Par gespielt hatte. Der Fontana-Pro beginnt auch sehr sicher, trifft deutlich mehr Fairways als an den Vortagen: "Und das, obwohl die Bälle auf dem harten Untergrund wesentlich weiter rollten und in den Doglegs viele Drives quer ins Fairway zu spielen waren." Zum frühen Birdie reicht es jedoch nicht, an der 1 verschiebt er aus zwei Metern den Putt, am ersten Par 5 stimmt die Linie vom Tee nicht.

Erstmals passt alles am wasserreichen Par 4 der 5 zusammen, trockenen Fußes sackt Brier das erste Birdie ein: "Mit dem Eisen 8 hätte ich fast zum Eagle gelocht, der Putt war nur einen halben Meter lang." Seine Albtraumbahn bleibt jedoch die 6, wo er neuerlich im Grünbunker landet und zum dritten Mal in dieser Woche das Bogey kassiert: "Aus dem Rough war ich zu kurz, hatte einen unmöglichen Bunkerschlag über 40 Meter." Dafür attackiert er stark am bergauf führenden, langen Par 4 der 8, holt sich das nächste Birdie ab: "Neuerlich mit dem Eisen 8 herausgespielt, Putt aus zwei Metern verwertet." 

Haufenweise gute Birdiechancen

Drei Par 5 und zwei kürzere Par 4 laden auf den Back 9 so richtig zur Attacke ein: "Auf den letzten 9 habe ich perfekt gedrived, leider ein paar schlechte Eisen nachgelegt." Untypisch noch die 10, wo Markus den Abschlag verzieht, aus dem Rough vorlegen muss, sich aber mit dem Sandwedge auf diesem Par 5 das Birdie perfekt auflegt.

Markus nützt auch am nächsten Par 5, der 13, seine Chance, holt sich Birdie Nummer 4: "Obwohl ich das Grün links verfehlt habe, aber mit Chip und Putt noch punkten konnte." 

Im Finish gleichen sich vergebene Chancen mit gelungenen Par-Saves aus: "An der 14 habe ich das Grün überschlagen, an der 16 ein besonders kniffliges Par noch gekratzt. Am Schlussloch hatte ich nach einem perfekten Drive nur noch ein Eisen 4 ins Grün, habe das Grün aber links verfehlt." Auch ohne einem Birdie am abschließenden Par 5 scort Brier die 69 (-3), seine bislang beste Runde im Emirates Golf Club.

Bei 5 unter Par fährt Markus Brier den geteilten 41. Platz ein und schreibt mit 11.475 Euro in der neuen Order of Merit an (ca. Rang 135).

Woods und Els im Playoff um den Sieg

6 Spieler hatten noch auf den letzten 9 Löchern realistische Chancen auf den Titel: Anders Hansen scheiterte jedoch beim Putten, Miguel-Angel Jimenez gingen im Finish die Birdies aus. Retief Goosen sah man im Finish die mangelnde Spielpraxis an. Richard Green lochte drei lange Birdieputts, doch der australische Linkshänder pullte den Tee-Shot an der 18 in die Bäume und verspielte seine Chancen mit einem Bogey.

Ernie Els (67) und Tiger Woods (69) - der im langen Spiel patzte, aber im Kurzspiel zauberte - lochten Birdies am Schlussloch und qualifizierten sich bei 19 unter Par für das Stechen. Dort schickte Ernie Els gleich mit seinem zweiten Schlag seine Chancen mit einem Bogey baden - aus der Wüste heraus ins Wasser!

Tiger Woods sichert sich mit einem Par an der 18 bei seinem dritten Antreten in Dubai erstmals den Sieg, es ist weltweit bereits sein 64. Profisieg. So wie in der Vorwoche holt sich der Superstar jedoch erst im Stechen den Titel, behält damit in der neuen Saison seine weiße Weste - zwei Starts, zwei Siege.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler  Land Par R1 R2 R3 R4
1* WOODS, Tiger* USA -19 67 66 67 69
2 ELS, Ernie RSA -19 68 66 68 67
3 GREEN, Richard AUS -18 64 69 69 68
T4 HANSEN, Anders DEN -17 68 63 69 71
T4 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -17 69 67 66 69
6 GOOSEN, Retief RSA -16 64 67 70 71
T7 CLARKE, Darren NIR -15 68 68 70 67
T7 STENSON, Henrik SWE -15 67 70 68 68
T9 CANONICA, Emanuele ITA -14 69 68 71 66
T9 DOUGHERTY, Nick ENG -14 67 66 70 71
T11 FASTH, Niclas SWE -13 67 68 73 67
Weiters:
T16 CASEY, Paul ENG -11 67 69 71 70
T28 HOWELL, David ENG -8 70 69 70 71
T28 WESTWOOD, Lee ENG -8 68 71 69 72
T41 BRIER, Markus AUT -5 70 73 71 69
T47 BJÖRN, Thomas DEN -4 69 70 74 71
T47 POULTER, Ian ENG -4 72 67 72 73
T55 HAEGGMAN, Joakim SWE -3 72 71 71 71
T66 SIEM, Marcel GER -1 71 72 71 73

* Sieg im Stechen mit Par am ersten Extraloch


Alle Spielberichte von der Dubai Desert Classic

>> 3. Runde: Keine großen Sprünge

>> 2. Runde: Birdie auf Bestellung

>> 1. Runde: Markus in Spiellaune

>> Vorschau: Millionenshow in Dubai



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