>> HOME / European Tour / Spielbericht

Nissan Irish Open
Carton House GC, Dublin, Irland
18. - 21. Mai 2006, € 2,200.000

GOLF NISSAN IRISH OPEN - Markus Brier in Pole Position.

1. Runde:

19.5.2006 - 13:10 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Sturmschaden auf Scorekarte

Starker Wind bläst zum Auftakt in Irland die Scores nach oben, leider auch jenes von Markus Brier, der mit der 84 alle Chancen verspielt.

Das Wichtigste in Kürze


Wetter: bewölkt, max. 15 Grad, starker Wind, Gewitter erwartet

Markus Brier 1. Runde: 84 (+12) / 152. Platz
Drei Doppelbogeys, kein Birdie im Sturm

Johan Edfors
(Swe) führt mit 69 Schlägen (-3)


Seit dem Morgen pfiff ein kräftiger Südwestwind mit Böen von bis zu 50 km/h über die Anlage von Carton House, der im Laufe des Tages sogar auf Sturmstärke zulegte - und zu Mittag zu einer 6-stündigen Unterbrechung zwang: "Das war vom Morgen an schon fast irregulär. Als die Grüns auftrockneten hats dann die Bälle endgültig weggeweht," beschreibt Markus Brier eine der extremsten Sturmrunden seiner Karriere.

Par wäre ein gutes Score ...

Gemeinsam mit seinen Flightpartnern Lima und Lara ging es für Brier um 08:20 MEZ am 10. Abschlag los, im ersten Flight sozusagen als Testpiloten, die frühe Startzeit somit eher Fluch als Segen. Das Motto des Tages auf dem ultralangen und schweren Kurs lautete ganz klar: Mitte Grün zielen und irgendwie versuchen, das Par zu halten! Leichter gesagt, als getan, auf der 425 Meter langen 10. Bahn, wo der Wind seitlich von rechts hineinpfeift, eröffnen sowohl Brier als auch Lara und Lima mit einem Bogey.

Gleiches Bild an der noch einmal um 11 Meter längeren 11. Bahn: wieder schafft keiner der 3 Pioniere im ersten Flight das Par! Nächste Aufgabe: ein 192 Meter langes Par 3, Lima spielt sein erstes Par, Brier und Lara ihr drittes Bogey in Folge - danach gibt der Spanier Lara auf: "Jose hatte Fieber und Husten, hat ganz elend ausgesehen, aufzuhören war das einzig Gescheite," kommentiert der Österreicher rückblickend.

Nur kurze Entspannung

Doch kurzfristig stellt sich Brier auf den starken und vor allem sehr böigen Wind besser ein, schafft es zumindest mit einigen Pars den Aderlass an seinem Score zu stoppen - wenn es auch zum ersten Birdie noch nicht reichen will: "Das waren mehr als vier Schläger Wind. Mit dem Eisen 7 habe ich bei Gegenwind 115 Meter Carrylänge erwartet, gut 40 Meter weniger, trotzdem blieb der Schlag dann um 15 Meter zu kurz."

Auf der kurzen Rückenwind-Bahn der 17 erwischt es Brier leider mit einem Doppelbogey, das die gewonnene Sicherheit wieder wegbläst: "Aus dem Grünbunker habe ich zwar das Grün erreicht, der Ball ist aber mit dem Wind weit drüber und runtergerollt." Am folgenden, kürzesten Par 5 zurück zum Clubhaus kassiert er das nächste Doppelbogey, diesmal nach einem Chip und drei Putts: +7 nach 9, vorletzter Platz, so lautet die grimmige Zwischenbilanz.

Schadensbegrenzung auf den zweiten 9?

Will Markus Brier seine Chancen auf den Cut halbwegs intakt halten, muss es auf den vorderen 9 Bahnen deutlich besser laufen. Doch schon auf Bahn Nummer 2, einem engen Par 4, muss er neuerlich einen Schlag abgeben. Auch am Par 5 der 4, mit 553 Metern allerdings überlang, will das erste Birdie nicht gelingen.

Da der Sturm weiter zulegt und die Bälle auf den Grüns endgültig wegrollen, muss zu Mittag die erste Runde für 6 Stunden, bis um 18:40 MEZ unterbrochen werden: "Am exponierten 5. Grün haben die Referees zuerst uns und dann vier weiteren Flights zugesehen, wie die Bälle vom Wind bewegt wurden. Erst als dies auch Dougherty & Co. passierte, haben sie abgebrochen."

Nach der Pause geht es bei weiterhin starkem Wind in der gleichen Tonart weiter: Doppelbogey am kurzen Par 4 der 6, Bogey am folgenden Par 3, ein letzter Schlagverlust am Par 5 der 8: "Dazu hat es geschüttet, der einzige Grund, warum die Bälle nicht mehr vom Grün rollten," hatten sich die Bedingungen eher noch verschlechtert.

Mit der 84 (+12) wird Brier an das hintere Ende des Zwischenklassements verblasen, der Cut wohl schon in unerreibarer Ferne.

Broadhurst richtet Score mit einem Ass

Nur wenige Spieler kommen mit den extrem windigen Bedingungen zurecht: so etwa Padraig Harrrington und Ian Poulter bei 1 unter Par. Die Führung im Clubhaus setzte jedoch Iain Pyman mit der 70: der englische Routinier Paul Broadurst schoss am 192 Meter langen Par 3 der 12 ein Hole in One.

Aufgrund der Spielunterbrechung konnte die Spieler der 2. Gruppe ihre Auftaktrunden erst am Freitag beenden. Und bei schwächerem Wind wurden die besseren Scores gespielt: British Masters-Champion Johan Edfors stellte seine Superform mit der besten Runde von 69 Schlägen neuerlich unter Beweis.

Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1
1 EDFORS, Johan SWE -3 69
T2 PYMAN, Iain ENG -2 70
T2 HANSEN, Anders DEN -2 70
T2 GARRIDO, Ignacio ESP -2 70
T2 CÉVAËR, Christian FRA -2 70
T6 POULTER, Ian ENG -1 71
T6 HARRINGTON, Padraig IRL -1 71
T6 GONZALEZ, Ricardo ARG -1 71
T6 FDEZ-CASTAÑO, Gonzalo ESP -1 71
T6 LAFEBER, Maarten NLD -1 71
T6 DREDGE, Bradley WAL -1 71
T12 HEDBLOM, Peter SWE Par 72
Weiters:
T12 CAMPBELL, Michael NZL Par 72
T21 CASEY, Paul ENG 1 73
T31 SANDELIN, Jarmo SWE 2 74
T45 DOUGHERTY, Nick ENG 3 75
T45 CABRERA, Angel ARG 3 75
T45 STENSON, Henrik SWE 3 75
T45 DODD, Stephen WAL 3 75
T45 CLARKE, Darren NIR 3 75
T90 MONTGOMERIE, Colin SCO 5 77
T107 BJÖRN, Thomas DEN 6 78
152 BRIER, Markus AUT 12 84


Alle Spielberichte von der Nissan Irish Open:

>> Vorschau: "Danke, Monty!"



>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT