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DEUTSCHE BANK PLAYERS CHAMPIONSHIP
Royal Liverpool GC >> Hoylake, England
20. - 23. Juli 2006 >> € 6,000.000

GOLF PLAYERS CHAMPIONSHIP OF EUROPE - Gut Kaden bringt Open-Revanche

2. Runde:
28.7.2006 - 19:10 MEZ  Golf-Live.at - J. Widl
 


Traumrunde rettet den Cut

Markus Brier machts wieder gut: mit der perfekten 65 schafft der Wiener noch das Unmögliche und spielt sich in Hamburg ins Wochenende.

 


Nur Platz 128 nach Tag 1 und viele schlechte Eisenschläge: Markus Brier brauchte nicht mehr und nicht weniger als eine Superrunde um sich ins Wochenende von Hamburg zu spielen. Und der Wiener lieferte sozusagen auf Bestellung das tiefe Score. "Einfach viel bessere Eisen geschlagen und auch ein paar längere Putts gelocht. Da wusste ich heute bald, dass ich mich in den Cut zurückkämpfe."

Um 8:00 Uhr war Markus vom 10. Tee weg gestartet, die Grüns dank er frühen Startzeit deutlich besser, der Wind noch dazu fast eingeschlafen. "Der Platz war praktisch ohne Verteidigung, aber die Birdies musste man erst machen."

Brier schwingt sich nach vorne

Brier eröffnet mit einem Par an der 10, die ihm gestern noch ein Bogey abgetrotzt hatte. Von Beginn an schlägt der Fontana-Pro deutlich bessere Eisen, beweist dies gleich am langen Par 4 der 11, wo das erste Birdie fällt.


Wettquoten vom 25.7.06:
Wer gewinnt die
Players Champ. 2006?
 Retief Goosen 13.0
 Sergio Garcia 15.0
 Padraig Harrington 16.0
 Luke Donald 16.0
 Angel Cabrera 17.0
 David Howell 23.0
 Henrik Stenson 23.0
 Thomas Björn 25.0
 Tim Clark 25.0
 Carl Pettersson 25.0
 Paul Casey 25.0
 Niclas Fasth 25.0
 Michael Campbell 25.0
 Miguel-Angel Jiménez 35.0
 Lee Westwood 35.0
 Ian Poulter 35.0
 Bernhard Langer 80.0
 ein Anderer 3.00
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Am kurzen Par 4 der 13 macht Markus den nächsten Schlag gut, legt drei Bahnen später ein Schäuferl nach: "Am Par 3 der 16 ist endlich ein längerer Putt zum Birdie gefallen, so aus 7 Metern."

Seine perfekten ersten 9 Löcher schließt Brier mit dem Birdie am Par 5 der 17 ab, nachdem er das Grün mit zwei Schlägen fast erreicht, liegt damit bereits bei 4 unter Par für den Tag: "Da wusste ich, das wird sich heute ausgehen, wenn ich nur keine dummen Fehler mache." Nur an der 12 hatte Markus zuvor leichte Probleme gehabt, aber aus dem Grünbunker den Sand Save zum Par geschafft.

Markus bleibt am Gas auch nach der Halbzeit

Die vorderen 9 Löcher geht Brier gleich mit einem Birdie an, erstmals in dieser Woche presst er sich in die Top 65, die den Cut schaffen. Gefahr droht an der 2, als er das Grün verfehlt, aber aus drei Metern einen kniffligen Par-Putt locht.

Aufpassen heisst es auf den beiden überlangen Par 4 der 4 und 7, wo er sich am Vortag den Rückstand eingehandelt hatte. Aber an diesem Freitag gelingt Markus einfach alles: an seiner gestrigen Doppelbogey-Bahn, der 4, revanchiert er sich mit einem Birdie: "Dabei war ich mit dem Eisen 5 etwas zu lang, aber aus gut 10 Metern ist der Putt gefallen." Ein perfektes Eisen 4 am folgenden Par 3 ebnet den Weg zu Birdie Nummer 7! "Vielleicht mein bester Schuss heute, der Abschlag ließ dem Putter nicht viel mehr als einen Meter Arbeit übrig." An der ganz schweren 7 hätte Brier fast noch ein spätes Bogey kassiert, schafft aber aus dem Grünbunker einen weiteren schweren Sand Save.

Brier sorgt für beste Vormittagsrunde

Die 65er-Runde (-7) ist gemeinsam mit der Auftaktrunde bei der BA-CA Golf Open das tiefste Rundenscore von Brier im heurigen Jahr und zugleich die beste Runde am Freitag Vormittag in Hamburg. "Und das ohne Hole in One, obwohl ich heute an der 5 wieder nahe dran war." Vom 128. Platz weg macht der Wiener in etwa 85 Ränge gut und spielt sich so locker ins Wochenende: "Solche Runden sind bei meiner derzeitigen Form immer drinnen. Nach dem Ausscheiden bei der British Open war die 65 aber sehr wichtig fürs Selbstvertrauen, weil ich auf keinen Fall zwei Cuts in Folge verpassen wollte." Die 7 unter Par spielt Brier übrigens mit nur einem Par 5-Birdie, was für sein sensationelles Eisenspiel und die gute Putt-Leistung spricht.

10 unter Par reicht nur für Platz 10 ...

Robert Karlsson übernimmt mit der 66 bei 14 unter Par die knappe Halbzeitführung. Ebenfalls die 66 spielt Ryder Cup-Captain Ian Woosnam, der nur einen Schlag hinter dem Schweden zurückbleibt. Für das beste Tagesscore sorgt der junge Südafrikaner Charl Schwartzel mit der 64, die ihn auf den 6.Platz vorbringt. Am Abend bringt auch Schottlands Haudegen Gary Orr die 64 ins Clubhaus und stösst auf den geteilten 2. Platz vor. Auftaktleader Lee Westwood leistet sich zu viele gehookte Abschläge und fällt mit der 68 hinter Karlsson zurück.

Sergio Garcia
verpasst seine 65 mit Bogey am Schlussloch. Die zweite 65 des Tages scort der Engländer Tom Whitehouse, der witzigerweise so wie Brier vom 128. Platz startete, beide sind somit weiter schlaggleich. Die Hausherren bringen drei Spieler ins Finale, Sven Strüver (-6), Tino Schuster (-4) sowie Bernhard Langer (-4), der dazu allerdings vier Birdies auf den letzten 7 Löchern nachlegen musste.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 KARLSSON, Robert SWE -14 64 66
T2 ORR, Gary SCO -13 67 64
T2 WESTWOOD, Lee ENG -13 63 68
T2 WOOSNAM, Ian WAL -13 65 66
T5 GOOSEN, Retief RSA -12 64 68
T5 SCHWARTZEL, Charl RSA -12 68 64
T7 DONALD, Luke ENG -11 67 66
T7 HARRINGTON, Padraig IRL -11 68 65
T7 NILSSON, Christian L SWE -11 67 66
T10 FASTH, Niclas SWE -10 68 66
Weiters:
T12 EDFORS, Johan SWE -9 68 67
T12 GARCIA, Sergio ESP -9 69 66
T12 POULTER, Ian ENG -9 68 67
T23 McGINLEY, Paul IRL -8 70 66
T37 STRÜVER, Sven GER -6 68 70
T45 BRIER, Markus AUT -5 74 65
T45 CAMPBELL, Michael NZL -5 70 69
T56 LANGER, Bernhard GER -4 71 69
T56 SCHUSTER, Tino GER -4 71 69
Cut verpasst (-4):
T72 HOWELL, David ENG -3 71 70
T72 REIMBOLD, Christian GER -3 68 73
T72 SIEM, Marcel GER -3 73 68
T105 PETTERSSON, Carl SWE -1 73 70
T119 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP Par 75 69
T126 CASEY, Paul ENG 1 77 68
T133 DALY, John USA 2 72 74


Alle Spielberichte von der Players Championship

>> 1. Runde: Birdiefest der Anderen

>> Vorschau: Open-Revanche in Hamburg


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