>> HOME / European Tour / Spielbericht

Algarve Open de Portugal
Le Meridien Penina Golf Resort 
Portimao, Portugal
30.3. - 2.4.2006, € 1,250.000

GOLF ALGARVE PORTUGAL OPEN - Markus Brier fällt auf Back 9

1. Runde:

30.3.2006 - 20:26 MEZ   Golf-Live.at - J. Widl


Rückfall auf den Back 9

Markus Brier
kann aus perfektem langen Spiel kein Kapital schlagen und muss sich mit einer Par-Runde begnügen. Paul Broadhurst führt mit der 64.

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, max. 20. Grad, wenig Wind

Markus Brier 1. Runde: 72 (Par) / 62. Platz
Trifft 11 Fairways und 14 Grüns, benötigt aber 33 Putts

Paul Broadhurst
(Eng) führt mit 64 Schlägen (-8).

Enge Fairways, dicke Roughs, scharfe Doglegs und viel Wasser schüchterte die 156 Teilnehmer der Algarve Portugal Open ein, nicht jedoch Markus Brier: "Einfach geil gespielt, geht nicht viel besser. Dennoch wurde es eine Frustrunde, weil ich aus perfekten langen Schlägen absolut nichts machen konnte."

Brier bogeyfrei auf den Front 9

Markus Brier startete früh auf den schwierigeren Front 9 und das ganz hervorragend: "Der neue Callaway-Driver hat sich bewährt, ganz wichtig, dass ich in den engen Waldschluchten nur drei Fairways verfehlt habe."

Am nicht allzu langen Par 5 der 5 attackiert der Österreicher erstmals erfolgreich, schlägt nur noch ein Eisen 5 übers Wasser in Richtung Grün, verfehlt dieses knapp, erspielt aber mit Chip & Putt das Birdie. Vor allem vor den langen Par 3 hatte Markus im Vorfeld großen Respekt gezeigt, doch am Par 3 der 8 holt er sich nach einem guten Schlag mit dem Eisen 5 sogar ein weiteres Birdie ab: "Aus 5 Metern vom Vorgrün eingeputtet!"

Drei Par 5 laden ein

Deutlich besser wird auf den Back 9 gescort, da will Brier nicht zurück stehen, sowohl die 10 als auch die 11 sind Par 5: "Bei beiden waren die Drives nicht perfekt genug, um mit zwei Schlägen das Grün zu erreichen," setzt es leider nur das Par. "Ich habe mir aber reihenweise die Birdiechancen aufgelegt, aber aus drei bis fünf Metern nur einen einzigen Putt gelocht."

Aus dem Rough lässt Brier dann den Schlag ins 12. Grün etwas zu kurz, leistet sich aus 15 Metern einen Dreiputt zum ersten Bogey: "Die Grüns waren unterschiedlich schnell, das hat die Sache etwas unberechenbar gemacht."

Wenige Fehler maximal bestraft

Ein Eisen 4 benötigt er für den Schlag ins 16. Grün, ein ganz schmales und schwer zu treffendes Ziel. Auch die Übung auf diesem letzten Par 3 gelingt nicht nach Wunsch: "Das Eisen fast zu gut getroffen, das Grün knapp überschlagen und den Downhill-Chip nicht nah genug zur Fahne gebracht," verliert er hier einen weiteren Schlag.

Die hautenge 17. Bahn, die Baumreihen ragen auf diesem überlangen Par 4 bis dicht ans Fairway heran, schenkt Brier ebenfalls ein: "Mein einzig schlechter Golfschlag heute und der vom Tee der 17 an der ganz falschen Stelle. Somit konnte ich nur vorlegen, habe noch gut zur Fahne gepitcht, aber aus zwei Metern das Par nicht mehr gekratzt."

Am kurzen, abschließenden Par 5 schießt er sich den Frust über die verkorksten Back 9 wenigstens etwas von der Seele, gleicht mit dem dritten Birdie seine Tagesbilanz wieder aus: "Aus dem Grünbunker heraus das Sandy-Birdie gerettet."

Schade um den starken Beginn, mit der Par-Runde von 72 Schlägen reiht sich Markus Brier nur im Mittelfeld, auf Platz 62 ein, immerhin noch innerhalb der vorläufigen Cutlinie: "Dennoch, wenn man 14 Grüns trifft, zweimal 10 Zentimeter daneben ist und zweimal auch nicht mehr als zwei Meter, dann kann eine Par-Runde nicht mehr frustrierender sein." Zum Vergleich: Paul Broadhurst trifft ein Grün weniger als der Österreicher, bleibt aber um 8 Schläge besser.

Weg zum Sieg führt über den Titelverteidiger

Die Bestmarke im Clubhaus setzte gleich der Titelverteidiger: Paul Broadhurst lochte ein Eagle und 7 Birdies zur 64er-Runde, ging bei 8 unter Par ordentlich in Führung. Noch besser startete der schwedische Tourschüler Christian Nilsson, der mit vier Birdies in Serie begann und zwischen- zeitlich ebenfalls 8 unter Par erreichte, aber dann "nur" die 65 ins Trockene brachte. Der Franzose Christian Cevaer folgt einen Schlag zurück auf dem dritten Platz.

Für ein besonderes Schmankerl sorgte der Portugiese Joao Pedro Sousa mit einem Hole in One am 6. Loch. Das brachte den jungen Amateur jedoch so aus der Fassung, dass ihm nachher zur 79 überhaupt nichts mehr gelang.

Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1
1 BROADHURST, Paul ENG -8 64
2 NILSSON, Christian L SWE -7 65
3 CÉVAËR, Christian FRA -6 66
T4 FINCH, Richard ENG -5 67
T4 SANDELIN, Jarmo SWE -5 67
T4 SUNESON, Carl ESP -5 67
T7 COLSAERTS, Nicolas BEL -4 68
T7 GOMEZ, Rafael ARG -4 68
T7 LAWRIE, Paul SCO -4 68
T7 LITTLE, Stuart ENG -4 68
T11 DOUGHERTY, Nick ENG -3 69
T11 KARLSSON, Robert SWE -3 69
Weiters:
T25 BOSSERT, André SUI -2 70
T25 PRICE, Phillip WAL -2 70
T25 WOOSNAM, Ian WAL -2 70
T47 FASTH, Niclas SWE -1 71
T62 BRIER, Markus AUT Par 72
T62 VAN DE VELDE, Jean FRA Par 72
T81 LANE, Barry ENG 1 73
T98 DERKSEN, Robert-Jan NLD 2 74
T114 DREDGE, Bradley WAL 3 75



Alle Spielberichte von der Algarve Portugal Open

>> Vorschau: Durchstarten in Penina



>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT