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Keine Gastgeschenke machte Markus Brier am Eröffnungstag
der BA-CA Golf Open. Mit neuem Platzrekord von 65 Schlägen
setzte er ein klares Statement, dass der Titel nur über ihn
führen wird: "Ein perfekter Auftakt, das hat heute so
richtig Spaß gemacht," strahlte der 37-jährige Wiener
übers ganze Gesicht.
Durchhänger zur Halbzeit gut weggesteckt
Gemeinsam mit Thomas Björn und Miguel-Angel
Jimenez startete Markus Brier am Nachmittag
in seine Auftaktrunde. Bei seinem ersten Abschlag klickt ein Fotograf
in den Aufschwung hinein, dennoch findet Briers Ball das Fairway,
der zweite Schlag geht bis auf einen Meter zur Fahne: 1 unter Par
nach Loch 1. An der 3 schlägt der Hausherr ein gutes Sandwedge
ins Grün und geht auf 2 unter Par: "Vom ersten Schlag
an hatte ich ein gutes Gefühl, habe die ersten 5 Grüns
immer auf Birdie geputtet."
In dieser Tonart geht es leider vorerst nicht weiter: gute Chancen
bleiben vorerst ungenützt und das erste Fehler führt gleich
zu einem Bogey: das 6. Grün überschlägt er mit einem
dünn getroffenen Eisen 8, der Retourchip auf die kurze Fahne
ist kaum lösbar. Zwei Bahnen später bleibt der Schlag
ins Grün zu weit rechts und kurz, aus dem ganz fetten Rough
an dieser Stelle ist der Up & Down nicht machbar. Postwendend
kontert Brier jedoch an der 9 holt sich das sichere Birdie - 1 unter
Par zur Halbzeit.
Markus sorgt für den Donnerschlag zum Regen
Ein kurzer, aber heftiger Regenschauer setzt um 15:30 Uhr ein, dafür
ist der Wind fast eingeschlafen. Das beeinträchtigt jedoch
Markus Brier überhaupt nicht: am Par 3 der 11 zückt er
aus 147 Metern ein Eisen 7 und versenkt den Ball direkt zum Hole
in One ein. Das bringt ihm zwei Schläge und einen Citroen C3
Pluriel, von Fuhrpark-Ausstatter Hertz als Hole in One-Preis ausgeschrieben!
Es ist dies sein 6. Hole In One der Profikarriere, zuletzt schlug
er ein Ass am 7. April 2005 bei der Madeira Island Open: "Dieser
Schlag hat meine Runde erst so richtig ins Laufen gebracht,"
weiß er, wie wichtig dieser Kunstschuß war.
Beflügelt von dem Ass legt Brier noch ein Schäuferl nach:
am schweren Par 4 der 12 fällt ein weiterer Birdieputt. An
der 13 hat er aus vier Metern die nächste gute Chance, der
Birdieversuch lippt jedoch aus. Nach langer Wartezeit, weil Gary
Emerson im Flight davor Probleme hatte, kann Markus seinen
zweiten Schlag ins Par 5 der 15 spielen, pullt jedoch sein Holz
5 links weg und muss sich mit dem Par begnügen.
Dafür hält sich Brier an der 16 schadlos: nach perfektem
Wedge ins Grün fällt aus zwei Metern der Birdieputt. Auch
am schwer zu kalkulierenden Par 3 der 17 puttet Markus auf Birdie,
vergibt aus drei Metern knapp. Am Schlussloch verzieht er seinen
zweiten Schlag in den Bunker, lässt sich noch vier Meter zum
Birdie. Die Faust kommt hoch, als auch noch dieser Putt zur besten
Tagesrunde von 65 (-6) fällt. "Am Schluss habe ich den
Ball nicht mehr so gut getroffen, aber meine Platzkenntnis hat mir
enorm geholfen, weil ich weiß, wohin man die Bälle streuen
lassen kann. Das war die Pflicht, jetzt hoffentlich noch die Kür,
dann komme ich meinem großen Ziel einen wichtigen Schritt
näher."
Maurer in Gösser-Form
Jürgen Maurer brachte seine Hochform von Maria
Lankowitz nach Fontana mit: vier Birdies sammelt der Freiberger
auf seinen ersten 5 Löchern ein, ehe er etwas den Fokus verliert
und mit vier Bogeys sukzessive zurück fällt. Erst im Finish
fällt noch ein Birdieputt, an der 16, der die tolle 69 sicherstellt.
Bei 2 unter Par liegt der Neo-Pro rund um Platz 20.
Feyrsinger zieht solides Spiel auf
Thomas Feyrsinger zieht bei seinem Comeback nach 3 Wochen
Pause ein grundsolides Spiel auf: "Überraschend gute Abschläge
und auch einige sehr gute Eisen geschlagen." Einziger Ausrutscher
zu Beginn bleibt ein Bogey an der deutlich verlängerten 12,
wo nunmehr ein blinder Schlag ins Grün zu meistern ist. Am
Par 5 der 15 holt sich Feyerl den Schlag wieder zurück. An
der 18 gelingt dem Tiroler das Pflicht-Birdie, dem er ein weiteres
an der 1 folgen lässt - damit scheint erstmals sein Name in
den Top 10 am Leaderboards auf. An der 6 und der 8 muss Thomas noch
spät Federn lassen: "Beide Bogeys durch einen Dreiputt,
davor habe ich andererseits einige sehr gute Putts gelocht."
Mit der 70 (-1) eine Runde unter Par und ist am Vormittag bester
Österreicher: "Der Wind war sehr schwer einzuschätzen,
böig und drehend. Da muss man das richtige Mittelmass zwischen
Attacke und Defensive finden, das ist mir gut gelungen."
Frühe Bogeys an der 11 und 13 bügelt Martin Wiegele
mit Birdies auf beiden Par 5 der Back 9 wieder aus: "Bis
zur Halbzeit war ich gut im Rennen, doch ein schlechter Schlang
an der 4 genügte, damit es bergab ging." Dieses Par 3
verfehlte er links, konnte aus dem Bunker das Par nicht retten.
An der tückischen 7 landet Martin im Wasserhindernis und zieht
sich ein Doppelbogey. Da keine weiteren Birdies mehr fallen wollen,
setzt es die frustrierende 76 (+5). "Es fehlt in den wichtigen
Phasen an Selbstvertrauen. Sobald ich einen schlechten Schlag mache,
kassiere ich die Bogeys."
Zitny zum Auftakt solide
Eine gute Golfrunde, aber ohne dabei jemals wirklich heiß
zu laufen, lieferte Niki Zitny (71) ab. Statt früher
Birdies setzte es einen mentalen Tiefschlag am Par 3 der 7: "Das
Eisen links weggeschlagen und im Wasser gelandet." Von der
Dropzone weg ist nur mehr das Doppelbogey drinnen. Am Par 5 der
9 kann er wenigstens einen Schlag gutmachen.
An der 10 lässt Niki einen machbaren Birdieputt aus. Der Schlag
ins 13. Grün gerät zu lange, beim Lob-Shot bleibt er hängen
und kassiert sein erstes Bogey. Das gleicht er am nächsten
Loch aus, aus fünf Metern fällt endlich einmal ein Birdieputt.
An der 17 muss Zitny sein ganzes Talent einsetzen, um aus dem Bunker
den Sand Save zu schaffen. Obwohl er am abschließenden Par
5 vorlegen muss, beendet er seine Runde mit einem guten Birdieputt
zur 71, liegt damit gut auf Kurs.
Talentprobe von Rieder
Der an der 10 gestartete Radstädter Wolfgang Rieder
lag zur Halbzeit bereits bei 2 unter Par, ehe ihn ein Doppelbogey
an der 5 einbremste. Mit der tapferen Par-Runde von 71 Schlägen
schlägt sich der 20-jährige Amateur dennoch mehr als nur
wacker im Kreise der European Tour-Pros.
Prader kommen 3 Golfschläge teuer zu stehen
Clemens Prader brachte sich am Par 5 der 15 in
die roten Zahlen. Am gefürchteten Par 3 der 17 lässt er
jedoch seinen Abschlag zu kurz und landet im Wasser. Der Ball ist
allerdings spielbar, nachdem er einen kurzen Putt verfehlt, schreibt
er dennoch das bittere Doppelbogey auf die Scorekarte. Das bremst
empfindlich seinen Tatendrang, Clemens verliert auf den vorderen
9 noch weitere Schläge. Am Par 3 der 7 setzt es nach dem Abschlag
ins Wasser ein weiteres Doppelbogey. Das dritte und zugleich letzte
Birdie fällt an der 9 zur 74 (+3). "Heute waren drei schlechte
Schläge dabei, zwei davon an der 17 und 7 habe ich teuer bezahlt.
Der Platz spielt sich wesentlich anders als sonst, es sind viele
Seitenwindbahnen, da verfehlt man rasch eine Spielbahn. Bei den
langen Eisen fehlt mir noch etwas die Kontrolle, Drives und Putts
waren ok."
Thomas Kogler, im ersten Flight um 7:15 Uhr an der 10 gestartet,
wird gleich eiskalt erwischt. Trotz perfekter Bedingungen mit wenig
Wind am Morgen, kassiert der Fontana-Pro Bogeys an der 10, 11 und
13. Danach fängt sich der Steirer jedoch, kann allerdings nichts
aufholen. Mit der 75 (+4) hat er am Freitag einiges aufzuholen.
Claude Grenier verfehlt gleich sein erstes Fairway
an der 10, startet mit einer Serie von gleich drei Bogeys denkbar
schlecht. Der Head-Pro aus Fontana reisst sich allerdings kräftig
am Riemen, holt auf den folgenden 5 Bahnen alles wieder auf. Auf
den vorderen 9 gerät Grenier auf der 2, das die Pros als langes
Par 4 spielen, mit einem Doppelbogey wieder in Rückstand. Zwei
Birdies werden durch ein weiteres Doppelbogey an der 8 wieder ausradiert,
somit nur die 73 (+2) für den Trainer von Brier und Prader.
Enttäuschend eröffnet Martin Omtvedt,
der allerdings wie Weinhandl und Wernig ohne Proberunden ins Turnier
gingen. Der Pro aus dem GC Süssenbrunn spielt die grimmige
83 (+12).
Bernd Wiesberger beginnt zwar stark, Österreichs
derzeit bester Amateur leistet sich jedoch gleich drei Doppelbogeys
und bringt daher nur die 77 (+6) ins Clubhaus.
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