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BA-CA Golf Open 2006
Fontana GC >> Oberwaltersdorf
8. - 11. Juni 2006 >> € 1,300.000

GOLF TELECOM ITALIAN OPEN - Birdies und Spaghetti

1. Runde:

8.6.2006 - 20:00 MEZ Golf-Live.at / J. Widl


Führung mit Hole in One

Markus Brier kommt nach dem Ass an der 11 auf Touren und scort die 65. Auch Jürgen Maurer (69) und Thomas Feyrsinger (70) können in Fontana mit den Stars mithalten.

 


Keine Gastgeschenke machte Markus Brier am Eröffnungstag der BA-CA Golf Open. Mit neuem Platzrekord von 65 Schlägen setzte er ein klares Statement, dass der Titel nur über ihn führen wird: "Ein perfekter Auftakt, das hat heute so richtig Spaß gemacht," strahlte der 37-jährige Wiener übers ganze Gesicht.

Durchhänger zur Halbzeit gut weggesteckt

Gemeinsam mit Thomas Björn und Miguel-Angel Jimenez startete Markus Brier am Nachmittag in seine Auftaktrunde. Bei seinem ersten Abschlag klickt ein Fotograf in den Aufschwung hinein, dennoch findet Briers Ball das Fairway, der zweite Schlag geht bis auf einen Meter zur Fahne: 1 unter Par nach Loch 1. An der 3 schlägt der Hausherr ein gutes Sandwedge ins Grün und geht auf 2 unter Par: "Vom ersten Schlag an hatte ich ein gutes Gefühl, habe die ersten 5 Grüns immer auf Birdie geputtet."

In dieser Tonart geht es leider vorerst nicht weiter: gute Chancen bleiben vorerst ungenützt und das erste Fehler führt gleich zu einem Bogey: das 6. Grün überschlägt er mit einem dünn getroffenen Eisen 8, der Retourchip auf die kurze Fahne ist kaum lösbar. Zwei Bahnen später bleibt der Schlag ins Grün zu weit rechts und kurz, aus dem ganz fetten Rough an dieser Stelle ist der Up & Down nicht machbar. Postwendend kontert Brier jedoch an der 9 holt sich das sichere Birdie - 1 unter Par zur Halbzeit.

Markus sorgt für den Donnerschlag zum Regen

Ein kurzer, aber heftiger Regenschauer setzt um 15:30 Uhr ein, dafür ist der Wind fast eingeschlafen. Das beeinträchtigt jedoch Markus Brier überhaupt nicht: am Par 3 der 11 zückt er aus 147 Metern ein Eisen 7 und versenkt den Ball direkt zum Hole in One ein. Das bringt ihm zwei Schläge und einen Citroen C3 Pluriel, von Fuhrpark-Ausstatter Hertz als Hole in One-Preis ausgeschrieben! Es ist dies sein 6. Hole In One der Profikarriere, zuletzt schlug er ein Ass am 7. April 2005 bei der Madeira Island Open: "Dieser Schlag hat meine Runde erst so richtig ins Laufen gebracht," weiß er, wie wichtig dieser Kunstschuß war.

Beflügelt von dem Ass legt Brier noch ein Schäuferl nach: am schweren Par 4 der 12 fällt ein weiterer Birdieputt. An der 13 hat er aus vier Metern die nächste gute Chance, der Birdieversuch lippt jedoch aus. Nach langer Wartezeit, weil Gary Emerson im Flight davor Probleme hatte, kann Markus seinen zweiten Schlag ins Par 5 der 15 spielen, pullt jedoch sein Holz 5 links weg und muss sich mit dem Par begnügen.

Dafür hält sich Brier an der 16 schadlos: nach perfektem Wedge ins Grün fällt aus zwei Metern der Birdieputt. Auch am schwer zu kalkulierenden Par 3 der 17 puttet Markus auf Birdie, vergibt aus drei Metern knapp. Am Schlussloch verzieht er seinen zweiten Schlag in den Bunker, lässt sich noch vier Meter zum Birdie. Die Faust kommt hoch, als auch noch dieser Putt zur besten Tagesrunde von 65 (-6) fällt. "Am Schluss habe ich den Ball nicht mehr so gut getroffen, aber meine Platzkenntnis hat mir enorm geholfen, weil ich weiß, wohin man die Bälle streuen lassen kann. Das war die Pflicht, jetzt hoffentlich noch die Kür, dann komme ich meinem großen Ziel einen wichtigen Schritt näher."

Maurer in Gösser-Form

Jürgen Maurer brachte seine Hochform von Maria Lankowitz nach Fontana mit: vier Birdies sammelt der Freiberger auf seinen ersten 5 Löchern ein, ehe er etwas den Fokus verliert und mit vier Bogeys sukzessive zurück fällt. Erst im Finish fällt noch ein Birdieputt, an der 16, der die tolle 69 sicherstellt. Bei 2 unter Par liegt der Neo-Pro rund um Platz 20.

Feyrsinger zieht solides Spiel auf

Thomas Feyrsinger
zieht bei seinem Comeback nach 3 Wochen Pause ein grundsolides Spiel auf: "Überraschend gute Abschläge und auch einige sehr gute Eisen geschlagen." Einziger Ausrutscher zu Beginn bleibt ein Bogey an der deutlich verlängerten 12, wo nunmehr ein blinder Schlag ins Grün zu meistern ist. Am Par 5 der 15 holt sich Feyerl den Schlag wieder zurück. An der 18 gelingt dem Tiroler das Pflicht-Birdie, dem er ein weiteres an der 1 folgen lässt - damit scheint erstmals sein Name in den Top 10 am Leaderboards auf. An der 6 und der 8 muss Thomas noch spät Federn lassen: "Beide Bogeys durch einen Dreiputt, davor habe ich andererseits einige sehr gute Putts gelocht." Mit der 70 (-1) eine Runde unter Par und ist am Vormittag bester Österreicher: "Der Wind war sehr schwer einzuschätzen, böig und drehend. Da muss man das richtige Mittelmass zwischen Attacke und Defensive finden, das ist mir gut gelungen."

Frühe Bogeys an der 11 und 13 bügelt Martin Wiegele mit Birdies auf beiden Par 5 der Back 9 wieder aus: "Bis zur Halbzeit war ich gut im Rennen, doch ein schlechter Schlang an der 4 genügte, damit es bergab ging." Dieses Par 3 verfehlte er links, konnte aus dem Bunker das Par nicht retten. An der tückischen 7 landet Martin im Wasserhindernis und zieht sich ein Doppelbogey. Da keine weiteren Birdies mehr fallen wollen, setzt es die frustrierende 76 (+5). "Es fehlt in den wichtigen Phasen an Selbstvertrauen. Sobald ich einen schlechten Schlag mache, kassiere ich die Bogeys."

Zitny zum Auftakt solide

Eine gute Golfrunde, aber ohne dabei jemals wirklich heiß zu laufen, lieferte Niki Zitny (71) ab. Statt früher Birdies setzte es einen mentalen Tiefschlag am Par 3 der 7: "Das Eisen links weggeschlagen und im Wasser gelandet." Von der Dropzone weg ist nur mehr das Doppelbogey drinnen. Am Par 5 der 9 kann er wenigstens einen Schlag gutmachen.

An der 10 lässt Niki einen machbaren Birdieputt aus. Der Schlag ins 13. Grün gerät zu lange, beim Lob-Shot bleibt er hängen und kassiert sein erstes Bogey. Das gleicht er am nächsten Loch aus, aus fünf Metern fällt endlich einmal ein Birdieputt. An der 17 muss Zitny sein ganzes Talent einsetzen, um aus dem Bunker den Sand Save zu schaffen. Obwohl er am abschließenden Par 5 vorlegen muss, beendet er seine Runde mit einem guten Birdieputt zur 71, liegt damit gut auf Kurs.

Talentprobe von Rieder

Der an der 10 gestartete Radstädter Wolfgang Rieder lag zur Halbzeit bereits bei 2 unter Par, ehe ihn ein Doppelbogey an der 5 einbremste. Mit der tapferen Par-Runde von 71 Schlägen schlägt sich der 20-jährige Amateur dennoch mehr als nur wacker im Kreise der European Tour-Pros.

Prader kommen 3 Golfschläge teuer zu stehen

Clemens Prader brachte sich am Par 5 der 15 in die roten Zahlen. Am gefürchteten Par 3 der 17 lässt er jedoch seinen Abschlag zu kurz und landet im Wasser. Der Ball ist allerdings spielbar, nachdem er einen kurzen Putt verfehlt, schreibt er dennoch das bittere Doppelbogey auf die Scorekarte. Das bremst empfindlich seinen Tatendrang, Clemens verliert auf den vorderen 9 noch weitere Schläge. Am Par 3 der 7 setzt es nach dem Abschlag ins Wasser ein weiteres Doppelbogey. Das dritte und zugleich letzte Birdie fällt an der 9 zur 74 (+3). "Heute waren drei schlechte Schläge dabei, zwei davon an der 17 und 7 habe ich teuer bezahlt. Der Platz spielt sich wesentlich anders als sonst, es sind viele Seitenwindbahnen, da verfehlt man rasch eine Spielbahn. Bei den langen Eisen fehlt mir noch etwas die Kontrolle, Drives und Putts waren ok."

Thomas Kogler
, im ersten Flight um 7:15 Uhr an der 10 gestartet, wird gleich eiskalt erwischt. Trotz perfekter Bedingungen mit wenig Wind am Morgen, kassiert der Fontana-Pro Bogeys an der 10, 11 und 13. Danach fängt sich der Steirer jedoch, kann allerdings nichts aufholen. Mit der 75 (+4) hat er am Freitag einiges aufzuholen.

Claude Grenier verfehlt gleich sein erstes Fairway an der 10, startet mit einer Serie von gleich drei Bogeys denkbar schlecht. Der Head-Pro aus Fontana reisst sich allerdings kräftig am Riemen, holt auf den folgenden 5 Bahnen alles wieder auf. Auf den vorderen 9 gerät Grenier auf der 2, das die Pros als langes Par 4 spielen, mit einem Doppelbogey wieder in Rückstand. Zwei Birdies werden durch ein weiteres Doppelbogey an der 8 wieder ausradiert, somit nur die 73 (+2) für den Trainer von Brier und Prader.

Enttäuschend eröffnet Martin Omtvedt, der allerdings wie Weinhandl und Wernig ohne Proberunden ins Turnier gingen. Der Pro aus dem GC Süssenbrunn spielt die grimmige 83 (+12).

Bernd Wiesberger beginnt zwar stark, Österreichs derzeit bester Amateur leistet sich jedoch gleich drei Doppelbogeys und bringt daher nur die 77 (+6) ins Clubhaus.


 

Alle Spielberichte von der BA-CA Golfopen:

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Scores nach 1 von 4 Runden (Par 71):

Platz
Spieler
Land
Par
R1
1
BRIER, Markus
AUT
-6
65
T2
BENEDETTI, Jorge
COL
-5
66
T2
DYSON, Simon
ENG
-5
66
T2
STRÜVER, Sven
GER
-5
66
T2
WHITELEY, Oliver
ENG
-5
66
T6
BARHAM, Benn
ENG
-4
67
T6
BOURDY, Gregory
FRA
-4
67
T6
FORSYTH, Alastair
SCO
-4
67
T6
GARBUTT, Ian
ENG
-4
67
T6
HIGGINS, David
IRL
-4
67
T6
JIMÉNEZ, Miguel Angel
ESP
-4
67
T6
MONTGOMERIE, Colin
SCO
-4
67
Weiters:
T13
HANSEN, Søren
DEN
-3
68
T20
HAVRET, Gregory
FRA
-2
69
T20
MAURER, Jurgen
AUT
-2
69
T37
BJÖRN, Thomas
DEN
-1
70
T37
FEYRSINGER, Thomas
AUT
-1
70
T54
McGINLEY, Paul
IRL
Par
71
T54
RIEDER, Wolfgang (am)
AUT
Par
71
T54
SIEM, Marcel
GER
Par
71
T54
ZITNY, Niki
AUT
Par
71
T90
GRENIER, Claude
AUT
2
73
T101
PRADER, Clemens
AUT
3
74
T117
KIRCHNER, Norbert (am)
AUT
4
75
T117
KOGLER, Thomas
AUT
4
75
T130
WERNIG, Alexander
AUT
5
76
T130
WIEGELE, Martin
AUT
5
76
T139
WEINHANDL, Uli
AUT
6
77
T139
WIESBERGER, Bernd (am)
AUT
6
77
T148
YOUNG, Frankie D
ENG
7
78
154
OMTVEDT, Martin
AUT
12
83
156
CHRIST, Andreas (am)
AUT
18
89



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