BA-CA Golf Open         >> HOME
Fontana GC 
2. - 5. September 2004
Preisgeld: € 150.000

Challenge Tour


3. Runde:
4.9.2004 / 17:17 MEZ
Joachim Widl


Foto: Foregolf


Catch me if you can ...


Markus Brier (66) wurde von Sam Walker eingeholt, erkämpft neuerlich 3 Schläge Vorsprung. Wiesberger und Grenier verbessern sich auf Platz 4.

 
Das Wichtigste in Kürze

Perfektes Golfwetter, leicht bewölkt, wenig Wind - superschnelle Grüns!

Markus Brier
3. Runde: 66 (-5), gesamt -19 (1. Platz)
5 Birdies in der zweiten Hälfte und kein Bogey

Bernd Wiesberger
3. Runde: 67 (-4), gesamt -10 (4. Platz)
6 Birdies, 1 Doppelbogey - der 18-jährige Amateur bleibt die Sensation

Martin Wiegele 3. Runde: 68 (-3), gesamt -7 (22. Platz)
Mit vier Birdies, einem Bogey wieder solide, aber wenig aufgeholt

Rückblick 2. Runde: >> Brier kontert mit Platzrekord

Mit den beiden 26-jährigen Engländern Lee Slattery und Sam Walker sowie den Routiniers Mark Mouland (Wal) und John Mellor (Eng) gingen die stärksten britischen Challenge Tour-Spieler auf die Verfolgung von Markus Brier. Auch der finnische Neopro Roope Kakko ist ein Spieler, dem jederzeit eine ganz tiefe Runde auskommen kann.

Brier mag das erste Drittel nicht

Erst ein Birdie spielte Markus Brier auf den Löchern 1 bis 6 im Turnier - seine Zurückhaltung gegenüber dem ersten Drittel seines Heimplatzes setzte sich auch am Samstag fort. Die Chancen wären auf den Löchern 1 und 2 zwar da gewesen, die Putts liefen jedoch knapp am Loch vorbei - Briers Par-Serie bringt jedoch rasch den ersten Verfolger heran: "Obwohl ich nicht schlecht gespielt habe, bin ich nicht auf Touren gekommen, die Putts wollen einfach nicht fallen", erklärt er sich den Kaltstart.

Sam Walker lochte bereits in der Anfangsphase drei Birdieputts, hat sich damit bis auf einen Schlag an den Hausherren herangearbeitet. Vom Waliser Mark Mouland droht dagegen nach einem Doppelbogey an der 2 (Wasser und Dreiputt) keine Gefahr. Walker schaffte mit seinem vierten Birdie an der 8 erstmals den Gleichstand mit dem Österreicher.

Birdie an der 9 bringt die Wende

Das erlösende erste Birdie holt sich Markus Brier am ersten Par 5 der 9. Bahn. Da Sam Walker hier nur das Par gelingt, erkämpft sich der Österreicher zur Halbzeit wieder einen Schlag Vorsprung: "Das Birdie war ganz wichtig, dann konnte ich weiter zusetzen". Das Erfolgserlebnis bringt auch den Putter auf Betriebstemperatur. Am Par 3 der 11 kann er endlich von seinen guten Schlägen ins Grün profitieren, wieder locht er zum Birdie. Auch am folgenden Par 4 macht der Wiener einen Schlag gut. Die 15 bleibt seine beste Bahn, die ihm auch am Samstag ein Birdie beschert - in dieser Phase kann Walker nichts zusetzen. 

Beide beenden ihre Runde mit dem Pflicht-Birdie an der 18, für Brier bedeutet das die bogeyfreie 66er-Runde, die ihm bei 19 unter Par drei Schläge Guthaben für den Sonntag bringt: "Bei 19 unter Par kann man sich nicht beklagen. Dennoch reicht der Vorsprung nicht, morgen muss ich noch einmal meine besten Schläge auspacken," möchte Brier weiterhin volle Attacke reiten.

Wiegele mit Birdie am schwersten Loch

Neuerlich erwischt Martin Wiegele einen exzellenten Start - am verkappten Par 5 der 2. Bahn, das die Pros als 435 Meter langes Par 4 spielen, kommt dem Steirer ein toller Schuss ins Grün aus, der früh zum ersten Birdie führt. Zwei Bahnen später, am ersten, kurzen Par 3, verfehlt der Steirer das Ziel, verliert gleich wieder den gewonnenen Schlag. 

Das erste Bogey stoppt die Angriffslust des Steirers, der nun serienweise Par spielt, leider auch am ersten Par 5 der 9. Bahn: "Da waren einige schlechte Schläge dabei, auch die Putts wollten nicht fallen". Erst am kurzen Par 4 der 12 hat Wiegele wieder ein Erfolgserlebnis, locht sein zweites Birdie (Platz 29), das bringt nun endlich sein Spiel auf Vordermann. 

Weitere Schläge kann er an der 14 und am vorletzten Par 5 gutmachen. Bei den perfekten Bedingungen reicht die 68 aber nicht, um viel Boden gutzumachen (22. Platz): "Auf den zweiten 9 habe ich mich mehr auf meinen Schwung konzentriert und die Bälle besser getroffen. Was mir noch fehlt, ist die ganz tiefe Runde, vielleicht gelingt mir das ja morgen".

Wiesberger spielt 17 Löcher Profigolf

Bernd Wiesberger zeigte auch am Moving Day keine Spur von Respekt vor den Pros: mit einem Birdie am ersten Par 3 und am Par 5 der 9 ist er bereits in die Top 10 vorgestoßen. Weiter ging es auf der Überholspur auf den leichten Par 4 der 2. Hälfte, auf den Löchern 12 und 13 machte er weitere Schläge gut. 

An der 14 schießt er sich jedoch fast aus dem Turnier. Der Drive bleibt unter einem Baum liegen, der Befreiungsschlag bringt ihn nur einen Meter weiter. Jetzt geht er auf Nummer Sicher, hackt den Ball zurück aufs Fairway, überschlägt dann aus 140 Metern das Grün - liegt wieder unter einem Baum. Auch der 5. Schlag landet noch nicht am Grün - dafür der 6. gleich direkt im Loch: "Das war noch ein sehr gutes Doppelbogey", kam Bernd mit einem blauen Auge davon. 

Der Ausrutscher an der 14 stoppt ihn nur kurz, mit Birdies an der 15 und 17 bügelt er den Schaden an seinem Score wieder aus. Knapp vergibt er seine letzte Chance an der 18, darf sich dennoch über eine bärenstarke 67 freuen, die den 18-jährigen vom GC Föhrenwald bis auf den 4. Platz vorbringt: "Mein Ziel war den Cut zu schaffen, der 4. Platz macht mir eine Riesenfreude. Dennoch bin ich froh, wenn ich morgen in den Top 20 ins Ziel komme, ich muss am Boden bleiben", stapelt der Burgenländer tief. 

Grenier nur ein Schlag über dem Platzrekord

Die heißeste Runde aus österreichischer Sicht lieferte jedoch Claude Grenier. Der Head-Pro aus Fontana war absolut fehlerfrei unterwegs, spielte seine Routine und Platzkenntnis voll aus. Im Finish fiel dann absolut jeder Putt, gleich vier Birdies lochte der Trainer von Markus Brier auf den letzten 6 Löchern. Damit verfehlte er den Platzrekord seines Schützlings nur um einen Schlag, schoss sich mit der 64 bis auf den 4. Platz vor (10 unter Par): "Es ist schön, in diesem starken Feld vorne mitzuspielen. Ich bin zwar ohne Bogey geblieben, habe aber andererseits 28 Putts benötigt. Zwei bis drei Putts weniger, und es wäre eine perfekte Runde gewesen".

Michael Moser fällt dagegen nach zwei Bogeys und einem Doppelbogey an der 7 zurück - vergeblich jagte er am Samstag den Birdies nach. Das einzige Erfolgserlebnis war ihm am Schlussloch vergönnt - doch selbst ein tolles Eagle brachte nicht mehr als die 74er-Runde ein (Platz 66).

Michael Ettl spielte sich ebenfalls mit einem Doppelbogey an der 12 rückwärts, ehe er sich mit dem ersten Birdie an der 14 und einem Eagle an der 15 frei spielen konnte. Mehr als eine Par-Runde war aber nicht drinnen (Platz 59). Clemens Prader kämpfte sich nach schwachem Start mit vier Birdies gut zurück, machte mit der 69 noch einige Ränge gut (Platz 38).


Scores nach 3 von 4 Runden (Par 71):

Platz Name Land Par R1 R2 R3
 1 BRIER, Markus AUT -19 65 63 66
  2 WALKER, Sam ENG -16 64 68 65
  3 KAKKO , Roope FIN -15 66 67 65
 T4 VANCSIK, Daniel ARG -10 72 67 64
 T4 GRENIER, Claude AUT -10 69 70 64
 T4 LARSEN , Jan-Are NOR -10 70 68 65
 T4 SKOLD, Johan SWE -10 67 70 66
 T4 PURHONEN, Pasi FIN -10 71 66 66
 T4 WIESBERGER (AM), Bernd AUT -10 71 65 67
 T4 TEILLERIA, Benoit FR -10 70 66 67
 T4 SANDERS , Mark ENG -10 64 69 70
 T4 MELLOR, John ENG -10 65 67 71
 T13 STORM , Graeme ENG -9 70 69 65
           
Weiters:          
T17 HAREMZA, Marcel GER -8 66 67 72
 T22 BARAKA, Kariem GER -7 69 69 68
 T22 WIEGELE , Martin AUT -7 70 68 68
 T22 MOULAND, Mark WAL -7 67 65 74
T32 KOK, Johan SA -5 63 70 75
 T32 REIMBOLD , Christian GER -5 65 70 73
T38 PRADER , Clemens AUT -4 73 67 69
T59 ETTL, Michael AUT -1 67 74 71
66 MOSER (AM), Michael AUT 1 70 70 74

 

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