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BRITISH OPEN - Tiger Woods
Favorit der Buchmacher.
| Vorschau 2: |
14.7.2004 / 09:24 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Wer stoppt die Südafrikaner?
Ernie Els und Retief Goosen - auf Südafrikas Wunderteam ist der
Links-Kurs von Royal Troon maßgeschneidert. Zuletzt gewannen
dennoch nur Amerikaner.
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Tiger Woods entspannte sich in der Vorwoche beim Fischen in Irland -
vielleicht hatte er dabei mehr Spaß als beim Golfen ab Donnerstag. Denn der
seit zwei Jahren bei Majors sieglose US-Superstar hat viel mehr zu verlieren,
als er gewinnen kann. Sowohl Ernie Els als auch Vijay Singh
könnten ihn vom Thron der Weltrangliste stoßen - und sein Spiel war zuletzt
über 4 Runden nicht konstant genug um einen Sieg im Zählwettspiel einzufahren.
"Ich habe eine andere Einstellung zum Golf: Gehe hinaus, gib Dein Bestes,
das ist alles, was zählt", weist Woods jedoch den Druck von sich. In die
Favoritenrolle drängten sich zuletzt auch ganz andere - bei der US Open
spielten Els und Goosen am Sonntag gemeinsam im Schlussflight, Royal Troon
sollte den südafrikanischen Links-Künstlern noch besser entgegenkommen.
Wer kann die Südafrikaner schlagen?
Retief Goosen gewann seine letzten beiden Turniere - US Open und European
Open. Ernie Els brennt auf seinen vierten Major-Titel: "Die Nummer 1
der Welt ist mir relativ egal, was eine Golf-Karriere ausmacht, das sind nur die
Majors". Sowohl beim Masters als auch bei der US Open durfte er schon an
der Trophäe schnuppern, der 34-jährige ist in Royal Troon überfällig für
einen Sieg.
Ami-Kurs in Schottland
Zum 8. Mal wird eine British Open in Royal Troon, einem Platz direkt an der
schottischen Küste ausgetragen. Nur einmal, 1923, konnte ein Europäer
gewinnen, sonst dominierten hier vor allem die Amerikaner: Tom Watson
(1982), Mark Calcavecchia (1989) und Justin Leonard (1997) holten
jeweils den berühmten Claret Jug in Troon, bis auf Watson (Schulterverletzung)
sind die vormaligen Gewinner am Start.
Kein Österreicher - kein Schweizer - nur ein Deutscher
Ein Blick auf die Startliste lässt heuer in den Deutsch sprechenden Ländern
Frust aufkommen. Markus Brier, Martin Wiegele, aber auch die
erfolgsverwöhnten Deutschen Langer, Cejka und Siem scheiterten an
der brutal schweren Qualifikation. Einzig Sven Strüver war erfolgreich
in der Montags-Quali von Sunningdale, nach dem Verlust der Tourkarte hätte man
dies dem 36-jährigen Hamburger am wenigsten zugetraut.
"Troon lullt Dich ein - um schlägt dann hart zu"
Hart, aber herzlich - so beschrieben die meisten Spieler nach den
Trainingsrunden den Links-Kurs von Royal Troon mit teils hüfthohem Rough und
vielen gefährlichen Bunkern. "Die leichtesten Front 9 - und die härtesten
Back 9, die ich je bei einem Major gesehen habe", fasste Woods seinen
Eindruck zusammen.
Tatsächlich sind laut Scoring-Statistik der Vergangenheit die leichtesten 6
Löcher zwischen der 1 und 7 angesiedelt. Troon packt den Hammer erstmals
wirklich an der 11 aus: 450 Meter Par 4, zumeist in den Wind mit Out of Bounds
rechts und tiefem Rough links, Sperrbunker vor dem Grün, die Outgrenze
verläuft zwei Meter neben dem Grün.
Ein entscheidender "Mitspieler" dürfte der Wind werden, auch wenn
für die ersten Tage "nur" 20 bis 30 km/h angesagt sind: "Ohne
Wind werden wir sehr tiefe Scores sehen, mit Wind wird es brutal", hofft
Tiger dennoch auf schwere Verhältnisse: "Dann gewinnt, wer sein Spiel
besser variieren kann".
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