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BRITISH OPEN ST. ANDREWS -
Eine Open für Tiger Woods?
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12.7.2005 / 22:00 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Eine Open für Woods?
Alle tippen auf den Tiger! Dominiert der wieder erstarkte Superstar
in St. Andrews wie schon vor 5 Jahren?
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Alle 5 Jahre wieder - British Open am Old Course von St. Andrews! Kein Sieg
kann schöner sein, als ausgerechnet in der Wiege des Golfsports ein Major zu
gewinnen. Der Triumph von Tiger Woods bei der Millennium-Open, wo er den
Zweitplatzierten Ernie Els um 8 Schläge abhängte, war eine absolute
Sternstunde. Für die 134. Open ist Tiger wieder der Topfavorit von Kollegen,
Experten und Buchmachern - nicht einmal er selbst weist diese Rolle zurück.
Wer kann den Tiger schlagen?
Sieg in Augusta, Platz 2 bei der US Open - kein Wunder, dass Tiger nach den
Auftritten bei den beiden bisherigen Majors 2005 auch in St. Andrews favorisiert
wird. Das Layout bevorzugt Longhitter, die nicht unbedingt viele Fairways
treffen müssen - also ideal für die Nummer 1 der Golfwelt: "Das ist ein
Kurs wo man viel denken muss, so soll Golf sein, dass man seinen Kopf bemühen
muss, um über die Runde zu kommen", sieht das Woods selbst.
Wenn jemand dem Tiger ein Bein stellt, dann am ehesten er sich selbst: die US
Open verlor er mehr mit dem Putter, als dass sie Michael Campbell von
sich aus gewann. Gefährlich kann Tiger auch das Wetter werden: je mehr Wind,
desto geringer die Chancen des Kontaktlinsenträgers, der vor allem bei kühlem
und windigem Wetter gerne schwächelt.
Europa noch sieglos im 21. Jahrhundert
Nach zwei Ryder Cup-Siegen in Folge ist es fast eine Blamage, dass noch kein
Europäer im 21. Jahrhundert ein Major-Turnier gewinnen konnte. Der Letzte war Paul
Lawrie 1999 in Carnoustie, seitdem gingen Europas Golfstars leer aus. Und
alle Fachleute sind sich einig, diese Durststrecke wird am ehesten bei einer
British Open zu Ende gehen.
Vor allem Luke Donald wird zugetraut der nächste Europäer zu sein, der
ein Major gewinnt- seine Achillesferse im Spiel ist am ehesten das Putten. Von
den einzigen zwei Europäern in den Top 10 der Welt, kommt nach der Absage von Padraig
Harrington - dessen Vater dieser Tage an Krebs verstarb - nur noch Sergio
Garcia in Frage. El Ninjo sorgt mit schöner Regelmäßigkeit für Top
10-Ergebnisse bei den Majors, so richtig um den Sieg mitspielen konnte er bei
den letzten Events nicht: "Der Schlüssel hier sind gerade, lange Drives,
vor allem seit den Veränderungen gegenüber 2000."
Darren Clarke, David Howell, Lee Westwood und Colin Montgomerie
werden am ehesten bei britischen Verhältnissen Chancen eingeräumt - nach denen
sieht der Wetterbericht allerdings derzeit nicht aus. Es dürfte warm und
trocken bleiben, am ehesten an den ersten beiden Tagen mit spürbarem Wind -
also insgesamt eher Tiger-Wetter.
Südafrikaner immer stark
Die British Open war in den letzten Jahren ein guter Boden für die
Südafrikaner - und amerikanische Überraschungssieger - denn wer hätte Todd
Hamilton und Ben Curtis auf der Rechnung gehabt. Davor hatte Ernie
Els 2002 seinen einzigen British Open-Triumph gefeiert, 2001 David Duval
sein legendäres Jahr gehabt.
Keiner brennt so auf den Titel wie The Big Easy: "Ich treffe den Ball
perfekt, kenne den Kurs wie kaum ein anderer, alle Systeme sind auf Go"
möchte Ernie Els wie ein Space Shuttle am Donnerstag loslegen.
Jack Nicklaus letzter Auftritt?
"Ich möchte meine Karriere auf einem Platz wie Augusta oder St. Andrews
beenden," ist Jack Nicklaus wohl das letzte Mal zu einer British
Open angereist. Der Golden Bear verabschiedet sich schon seit Jahren von der
Golfwelt, doch immer wieder sticht ihn der Hafer - zumindest hat er nicht
ausgeschlossen, auf der US Tour wieder mal den Schläger zu schwingen.
Während sich auch heuer kein Österreicher für die Open qualifizieren konnte,
dürfen sich die Deutschen erstmals seit 8 Jahren wieder über drei Starter
freuen: neben Bernhard Langer und Alex Cejka schaffte auch
Challenge Tour-Spieler Tino Schuster sensationell die Qualifikation.
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