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BRITISH OPEN ST. ANDREWS -
Tiger Woods macht die Open
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Final:
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17.7.2005 / 19:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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10. Major-Titel für Tiger
An seiner Power und Klasse zerbrachen am Finaltag die Verfolger.
Tiger Woods wiederholt seinen Kantersieg von 2000 im Golfmekka von
St. Andrews.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: wolkig, max. 20 Grad, Wind kommt am Nachmittag auf
Tiger Woods (USA): 70 Schlägen (-2) / gesamt 14 unter Par
5 Schläge Vorsprung auf Colin Montgomerie
Beste Runde: Graeme McDowell (NIR): 67 (-5)
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9 Mal startete Tiger Woods als Leader bei einem Major in den Sonntag:
9 Mal
holte er auch den Titel, 100 % Erfolgsquote: "Das ist zumindest kein Nachteil zu wissen, dass man
diese Aufgabe schon bewältigt hat," gab sich Tiger entsprechend locker vor
dem Finaltag bei der 134. British Open.
Die Verfolger mussten alles auf eine Karte setzen, denn nur eine Birdielawine
gab ihnen noch eine Chance: Vijay Singh locht gleich an der 1 seinen
längsten Putt der Woche. Oder Eisenkünstler Kenny Perry, der ebenfalls
mit einem Birdie eröffnete. Und Bernhard Langer stopfte am ersten Par 5
einen langen Eagle-Putt. Tiger Woods eröffnete mit einem soliden
Zweiputt-Par - mehr brauchte er auch vorläufig nicht. Denn seine engsten
Herausforderer schießen nicht gerade den Vogel ab: Retief Goosen kassiert gleich zwei
Bogeys, Colin Montgomerie und Jose-Maria Olazabal gelingt kein frühes Birdie.
15:30 Uhr: Tiger zwei Schläge voran
Am 3. Grün wird es auf einmal sehr laut, als Monty den Birdieputt locht, bis
auf zwei Schläge aufschließt. Aber auf den steinharten Grüns ist es fast
unmöglich, den Ball nahe der Fahnen zu parken. Tiger und Oli bekommen das an
der kurzen 3 zu spüren, wo sie selbst mit Wedges keine wirkliche Chance
herausspielen können.
Der 1 zu 125 Außenseiter zu Beginn der Woche, Jose-Maria Olazabal, locht
einen Riesenputt am 4. Grün, der ihn bis auf einen Schlag an Tiger ranbringt.
Woods wirkt nicht wirklich beunruhigt, beißt einmal von seiner Banane ab und
launcht ein 340 Meter-Geschoss am folgenden Par 5. Nur noch ein Eisen 8 hat er
in das Grün, holt sich mit zwei Putts sein erstes Birdie ab - das verschafft
ihm wieder zwei Schläge Luft, da Oli nur das Par gelingt.
Tigers schießt sich langsam ein: die Fahne im 6. Grüns trifft er direkt, der
Ball kickt jedoch zurück in einen Graben. Noch weniger zu lachen hat Olazabal,
der aus dem Fairwaybunker heraus ein Bogey kassiert. Tiger locht im Gegensatz seinen
vierten kniffligen Par-Putt, so krönt man sich zum Champion.
16:30 Uhr: Tiger zwei Schläge voran
Tiger, Monty, Oli: alle drei schieben nun kurze Birdieputts vorbei, die
Kugel will für keinen der Kontrahenten fallen. So lippt der Birdieputt von
Olazabal auch an der 8 böse aus. Doch Woods kann selbst von seinem genialen
Schlag ins 8. Grün nicht profitieren - lässt den Sitzer aus einem Meter
aus.
Montgomerie erarbeitet sich am drivebaren Par 4 der 9 eine
Eagle-Chance, spielt aber nur das Pflicht-Birdie. Das hilft dem Schotten wenig,
da auch Tiger und Oli das Birdie an der 9 gelingt. Bis zur Halbzeit hat der
US-Favorit somit seinen gesamten Vorsprung verteidigt.
Doch nun sticht den Tiger der Hafer: die 360 Meter lange 10 versucht er wie
schon am Freitag anzudriven, bezahlt dies mit einer tödlichen Lage im
Pottbunker. Aus zwei Metern verschiebt er seinen ersten Par-Putt - doch da Monty
am 11. Grün zum Bogey dreiputtet, kann nur Oli einen Schlag gutmachen, teilt
nun wieder Platz 2 mit dem Schotten.
17:30 Uhr: Tiger zwei Schläge voran
Auch das 12. Grün versucht Tiger anzudriven, bleibt aber vor dem
Grün im Rough hängen. Nach einem guten Chip verwertet er den Birdieputt - und
verdoppelt plötzlich seinen Vorsprung. Denn im entscheidenden Moment geht den
Verfolgern das Talent im Kurzspiel aus, beide fangen sich zeitgleich ein Bogey
ein, das sie vier Schläge zurückwirft.
Statt des Führenden stolpern weiter die Verfolger: Oli leistet sich am 13.
Grün einen 50-Meter Dreiputt! Monti tut das Gleiche ein Grün weiter,
allerdings dreiputtet er am Par 5 zum Par. Auch der Spanier kann am letzten Par
5 nichts aufholen - Tiger bedankt sich und baut mit Birdie den Vorsprung auf 5
Schläge aus.
Die Herausforderer zerbröseln nun so richtig: Monty schafft den Up &
Down zum Par an der 16 nicht, Oli buddelt sich im Grünbunker der 15 ganz böse
ein, verliert noch einen Schlag. Montgomerie rettet mit der Par-Runde und 9
unter Par immerhin den alleinigen 2. Platz, Olazabal wird noch hinter Fred
Couples Vierter - damit wird die Major-Flaute der Europäer prolongiert.
18:30 Uhr: Tiger sechs Schläge voran
Statt der erhofften Dramen auf den Schlussbahnen bekommt die Open in St.
Andrews wie schon vor 5 Jahren einen Triumphzug der Nummer 1 präsentiert. Das Bogey
von Woods am Road Hole ist nicht einmal ein Schönheitsfehler, weil das spielten am
Sonntag viele. Am Schlussloch versucht Tiger noch was für die Galerie: einen
Bump & Run durch das berüchtigte "Valley of Sin" - da muss er
selbst schmunzeln, als sein Ball wieder in die Senke zurückrollt und nur das
Par für sein 72. Loch auf der Karte steht.
An seiner 70er-Runde und dem Endergebnis von 14 unter Par bissen sich alle
Herausforderer die Zähne aus. Tiger Woods wiederholt fünf Jahre nach dem
historischen Triumph bei der British Open am Old Course seinen Start-Zielsieg,
diesmal statt 8 mit 5 Schlägen Vorsprung. Für den 28-jährigen Superstar sein
10. Majortitel - und er ist 37 Jahre jünger als Jack Nicklaus, der vor zwei
Tagen mit 18 Titeln sein Golfbag endgültig an den Nagel hängte: "Es geht
nicht mehr besser, als in der Wiege des Golfsports ein Major zu gewinnen. Ich
habe den Ball so gut getroffen und hatte richtig viel Spaß da draußen"
kommentierte der neue Open-Champion.
Weitere Ergebnisse am Finaltag
Die 67er-Runde des nordirischen Windkünstlers Graeme McDowell war das
Beste, was der Old Course am Finaltag zuließ. Kein Wunder, hatte doch der Wind
auf ca. 30 km/h zugelegt.
Eine durchwachsene Runde schließt Nick Faldo mit einem Birdie am Road
Hole und einem Eagle-Putt durch das Valley of Sin zur 69 ab - das reicht zu
einem 11. Platz bei 6 unter Par. Bernhard Langer war nach seinem
frühen Eagle sogar kurzzeitig in Reichweite zur Spitze, doch ein Doppelbogey
nach einem Chip in den Pottbunker der 15 wirft ihn zurück. Mit der 71er-Runde
kommt er dennoch als hervorragender 5. ins Ziel.
Sensationell war auch der junge schottische Amateur Eric Ramsay
unterwegs, der die 68 nach Hause spielte - die Silver Medal für den besten
Amateur holt jedoch Walker Cup-Spieler Lloyd Saltman (Sco), der bei 5 unter Par
noch um einen Schlag besser bleibt und 15. wird.
Mehr als eine 70 brachte Ernie Els nicht zustande, der nur am
frustrierenden 34. Platz ins Ziel kommt. Luke Donald (70) und Miguel-
Angel Jimenez (71) bleiben sogar außerhalb der Top 50. Phil Mickelson
beschließt seine diesjährige British Open mit einer lustlosen 76 auf dem 60.
Platz.
Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
Tiger Woods |
USA |
-14 |
66 |
67 |
71 |
70 |
| 2 |
Colin Montgomerie |
SCO |
-9 |
71 |
66 |
70 |
72 |
| T3 |
Fred Couples |
USA |
-8 |
68 |
71 |
73 |
68 |
| T3 |
José Maria Olazábal |
ESP |
-8 |
68 |
70 |
68 |
74 |
| T5 |
Michael Campbell |
NZL |
-7 |
69 |
72 |
68 |
72 |
| T5 |
Sergio Garcia |
ESP |
-7 |
70 |
69 |
69 |
73 |
| T5 |
Retief Goosen |
RSA |
-7 |
68 |
73 |
66 |
74 |
| T5 |
Bernhard Langer |
GER |
-7 |
71 |
69 |
70 |
71 |
| T5 |
Geoff Ogilvy |
AUS |
-7 |
71 |
74 |
67 |
69 |
| T5 |
Vijay Singh |
FJI |
-7 |
69 |
69 |
71 |
72 |
| T11 |
Nick Faldo |
ENG |
-6 |
74 |
69 |
70 |
69 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| T15 |
Darren Clarke |
NIR |
-5 |
73 |
70 |
67 |
73 |
| T15 |
John Daly |
USA |
-5 |
71 |
69 |
70 |
73 |
| T23 |
Tom Lehman |
USA |
-4 |
75 |
69 |
70 |
70 |
| T34 |
Ernie Els |
RSA |
-2 |
74 |
67 |
75 |
70 |
| T41 |
Maarten Lafeber |
NLD |
-1 |
73 |
70 |
67 |
77 |
| T41 |
Paul McGinley |
IRL |
-1 |
70 |
75 |
73 |
69 |
| T52 |
Luke Donald |
ENG |
Par |
68 |
73 |
77 |
70 |
| T60 |
Phil Mickelson |
USA |
1 |
74 |
67 |
72 |
76 |
| T60 |
Greg Norman |
AUS |
1 |
72 |
71 |
70 |
76 |
| T60 |
Tino Schuster |
GER |
1 |
68 |
74 |
74 |
73 |
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wieder "open"
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