KLM Dutch Open
Hilversumsche GC 
Hilversum, Holland
9. - 12. Juni 2005
Preisgeld: € 1,500.000

European Tour

KLM DUTCH OPEN HILVERSUM - Drei Eisen im Feuer.

Vorschau:

8.6.2005 / 06:42 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Foto: fore!golf


Drei Eisen im Feuer

Markus Brier ist ein alter Fuchs in Hilversum, kann seinen Landsleuten Zitny und Moser gute Tipps geben, wie man den trickreichen Kurs am besten meistert. 

Erstmals seit der BMW International Open im Vorjahr, als Thomas Kogler eine Einladung erhielt, hat Golfösterreich in Holland drei Eisen im Feuer bei einem Turnier der European Tour: Markus Brier, Niki Zitny und der mit einer Tauschkarte ins Feld gerutschte Debütant Michael Moser rittern ab Donnerstag in Hilversum um ein Preisgeld von 1,5 Millionen Euro.

9 von 12 Runden unter Par

Nach zuletzt zwei verpassten Cuts freut sich Markus Brier ganz besonders auf einen Platz zurückzukehren, an den er viele positive Erinnerungen hat: "In Hilversum habe ich immer stark gespielt, der Platz ist eng, aber mit 6.000 Metern nicht allzu lang und liegt mir sichtlich ganz besonders." Die Zahlen belegen dies: jeweils ein 18. Platz in den beiden vergangenen Jahren, 9 von 12 Runden in Hilversum unter Par gespielt.

Für Niki Zitny dagegen ist Holland absolutes Neuland: "Der Platz erinnert mich stark an Schönborn, war mir daher vom ersten Augenblick an sympathisch. Hier muss man solide spielen, vor allem viele Fairways treffen," spricht er allerdings Kriterien an, die zuletzt nicht gerade seine Stärke waren: "Endlich einmal eine gute Auftaktrunde schaffen, damit ich mich normal in Szene setzen kann," weiß er um seine zweite Schwäche der letzten Zeit ebenfalls gut Bescheid. In dieser Woche mit dabei als moralische Stütze ist Freundin Stefanie Graf, die allerdings nicht als Caddie gehen wird.

Moser hat nichts zu verlieren

Erst ein Start als Profi auf der Challenge Tour und überhaupt erst seit 8 Monaten im Geschäft: für Michael Moser ist das Dabeisein in Hilversum schon eine Riesensache: "Ich bin überraschend cool, obwohl die ganze Atmosphäre ein Hammer ist," schildert der Steirer seine ersten Eindrücke. Zwar konnte er nur insgesamt 7 Bahnen als Trainingsrunde absolvieren, von diesen war er allerdings begeistert: "Ein geiler Platz, eng, lang und schwer. Das wird ein Blindflug, weil ich am Mittwoch beim Pro-Am nicht mitspielen kann". Sein Trainer Gilbert Litschka will als Caddie für die nötige Bodenhaftung auf der Runde sorgen, damit dem steirischen Longhitter nicht die Pferde durchgehen: "Ich will zumindest vorsichtig attackieren, weil ich habe nichts zu verlieren."

Ball im Spiel halten ist alles

"Hilversum ist ein Platz, der keine Fehler verzeiht. Wenn man die schmalen Fairways verfehlt, hat man zumeist keine Chance das Grün zu erreichen", kennt Brier die Tücken des Platzes zur Genüge. Wer seine Bälle noch weiter streut, landet unweigerlich im dichten Wald, dann wird es richtig teuer für das Score: "Der Platz spielt sich heuer besonders lang, die Roughs sind so fett wie noch nie zuvor, wenn man im zweiten Cut landet, ist der Lay Up die einzige Option", dürften gute Scores nicht mehr so leicht wie in den Vorjahren zu erzielen sein. 

Kritisch dürften vier lange Par 4 werden, wo die Grüns nur mit langen Eisen zu attackieren sind, sowie das lange Par 3 der 10. Bahn. Dass es auf dem Par 70-Kurs nur zwei Par 5 gibt, macht gute Scores ebenfalls schwerer: "Dafür sind beide Par 5 sehr kurz und locker mit dem zweiten Schlag erreichbar". Einige Fairwaybunker kommen gefährlich ins Spiel, die kleinen Grüns sind generell schwer, weil oft blind anzuspielen.

Feld ohne große Namen

Rechtzeitig zu seiner ersten Titelverteidigung ist der Engländer David Lynn in Form gekommen. Da die meisten europäischen Stars bereits in der Vorbereitung für die US Open stecken, ist das Starterfeld unspektakulär besetzt: Anders Hansen, Andrew Oldcorn oder Barry Lane werden zu beachten sein, aber auch Hollands drei Gewinner von European Tour-Events, Maarten Lafeber, Robert-Jan Derksen und Rolf Muntz.


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