Dank eines Eagles am Schlussloch fehlen Ernie Els nur zwei Schläge
vor dem Finaltag auf Ulrich van den Berg.
"Hier gleich zu gewinnen wäre ein Traum-Comeback," meinte Ernie
Els noch zu Wochenbeginn, als noch gar nicht feststand, ob sein operiertes
Knie überhaupt einen Start möglich machen würde. Mit jedem Spieltag kommt die
Nummer 5 der Golfwelt besser in Schwung, am Moving Day schloss er bis auf zwei
Schläge zur Spitze auf.
Ein wenig "Magic" auf den Back 9
Dabei setzte "The Big Easy" erst auf den Back 9 sein Heimpublikum
unter Strom: am Par 3 der 12 chippte er zum Birdie ein: "Das war der
Wendepunkt, den ich benötigt hatte. Mein Caddie Simon hat gemeint, ich könne 5
unter Par auf den Back 9 spielen, und damit sollte er recht behalten,"
schilderte Els seinen Endspurt. Vor allem beim Putten fand er plötzlich wieder
den richtigen Touch, lochte die Zwei-, Dreimeterputts, die vorher nicht fallen
wollten. Bestes Beispiel: am Schlussloch der 18, als er ein fantastische
Annäherung ins Grün schlug und aus drei Metern den Eagle-Putt zur 68
verwertete.
Bis auf seinen Landsmann Ulrich van den Berg schnupfte Els damit bereits
alle Mitspieler auf. Doch der 30-jährige East Londoner übertrumpfte auch Els,
vor allem auf den Back 9 überzeugte van den Berg mit vier Birdies: "Ich
habe das Werkzeug dazu, warum sollte ich nicht am Sonntag die Trophy in der Hand
halten," machte der Überraschungsmann eine klare Ansage, der nach der
65er-Runde bei 12 unter Par in Führung liegt.
Platz 3 teilen sich die beiden 20-jährigen Supertalente Louis Oosthuizen
und vor allem Titelverteidiger Charl Schwartzel bei 9 unter Par. Nicht
weniger als 8 Südafrikaner klassierten sich in den Top 10, mit Christian L.
Nilsson und Dough McGuigan auf dem geteilten 6. Platz konnten nur
zwei Europäer mithalten.
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