Telecom Italia Golf Open
Castello di Tolcinasco G & CC 
Mailand / Italien
5. - 8. Mai 2005
Preisgeld: € 1,300.000

European Tour

TELECOM ITALIA GOLF OPEN - Autostrada der Birdies

Vorschau:

4.5.2005 / 07:39 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Autostrada der Birdies

Autokilometer statt Flugmeilen: Brier und Zitny genießen in Mailand fast Heimvorteil, wollen ihre gute Form in ein Birdiefest umsetzen.

Vorbei sind die Zeiten, als Brier und Zitny nach Neuseeland oder Shanghai fliegen mussten, um ihrer Arbeit nachzugehen. Für die Telecom Italia Open reichen ein paar Stunden auf der Autostrada Richtung Süden um Euros und Birdies zu jagen.

Tiefste Runde 2004 in Tolcinasco

"Es macht immer Freude zu einem Golfplatz zu fahren, an den man gute Erinnerungen hat, da fängt eine Turnierwoche gleich ganz anders an," genoss Markus Brier die Fahrt nach Castello di Tolcinasco. Zum zweiten Mal wird hier eine der ältesten europäischen Open ausgetragen, mit einem 19. Platz konnte unser Paradegolfer schon  im Vorjahr stark aufspielen: "Vor allem die 65 am Schlusstag war richtig gut," holte er ausgerechnet am Longhitterkurs von Mailand sein bestes Score auf der European Tour 2004.

Für gute "Zwischenzeiten" war Brier zuletzt auch in Portugal und Madeira gut, die er jedoch nicht in Topergebnisse umsetzen konnte: "Daher auch das intensive Training in den letzten 14 Tagen, denn für diesen Platz braucht man seine absolute Topform."

Rough mit "Bogey-Garantie"

Denn die 18 Löcher von Castello di Tolcinasco sind mit 6.600 Metern nicht nur lang, sondern mit teils engen Landezonen auch äußerst zäh zu bewältigen: "Aufgrund der Länge ist der Driver auf den meisten Löchern Pflicht, aber dafür riskiert man im Fairwaybunker oder im Rough zu landen." Vor allem abseits der Spielbahnen wartet ein ganz gemeines Kraut: "Entweder haben die hier besonderes Gras oder hat es viel geregnet - jedenfalls ist ein Lay Up oft die einzige Chance," werden krumme Drives fast automatisch mit Schlagverlusten bestraft.

Dazu konnte Course Designer Arnold Palmer mit einigen Wasserhindernissen arbeiten, die Grüns sind hart und sehr schnell: "Auf vielen Bahnen schlägt man Eisen 3 bis 5 ins Grün, bei den harten Grüns ist das nicht einfach," wollen Birdiechancen hart erarbeitet sein. Begeistert war Markus allerdings vom Zustand der Grüns, die absolut treu zu putten sind. Der Platz spielt sich jedoch etwas trockener und daher auch kürzer als im Vorjahr, als in einer bis Montag dauernden Regenschlacht nur 54 Löcher absolviert werden konnten. Aber auch in diesem Jahr sind für das Wochenende schwere Regenfälle angesagt.

Startzeit Markus Brier am Donnerstag: 7:50 MEZ vom 1. Tee 


Zitny müde aber zuversichtlich

Erst Montag abends landete Niki Zitny von Shanghai kommend wieder zu Hause, musste am Dienstag in aller Früh nach Mailand aufbrechen - um sogar noch 9 Löcher auf dem für ihn neuen Kurs von Tolcinasco zu absolvieren: "Jetzt bin ich absolut streichfähig," war der zweite Österreicher im Feld von dem Monsterprogramm geschafft: "Am Mittwoch ist Regeneration angesagt", hat er bis Donnerstag Nachmittag Zeit sich wieder zu erfangen.

Nach seinem ersten Topergebnis (Platz 20 in Shanghai) in Europas oberster Spielklasse und Platz 19 nach dem Re-Ranking der Tourschüler, sind die Chancen für die weitere Saison wieder voll intakt: "Ich habe in China kein einziges Mal auf der Runde an das Re-Ranking gedacht, mich nur darüber gefreut, wie gut ich den Ball treffe."

In Mailand kann Niki endlich seinen Driver im Tour-Bus überprüfen lassen, nachdem sich das Ferrul zwischen Schaft und Schlägerkopf gelöst hat. Weitere News am Materialsektor: der neue Kramski-Putter hat sich einen Stammplatz in Zitnys Golfbag erspielt. Zudem hat er in Mailand mit Kevin Smith einen absoluten Top-Caddie: "Das ist aber leider sonst Scott Drummonds Caddie, Kevin wäre auch für mich die Ideallösung. Aber in den nächsten 14 Tagen werde ich mich diesbezüglich entscheiden", ist beim Thema "Tasche tragen" nach wie vor alles offen.  

Startzeit Niki Zitny am Donnerstag: 14:10 MEZ vom 1. Tee 


Starterfeld ohne Stars

Graeme McDowell verteidigt in Mailand seinen Titel, der Nordire hat mit Italien-Fan Mark Calcavecchia einen Gast von der US-Tour ab Donnerstag als Flightpartner. Niclas Fasth, Ian Woosnam, Angel Cabrera und Joakim Haeggman gehen als Co-Favoriten in die nicht allzu stark besetzte Italian-Open. 


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