Dunhill Links Championship
St. Andrews, Kingsbarns, Carnoustie
29. September - 2. Oktober 2005
Preisgeld: € 3,975.000

European Tour

DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP - Pudelmuetze und Skihandschuhe.

Vorschau:

28.9.2005 / 08:23 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Pudelmütze und Handschuhe

Pros und Promis: Brier und Klammer starten bei der Dunhill Links Championship. Das Wetter verspricht traditionell grimmig zu werden.

Auf die Urlaubswoche in Griechenland mit Sonne, Strand und Meer folgen Sturm, Regen und bittere Kälte: "Dabei ist es für Schottland noch relativ schön, nur der Wind hat am Schluss die Bälle vom Grün geblasen," stand Markus Brier nach der Trainingsrunde am Dienstag in Carnoustie noch ganz unter dem Eindruck des Klimaschocks. 

Pudelmütze und Skihandschuhe gehören einfach zur Standardausrüstung bei der Dunhill Links Championship. Der Österreicher liebt dieses einzigartige Turnier, das auf den klassischen Links-Kursen von St.Andrews Old Course und Carnoustie sowie auf dem relativ neuen Platz von Kingsbarns ausgetragen wird. Bereits zum fünften Mal darf Österreichs Nummer 1 hier um ein Preisgeld von knapp vier Millionen Euro mitspielen: "Das Turnier ist einmal etwas anderes, echt lustig mit zwei Amateuren im Flight, nur ein wenig viel Fahrerei zwischen den drei Plätzen." In diesem Jahr bildet Brier mit dem südafrikanischen Industriellen Ronnie Lübner ein Team.

Der schwerste Cut des Jahres

Doch alleine den Cut zu schaffen, ist schwer wie sonst nur bei einem Major: denn das größte Spielerfeld des Jahres (168 Pros) wird nach  jeweils einer Runde auf den drei Plätzen brutal auf die besten 60 Pros zusammengestutzt - für den Sonntag am Old Course von St. Andrews, wo das Preisgeld ausgespielt wird. Markus Brier kassierte erst einmal, 2001 mit Platz 56 einen Anteil am Preisgeldkuchen, scheiterte zweimal nur ganz knapp: "Heuer fehlen viele große Namen, könnte es vielleicht etwas einfach werden zu cutten," schätzt Brier seine Chancen ein. Nach wie vor ist sich der Österreicher nicht sicher, ob seine 178.000 Euro in der Order of Merit schon reichen für die neue Tourkarte: "Jeder Euro zählt, drei Turniere spiele ich noch heuer, da wird schon noch etwas dazukommen."

St. Andrews ist nach den Umbauten für die British Open der längste der drei Plätze, dennoch könnte der Old Course bei Wind der einfachste der drei Kurse sein. Ohne Wind ist Kingsbarns mit seinen breiten Fairways die leichteste Wiese, Carnoustie spielt sich vor allem bei Wind als wahres Monster. Am Mittwoch spielt Markus erstmals am "neuen Old Course", fährt anschließend hinüber nach Kingsbarns um auch vom dritten Kurs einen Eindruck zu bekommen.

Der Wetterbericht verspricht grimmige Verhältnisse: weiterhin starker Wind, täglich 30 bis 40 % Chance auf Regen, 10 bis 15 Grad! "Bis zu 30 km/h Wind sind in Ordnung, alles darüber ist nicht mehr lustig."

Startzeit Donnerstag: 12:12 MEZ in St. Andrews

Klammer statt Zitny

Niki Zitny hoffte vergeblich auf eine Einladung, daher bleibt es aus heimischer Sicht Franz Klammer überlassen, wie schon in den Vorjahren in St. Andrews zu starten. Unter den 168 Prominenten aus Sport, High Society und Business finden sich Nigel Mansell, Johan Cruyff, Boris Becker oder Michael Vaughan

Der Schotte Stephen Gallacher verteidigt seinen Titel gegen starke Konkurrenz vor allem aus dem eigenen Lager: Colin Montgomerie, Darren Clarke, Padraig Harrington, Ian Poulter oder David Howell zählen zu den Favoriten.


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