Madeira Island Open
Santo da Serra GC 
Madeira
7. - 10. April 2005
Preisgeld: € 600.000

European Tour

MADEIRA ISLAND OPEN - Hopp oder Tropp für Österreicher

Vorschau:

6.3.2005 / 07:05 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Auf Hopp oder Tropp ...

Nur die Top 10 nützen Markus Brier und Niki Zitny bei der Madeira Island Open weiter, zu klein ist die Börse bei dem Co-sanctioned Event. 

Während ab Donnerstag die golferische Weltelite in Augusta um unsterblichen Ruhm und Dollarmillionen spielt, strampelt sich die European und Challenge Tour auf der windigen Blumeninsel von Madeira um 600.000 Euro ab. Klingt schlimm - ist es aber nicht.

Markus in Spielerlaune

"Ein anspruchsvoller Platz, in so gutem Zustand habe ich den noch nie gesehen - und die Ausgangsposition ist interessant", ist Markus Brier gerne ein fünftes Mal hinaus über den Atlantik nach Santo da Serra geflogen. Denn ab Donnerstag wird hoch gepokert und gegambelt - denn nur ein absolutes Topergebnis zählt. Aufgrund des geringen Preisgelds zahlt selbst ein 10. Platz nur 12.000 Euro. Im Vorjahr und auch 2000 hat Markus Brier richtig gezockt und mit einem 7. Platz jeweils fein gepunktet.

Der 700 Meter über dem Meer gelegene, kurze, aber äußerst kupierte Platz von Santo da Serra präsentiert sich unverändert extrem: unglaubliche Berg- und Talfahrten, die Spieler bräuchten Steigeisen statt Spikes: "Wenn hier der Wind bläst, dann wird's lustig. Und der Wind bläst eigentlich immer, die Frage ist nur wie stark". Daher sind die Scores auch zumeist witterungsbedingt mäßig, seine 7. Plätze holte Markus mit 5 bzw. 1 unter Par!

"Heuer ist auch das Rough hantiger, dafür sind die Grüns hervorragend, weich und mit weit weniger Strich zu putten," schildert Markus seine Eindrücke. Zwei kürzere Par 5 laden zur Attacke ein, nur je zwei lange Par 5 und Par 4 können die Spieler von der Länge her schrecken.

Für die zu erwarteten Windspiele von Madeira hat Brier in den letzten Tagen seinen Schwung weiter gefestigt. "Am Dienstag habe ich nur 9 Löcher gespielt, da lief es aber hervorragend, Mittwoch spiele ich das Pro-Am", fühlt sich der Wiener von Tag zu Tag besser in Schuß. Auch seinem neuen Callaway I-Trax Putter hat er die "Kälte von Portugal" verziehen: ""Wenn nichts reingeht, liegt es an mir und nicht am Material".

Startzeit Markus Brier am Donnerstag: 11:25 MEZ vom 10. Tee 
(2 Stunden Zeitverschiebung zu Österreich)

Zitny will mehr als nur den Cut

50 % geschaffte Cuts bei 4 Starts, damit könnte Niki Zitny für seinen Einstieg auf der European Tour eigentlich zufrieden sein: "Diese Woche möchte ich meinen Rekord brechen, ich glaube das war ein 58. Platz oder?" scherzt unser Tourneuling. Tatsächlich steht mit 4.400 Euro Preisgeld noch herzlich wenig auf der Habenseite. Und in etwas mehr als einem Monat steht das erste Re-Ranking der Tourschüler an, wo der Wiener zumindest nicht weiter zurückfallen will (derzeit Rang 18 noch von der Tourschool).

"Der Cut darf kein Thema sein und alles hinter einem 30. Rang hat eigentlich vom Preisgeld her keine Bedeutung", plant Zitny volle Attacke. In Portugal holte er sich wertvolle Turnierpraxis und spielte sich mit seinem neuen Caddy Rory erstmals ein: "ich bin höchst zufrieden mit ihm, ein absoluter Spitzen-Caddy". Auch Stefanie Graf ist mit in Madeira zum Daumenhalten - und bei Turnieren, wo die ehemalige Weltklasse-Athletin dabei ist, läuft's immer gut für ihren Nik.

"Den Platz kenne ich zum Glück schon, hier habe ich mit der Challenge Tour erstmals vor 5 Jahren gespielt". Santo da Serra liegt ihm auch besser als der Platz von Estoril, "weil man bessere Balllagen hat, der Untergrund weicher ist. Nur auf die extremen Schräglagen und Höhenunterschiede muss man sich einstellen." Dazu hatte er am Dienstag 18 Löcher lang Gelegenheit, am Tag vor dem Turnier legt Nik gerne eine Ruhepause ein: "Endlich fühle ich mich wieder topfit, jetzt kann die Saison so richtig losgehen".

Startzeit Niki Zitny am Donnerstag: 11:50 MEZ vom 1. Tee 


Starterfeld ohne Stars

Bei mehr Spielern von der Challenge als von der European Tour zählt Markus Brier sicher zum Favoritenkreis, daher hat er mit Gary Emerson, der ihm in Moskau den Sieg wegschnappte, und mit dem Spanier Miguel-Angel Martin halbwegs prominente Flightpartner. Aber auch Jarmo Sandelin, Peter Lawrie und Robert Karlsson zählen zu den Siegeskandidaten. 

Martin Wiegele hoffte ursprünglich mit seiner Challenge Tour-Kategorie 8 in das Feld hineinzukommen, es hat aber um ca. 20 Plätze nicht gereicht.


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